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Matteo:

,,Hey!", begrüßte mich mein Couseng.
,,Alles Gute und gute Besserung noch", sagte er und gab mir ein Handschlag.
,,Danke", schmunzelte ich.

Die ganze Familie hatten sich bei uns im Garten versammelt, weil ich Geburtstag hatte. Normalerweise hasste ich es, Geburtstage zu feiern oder allgemein hasste ich Veranstaltungen, die wegen mir statt fanden.
Aber der Grund warum jeder hier war war eher weil ich im Krankenhaus gelegen war. Und weil ich sowieso ein paar Tage später Geburtstag hätte hätten sie sich dazu entschieden einfach an meinem Geburtstag zu kommen.

,,Wie geht's dir?", fragte mich Alice, als sie sich zu mir gesellte.
,,Ganz gut, danke", meinte ich und trank mein Sekt aus.
Mein Onkel, also der Bruder meiner Mutter war noch nicht da.
Die Versammlung hatte auch noch neu angefangen.

Ich wurde aprubt am Arm von Alice weggezogen.
,,Sorry", grinste meine Schwester sie an und zog mich weiter.
,,Ich hoffe dir ist aufgefallen dass Sydney nicht hier ist", sagte sie ernst zu mir.
Ich spannte mich an.
,,Nicht da? Wohin ist sie gegangen?"
Sie seufzte.
,,So meinte ich das nicht. Sie ist also nicht hier unten, meine ich. Sie ist in ihrem Zimmer und will nicht runterkommen."

Stirnrunzelnd sah ich sie an.
,,Warum?"
,,Das fragst du sie lieber selber."
Ich nickte und eilte ins Wohnzimmer.
Salvador kam mir entgegen.
,,Wohin so eilig?", fragte er mich.
,,Ich komme gleich", sagte ich jedoch nur und lief die Treppen hoch.
Alex kam aus seinem Zimmer.
,,Falls du mich suchst, ich komme schon", meinte er als er mich sah.
,,Haha", sagte ich nur und lief zu Sydneys Tür.
Meine Schwester war mir gefolgt.

Ich öffnete ihr Zimmer und trat ein.
Sie stand am Fenster und sah runter in den Garten.
Sie hatte ein beiges Kleid an, das ihr wirklich mehr als sehr gut stand.
Als sie mich sah wandte sie sich vom Fenster ab.
,,Sydney? Warum kommst du nicht?", fragte ich sie langsam.

Sie setzte sich verzweifelt auf das Bett.
,,Ich kann da nicht runter, Matteo. Ich kenne diese Menschen nicht. Woher soll ich wissen wer von ihnen so denkt wie dein Vater. Und selbst wenn, dein Vater weiß gar nicht dass ich hier bin. Matteo, er will mich nicht hier haben und ich halte mich hier schon seit Tagen auf", sprach sie ohne Pause.
Ich sah zu meiner Schwester, die mir planlos entgegensah.

Dann setzte ich mich neben Sydney hin.
,,Also erstens, du bist wunderschön geworden", sagte ich ihr.
Leicht lächelte sie dabei.
,,Und die andere Sache wäre, ich bin mir sicher dass dich jeder mögen wird und das mit meinem Vater werde ich klären. Vertrau mir."
,,Wenn er mich sieht wird er mich umbringen", sagte sie hilflos.

,,Wie kommst du jetzt darauf?", fragte ich sie.
Sie hob ihre Augenbrauen. ,,Das hatte er selber deutlich gemacht. Ich lass dich dran erinnern.", entgegnete sie trocken.
,,Ach stimmt, du hattest es ja verstanden", sagte ich leise.

,,Aber das war nur so daher gesagt. Mein Vater weiß nich nicht was für eine wundervolle Person du bist. Und um ihm das zu zeigen musst du jetzt kommen.", versuchte ich.
,,Matteo, ich werde nicht runtergehen. Ich bleibe einfach hier", bestimmte sie.
,,Gut, und ich sage du wirst jetzt mitkommen", bestimmte ich.
Sie sah mich leicht genervt an.

,,Sydney, vertraust du mir?"
Sie sah mich bittend an.
,,Ja, aber..."
,,Gut dann komm. Ich werde dich jetzt erst mal vorstellen."
Ich stand auf und reichte ihr meine Hand.
Zögernd griff sie danach und stand ebenfalls auf.
Meine Schwester sah mich wissend an.

,,Und als was wirst du mich bitte vorstellen?", fragte mich Sydney spöttisch.
,,So mäßig, Hey das ist Sydney, ich hab sie entführt, oder eher Hey das ist meine Schulkameradin?"
Belustigt sah ich sie an.
,,Wirst du gleich sehen", meinte ich jedoch und zog sie dann aus dem Zimmer.

Carl kam gerade die Treppen hoch.
,,Ach, und ich hab nach dir gesucht, Dude. Wo bist du denn?"
,,Ich komme grad, falls du das nicht siehst", entgegnete ich und erntete dafür einen finsteren Blick von ihm.
,,So ein Möchtegern", murmelte er.
Ich schlug ihm auf den Hinterkopf.
Schmervoll rieb er sich die Stelle.
Dann zwinkerte er Sydney zu als wir weiterliefen.

Wir betraten das Wohnzimmer um von dort aus in den Garten zu gehen.
Sydney hielt mich am Arm auf.
,,Ich hoffe ich werde das später nicht bereuen", sagte sie zu mir.
,,Keine Sorge, wirst du nicht.", versicherte ich ihr.
Dann griff ich nach ihrer Hand und verschränkte sie mit meiner.

Ich betrat mit ihr zusammen den Garten.
Ein paar bemerkten uns gleich.
,,Könnte ich mal eure Aufmerksamkeit haben!", rief ich in den Garten.
Jeder drehte sich zu mir um.
Mein Blick fixierte meinen Vater, der sich jetzt auch umdrehte.
Als sein Blick auf Sydney fiel sah er sie fest an. Dann wanderte sein Blick zu unseren Händen und er zeigte leichte Verwunderung.

,,Ich will euch jemanden vorstellen.", sagte ich.
Meine Tante nickte schon verstehend.
Meine Cousengs sahen mich abwartend an.
,,Das ist Sydney, meine feste Freundin", sagte ich schließlich.

Ich merkte wie Sydney ihren Kopf zu mir drehte und mich verwirrt ansah, was sie jedoch versuchte nicht zu zeigen.
Aus der Menge wurde geklatscht, und Marc pfiff.
Mein Vater jedoch blieb ernst.
Ich drückte Sydneys Hand noch fester und lief dann los.

Als sie sah auf wen wir zugingen versuchte sie mich am Arm zurückzuhalten.
Ich sah sie an und verdeutlichte ihr dass sie ruhig bleiben sollte.
Schließlich stellte ich mich vor meinem Vater hin.
Meine Mutter gesellte sich zu uns und sah zwischen uns hin und her.
,,Du hast es gehört, Papá", sagte ich zu ihm.
,,Ich widerspreche dir ungern. Aber wenn es um sie geht, dann tut es mir leid.", meinte ich.

Mein Vater sah mich kritisch an.
,,Das sehe ich", sagte er schließlich.
,,Ich werde sie aber nicht akzeptieren", meinte er mit ernster Stimme.
Ich merkte wie Sydney ihre Hand von meiner löste.
Und dann machte sie plötzlich ihren Mund auf.

,,Ich weiß ja nicht was Sie gegen mich haben. Ich habe Ihnen schließlich nichts angetan. Und obwohl Sie mich verabscheuen, tu ich das nicht", sprach sie aus.
Verwundert sah ich sie an.

Sie blickte zu mir.
Dann drehte sie sich plötzlich um und lief weg.
Einen Moment sah ich ihr nach.
Dann drehte ich mich zu meinem Vater, der ihr nachdenklich hinterhersah.
Ohne noch was zu sagen drehte ich mich um und ging Sydney nach.

Gib mir deine SeeleGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt