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Ich setzte mich auf das Handtuch das Matteo auf dem Sand ausgebreitet hatte.
Er stand mit dem Rücken zu mir.
Im nächsten Moment zog er sich das Shirt über den Kopf.
Sofort stachen mir seine vielen Tätowierungen ins Auge.
Fasziniert blickte ich sein Rücken an.
Doch schnell wandte ich mein Blick davon ab als er sich umdrehte.
Er setzte sich hin und sah mich auffordernd an.

,,Hast du vielleicht vor, mit Kleidungen zu schwimmen?", spottete er dann.
Ich sah ihn leicht genervt an.
,,Wenn ich ins Wasser gehe kann ich es ja ausziehen."
Er zuckte mit den Schultern und legte sich dann hin.
Die Arme verschränkte er unter dem Kopf.
Ich hatte einen perfekten Blick auf sein Sixpack.
Es sah verdammt gut aus. Ich musste mich wirklich beherrschen.

Als ich sah dass Matteo die Augen schloss schälte ich mich schnell aus der Kleidung und stand auf, um ins Wasser zu gehen.
Mit schnellen Schritten lief ich drauf zu und stoppte kurz vor dem Wasser.
Die Wellen benässten meine Füße.
Ich hatte schon lange kein Schwimmunterricht mehr gehabt.
Ich hoffe ich konnte noch schwimmen.

Langsam ging ich in das Wasser rein und sank tiefer.
Bis zur meiner Brust reichte das Wasser. Noch tiefer wollte ich nicht.
Überglücklich schloss ich die Augen und ließ mir die Wärme und das Wasser genießen.

Wie sehr war ich Matteo dankbar dass er mich hergebracht hatte.
Zwar konnte er ein Arschloch sein, aber ich war mir ganz sicher, dass er seine natürliche Art versteckte.
Er war ganz sicher nicht so einer wie ich ihn sah.

Ich schwamm ein wenig umher.
Dann trat ich aus dem Wasser und blickte in die Richtung in der Matteo lag.
Er war aber nicht alleine.
Neben ihm saßen zwei Mädchen die mit ihm quatschten. Mit zusammengezogenen Augenbrauen betrachtete ich sie.

Dann lief ich mit eiligen Schritten auf sie zu.
War ich gerade eifersüchtig?
Pff, quatsch! Warum sollte ich denn jetzt eifersüchtig sein.
Da saßen halt nur zwei halbnackte Mädchen neben ihm.

Okay, ich glaube ich war doch eifersüchtig.

Ich kam vor ihnen an und setzte mich im Schneidersitz hin.
Die Mädchen sahen auf.
Ich betrachtete sie mit ernsten Blicken.
Die eine Blondine sah zu Matteo.
,,Ist sie das?", fragte sie.
Er nickte daraufhin nur.

Ich hob die Augenbrauen.
,,Wer bin ich?"
,,Ach, er hat gerade gesagt dass er mit seiner Freundin hier ist. Dann bist du also die Freundin."
Verwundert blickte ich zu Matteo, der uninteressiert in den Himmel sah.
,,Komm Sarah, wir gehen", meinte sie zu der Brünette. Dann standen sie endlich auf und verschwanden.

,,Komm Sarah, wir gehen", äffte ich ihnen nach und verdrehte die Augen.
,,Was ist los?", fragte mich Matteo belustigt.
,,Nichts. Was soll los sein?", fragte ich ganz normal.
,,Nichts. Klang nur so als wärst du eifersüchtig", gab er von sich.
,,Warum sollte ich jetzt eifersüchtig sein? Bild dir nichts ein", redete ich mich raus.

,,Warum bin ich deine Freundin?", stellte ich ihm die Frage.
,,Das musste ich sagen damit sie mich in Ruhe lassen.", gab er gelassen zurück.
Dann öffnete er die Augen und sah mich an.
Ich merkte wie sein Blick zu meinem Ausschnitt wanderte.
Doch schnell löste er sein Blick davon.

Erst jetzt merkte ich, dass er nur in Badehose da lag.
,,Darf ich dich was fragen?", fragte ich leise.
,,Hmm", brummte er nur.
,,Wie alt bist du eigentlich?", fragte ich vorsichtig.

Zuerst antwortete er gar nicht und ich wollte mich schon beschweren.
,,20", kam es dann schließlich aus ihm.
Ich hatte kein bisschen mit diese Antwort gerechnet weshalb ich ihn jetzt völlig verdutzt ansah.
,,20?", kam es verwirrt von mir. Ich hatte ihn älter eingeschätzt.

Matteo stützte sich auf den Unterarmen ab und sah mich an.
,,Was dachtest du?"
Ich zuckte mit den Schultern.
,,Vielleicht 24 oder 25. Du..  Ich weiß nicht. Du siehst viel reifer aus.", meinte ich vorsichtig.
,,Das Aussehen täuscht eben manchmal", entgegnete er.

,,Du bist 20 und du bist sozusagen der Boss?", kam mir jetzt die nächste Frage auf.
Er legte den Kopf schief.
,,Das ist eine Mafia. Was dachtest du? Da lernt man in jungen Jahren mit Drogen umzugehen."
Er machte kurz eine Pause.
,,Ich hatte schon als Kind nicht das Bedürfnis danach mit irgendwelchen Autos oder Playmobilen zu spielen.
Ich war fasziniert nach Waffen."

Er legte erneut eine Pause ein.
,,Ich bin mit 15 auf meine erst Mission. Wie schon gesagt, das ist eine Mafia. Kein Kinderspiel."
Völlig überfordert mit den ganzen Informationen nickte ich nur.
Was sollte ich dazu sagen.
Für ihn war das normal.
Für mich war das erschreckend.

Ich merkte Matteos Blicke auf mir.
Irgendwie sah er nachdenklich aus.
Doch dann schaute er über mich hinweg und fixierte ein Punkt hinter mir.
Er murmelte was, dann richtete er sich komplett auf ohne den Blick von der Stelle zu lösen.
,,Was ist?", fragte ich ihn.

Er griff nach dem Handtuch neben ihm und legte es eilig über meine Schulter.
Verwirrt drehte ich mich um, um zu sehen was er da betrachtete.
Ich sah vier Jungs auf uns zukommen.
Der eine war doch der Junge von gestern?
Ja, das war er.
Er hatte deutliche Abdrücke von der gestrigen Schläge.

Matteo stützte sich wieder auf den Unterarmen ab und sah zu den Jungs, die sich jetzt vor uns aufgebaut hatten.
Sie sahen alle Matteo vernichtend an.
Er zeigte jedoch keinerlei Emotionen.

,,Du hast ihn also geschlagen", kam es aus einem der Jungs.
Matteo blickte den gestrigen Jungen an.
,,Was ist? Musstest du deine Truppe holen, weil du es nicht alleine schaffst oder wie soll ich das ganze sehen?", spottete Matteo.
,,Steh auf und wir zeigen dir wie du das Ganze sehen sollst!", zischte ein anderer Junge.
Ich glaube ich bekam Panik.

Ich merkte wie sich Matteo aufrichtete.
Sofort fasste ich ihn am Arm.
Bittend sah ich ihn an. Ich wollte keine Prügelei.
Und außerdem hatte ich Angst um ihn.
Alle vier Jungs waren nämlich genau so gut gebaut wie er.
Und er war im Gegensatz zu ihnen nur einer.

Er sah mich schmunzelnd an.
,,Keine Sorge. Die können sowieso nichts.", sagte er locker und zwinkerte mir dann zu ehe er schließlich aufstand.

Qualvoll sah ich zu ihm hoch.
Ich wollte den Strand genießen und nicht irgendwelche Nasen brechen sehen.
Einer der Jungs trat vor und schubste Matteo an der Schulter nach hinten.
Er lachte auf. Doch im nächsten Moment wurde er kalt und haute ihm in die Magengrube.

Ich schloss die Augen und atmete tief ein.
Prügelei am Strand! Das wünschte sich ja jeder!

Matteo hatte wohl recht gehabt.
Er schlug alle nacheinander zu Boden und wich den Schlägen der anderen geschickt aus.
Nur einmal bekam er es am Kinn und an der Augenbraue zu spüren.

Schließlich lagen alle stöhnend auf dem Boden.
Matteo packte einen am Nacken.
,,Nächstes mal passt ihr auf mit wem ihr euch anlegt. Und diese Luftsäcke bringen bei euch wohl auch nicht viel", meinte er und schlug dabei dem einen auf die Arme.
Dann ließ er ihn los und wartete bis sie verschwanden.

Seufzend rieb ich mir die Stirn.
Was sollte ich dazu sagen.

Gib mir deine SeeleGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt