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Leicht geduckt und leise näherten wir uns dem Lager zu. Bis jetzt lief alles super. Aber bis jetzt war es auch unmöglich, dass etwas passierte.
Hätte was passiert hätte ich mich selber erschossen.

Sobald wir dicht genug am Lager waren hob ich meine Hand und wir stoppten.
Wir waren extra von hinten gekommen, weil es im hinteren Bereich nur 2 Männer gab, die aufpassten. Und sie zu erledigen war jetzt ein Kinderspiel.
Ich nickte Carl zu und holte währenddessen mein Messer raus, was er mir nachtat. Die Männer liefen hin und her, ohne eine Ahnung von unserer Existenz.

Ich platzierte das Messer ordentlich in meiner Hand. Und zeitgleich mit Carl warfen wir ab. Es sirrte durch die Luft und fand perfekt ihr Ziel.
Fast schon gleichzeitig fielen beide um.
Ich hob meine Hand und verdeutlichte den Männern, dass wir weiter gehen konnten.
Noch ein letztes Mal sah ich zu Carl, denn hier würden wir uns trennen.

Und dann lief ich mit meinen Männern los.
Schnell lehnte ich mich mit dem Rücken an die Wand des Lagers.
Einer meiner Männer verdeutlichte mir, dass ich weiter gehen konnte.
Ich nahm meine Pistole in die Hand und lief dann geduckt weiter. Gefolgt von meinen Männern. Wir mussten aber wortwörtlich an die Wand kleben, denn sonst könnte uns jemand aus dem vorderen Bereich des Lagers sehen. Und mit denen konnte ich meine Zeit nicht vergeuden.

An der Tür angekommen ließ ich eine meiner Männer vor, damit er die Tür aufmachen konnte. Ein Kinderspiel natürlich.
Sofort ließ er mich durch, sobald er reingesehen hatte und kontrolliert hatte, ob alles frei war.

Ich lief rein. Der Flur war wahrscheinlich nicht einmal ein Meter breit. Er ging nur nach rechts weiter und dann direkt links.
Ich lehnte mich an die Wand und legte dann vorsichtig in den nächsten Flur.
Zwei Männer standen dort rum.
Ich nickte einem meiner Männer zu.
Und sobald ich mich von der Wand löste und meine Waffe hob tat er es auch. Gleichzeitig drückten wir ab und die Männer fanden ihren Tod.

Kurz wartete ich darauf, ob jemand gesehen hatte, dass die zwei erschossen wurden. Als nichts passierte lief ich weiter.
Weiter hinten führte eine Treppe runter, wahrscheinlich in die große Lagerhalle. Aber das war gerade nicht meine Sache.

Soweit mir gesagt wurde hielten die Mistkerle mein Bruder hier irgendwo fest. Um genau zu sein, jetzt musste ich den Gang nach rechts nehmen und von dort nach links.
Ich bin mir sicher, dass dort mehr als vier Männer rumstanden und mein Bruder bewachten. Ob noch jemand mit meinem Bruder zusätzlich im Raum war wusste ich nicht.

Ich hoffte nur, dass Alex rechtzeitig die Kamera deaktiviert hatte.
Ich war nicht mit ihm in Kontakt. Das hatte ich einem meiner Männer überlassen, der ein Headset an seinem Ohr hatte.
Leise aber mit schnellen Schritten liefen wir den Gang entlang.
Sobald wir den nächsten kontrolliert hatten liefen wir weiter.

Jetzt mussten wir aufpassen. Denn schon in dem nächsten Gang befand sich mein Bruder hinter der Tür.
Das heißt, es gab dort viele Männer.
Isak tippte mir auf die Schulter.
Er verdeutlichte mir, dass Alex sich um die Kameras gekümmert hatte.
Ich nickte ihm zu.

Dann atmete ich tief ein.
Ich wusste nicht, wie viele Männer sich in dem Gang aufhielten.
Ich würde jetzt auch gar nicht danach schauen, sondern ich würde jetzt direkt mit meinen Männern in den Gang stürmen und einfach schießen.
So wie immer.

Sofort gab ich meinen Männern ein Zeichen und in der nächsten Sekunde setzten wir meine Gedanken in die Realität um.
Es wurde direkt geschossen. Ohne zu überlegen.
Und es wurde auf uns geschossen.
6 Männer standen im Flur rum, die nacheinander erledigt wurden.
Und leider Gottes kamen zwei meiner Männer auch ums Leben.
Aber sowas gehörte eben auch zu Stürmungen.

Ich ließ meine Waffe senken und sah mir die Männer an, die leblos auf dem Boden lagen.
Dann sah ich die zwei Türen. Hinter einem musste mein Bruder sein.
Beide waren Stahltüren mit einem Schloss gesichert.
Also musste der Schlüssel bei irgendeinem dieser Mistkerle sein.
,,Durchsucht sie.", befahl ich den übriggeblieben drei Männern.
Sofort machten sie sich an die Arbeit.

Ungeduldig sah ich mir die Türen an.
Und schon reichte mir einer der Männer den Schlüssel.
Sofort nahm ich es ihm ab und entschied mich für die linke Tür.
Eilig steckte ich den Schlüssel in den Schloss. Und er passte.
Ich drehte zweimal, dann war der Schloss offen.
Sofort riss ich die Tür auf.

Und tatsächlich fand ich mein Bruder.
Mitten im Zimmer saß er auf dem Stuhl. Er sah fertig aus.
Als er mich sah riss er die Augen auf.
,,Matteo?"
Sofort lief ich auf ihn zu.
,,Geht's dir gut?", fragte ich ihn.
,,Woher wusstest du, dass ich hier bin?", fragte er mich.
,,Der Mistkerl hat es Papá gesagt. Er wollte ⅔ der Waren, damit er dich freilässt.", erklärte ich, während ich mich ran machte, seine Hände zu lösen.

,,Habt ihr ihm die Waren gegeben oder was!?", rief er hektisch.
Ich sah ihn kopfschüttelnd an. ,,Das glaubst du wohl selber nicht. Wir verlieren nicht, wir gewinnen nur."
Mein Bruder schmunzelte.
Ich zog ihn auf die Beine, worauf ein schmerzvoller Laut sein Mund verließ. ,,Keine Zeit für Gelaber. Wir müssen uns beeilen.", meinte ich und sah ihn dabei prüfenden an.
,,Geht es dir gut?"
Mein Bruder nickte.
,,Nur paar Schläge", wimmelte er zähneknirschend ab. Ich ballte meine Hand zur Faust.

Sofort reichte Isak meinem Bruder eine Waffe.
Und dann liefen wir los. Bis in den Gang, wo wir die zwei Männer umgebracht hatten. Von dort aus liefen wir geradeaus weiter.

Wenn alles gut gelaufen war musste Alex jetzt schon unten sein.
Und wenn alles bei uns gut laufen würde, müssten wir in 2 Minuten unten erscheinen.

Aber ich glaube, dass würde nicht möglich sein.
Denn im nächsten Gang wurde uns der Weg gesperrt. Von reichlich viel Männern.
Alle hatten ihre Waffe auf uns gerichtet.
Ich griff meine Pistole fester.
Woher waren die jetzt gekommen?!

Und plötzlich trat jemand vor.
Carlos Garcia.
Mit hasserfüllten Augen sah ich ihn an.
Er klatschte in die Hände und sah mich und dann mein Bruder an.
,,Ach Matteo, Matteo. Direkt auf dem Weg, um seinen großen Bruder zu retten."
Seine belustigte Mine wurde schlagartig eiskalt.
,,Ich hatte aber eine Abmachung. Diego gegen die Waren!", zischte er.

Ich hob meine Augebraue. ,,Da kannst du noch lange davon träumen, Garcia.
Ein Scheiß bekommst du von uns."
,,Ich bekomme alles was ich will!", rief er. ,,Ihr seid Verlierer!"

Und dann wurde geschossen.
,,Diego!"

Naja, das Kapitel ist jetzt nicht unbedingt das Beste. Aber nimmts mir nicht übel. 🙂

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