Ich öffnete gähnend die Augen.
Ich kniff meine Augen zusammen und blickte zu Matteo.
,,Wie lang hab ich geschlafen?"
Sein Blick huschte kurz zu mir.
,,Eine Stunde waren es sicher", meinte er.
,,Eine Stunde? Und wir sind immernoch nicht da?", fragte ich ihn verblüfft.
,,Wir kommen so langsam an", äußerte er.Ich wandte mich von ihm ab und richtete mein Blick aus dem Fenster.
Aprubt weiteten sich meine Augen und ich richtete mich auf.
Diese Gegend kam mir mehr als bekannt vor.
Mein Mund öffnete sich und ich blickte mich um.
,,Das kann doch nicht sein", flüsterte ich.
Ich drehte mich schlagartig zu Matteo.
,,Sind wir... in San Antonio?", fragte ich ihn.Ich merkte wie er schmunzelte.
,,Du hast es also erkannt.", schlussfolgerte er.
Ich sah wieder aus dem Fenster.
Wir waren tatsächlich gerade in San Antonio. In meinem Wohngebiet.,,Warum sind wir hier?", wollte ich von Matteo wissen.
,,Ich hab mir gedacht, vielleicht hast du ja deine Freunde vermisst.", sagte er und bog in die Straße links ein.
Ungläubig starrte ich ihn an.
,,Ich weiß wirklich nicht was ich sagen soll", sagte ich.
Ich wurde gerade emotional und meine Augen waren schon feucht.
,,Du musst auch nichts sagen", äußerte Matteo.Ich beugte mich zu ihm rüber und gab ihm einen Wangenkuss.
Matteo sah mich kurz an.
,,Wofür war das jetzt bitte?", wollte er wissen.
,,Muss es ein einen Grund haben?
Ich wollte eben mein Freund küssen.", entgegnete ich.
Er schmunzelte.
,,Damit hast du mich gerade zum glücklichsten Mensch gemacht."Nach einer weiteren Straße hielt Matteo an.
Perplex sah ich mir das Haus an.
,,Woher weißt du wo Bella wohnt?", wollte ich wissen.
Er schnallte sich ab und drehte sich dann zu mir.
Er beugte sich ein wenig zu mir.
,,Ich bin ein Mafioso", raunte er mir zu.
,,Vor dir sollte man wirklich Angst haben", hauchte ich zurück.Er schmunzelte.
,,Du musst ja aber keine Angst vor mir haben. Oder hast du Angst?",fragte er.
Ich schüttelte belustigt den Kopf. ,,Warum sollte ich?"
,,Naja, du hattest ja mal Angst vor mir", murmelte er und ich wusste, dass er damit die letzten Monate meinte.
,,Ich denke nicht, dass die Vergangenheit noch eine Rolle spielt."meinte ich.
,,Wenn du meinst.", sprach er aus und stieg dann aus dem Auto aus.Ich stieg ebenfalls aus damit er das Auto abschließen konnte.
Tief atmend sah ich mir das Haus an.
Was sollte ich jetzt machen?
Einfach klingeln und ganz normal dastehen?
Matteo kam auf mich zu und stellte sich neben mich.
Dann legte er ein Arm um meine Schulter und betrachtete ebenfalls das Haus.,,Ob wir das abreißen wollen können wir später noch weiter überlegen. Aber jetzt schauen wir mal ob jemand da ist.", scherzte er.
Angestrengt nahm ich sein Arm von meinen Schultern.
,,Du musst dich auch über alles lustig machen", murrte ich.
Ein kurzes Lachen ertönte von ihm.
Dann legte er seine Hand an mein Rücken und dirigierte mich zur Haustüre.,,Und was soll ich ihr sagen wenn sie jetzt die Tür aufmacht?", fragte ich ihn verzweifelt.
Matteo sah mich an.
,,Hallo, ich bin wieder da", meinte er locker.
Ich sah ihn mit einem dein ernst Blick an.
,,Am besten sag ich ihr noch dass ich entführt wurde und zwar von der Mafia höchstpersönlich und dass der Mafioso sogar zufälligerweise mein Freund ist und gerade neben mir steht. Was meinst du dazu?", fragte ich ihn spöttisch.
Matteo weitete die Augen.
,,Das sagst du auf gar keinen Fall", bestimmte er.Jetzt sah ich ihn provozierend an.
,,Warum? Hast du Angst dass du erfasst wirst?", fragte ich ihn neckend.
Jetzt hob er die Augenbraue.
,,Wenn du nicht willst dass dein Freund für lebenslang hinter Gittern sitzt bleibst du still", sagte er locker.Okay, das hatte gesessen.
Ich wandte mich schnell von ihm ab und betrachtete die Tür.
Matteo drückte auf die Klingel.Ich schloss die Augen und atmete tief ein.
Im nächsten Moment wurde die Tür aufgerissen.
Direkt stand mir Bella entgegen.
Ich schluckte.
Ich merkte wie mir die Tränen aufkamen.
Bella weitete die Augen.
Sie blinzelte kurz.
Ihr Mund öffnete sich und ihre Augen füllten sich ebenfalls.,,Hey", hauchte ich schwach lächelnd und eine Träne löste sich von den anderen.
,,Sydney?", hauchte sie.
Dann legte sie ihre Hand vor den Mund und schluchzte.
Im nächsten Moment riss sie mich in eine Umarmung.
Ich hörte sie schluchzen während mir stumm die Tränen runterrannen.
,,Wo warst du? Ich hab mir solche Sorgen gemacht", schluchzte sie.
,,Weißt du wie sehr ich dich vermisst habe?"Ich schniefte.
,,Ich hab dich auch wirklich vermisst.", hauchte ich.
Bella löste sich von mir und fuhr sich über ihre Wangen.
,,Wo warst du denn? Wieso konnte ich dich nicht mal über deine Nummer erreichen? Was ist passiert?", fragte sie mich.
Ich sah weg und schaute kurz zu Matteo hoch.
Dieser hatte sich seitlich an die Hauswand gelehnt und betrachtete uns.,,Ich werde es dir erklären", sagte ich an Bella gewandt.
Sie nickte eilig.
,,Tu das. Ich will alles wissen. Ich dachte schon du bist gestorben.
Und wer ist dieser Typ bitteschön?", fragte sie als ihr Blick auf Matteo fiel.Er stoß sich von der Wand ab und stellte sich neben mich.
,,Mein Freund", sagte ich leise und lächelte dabei.
Bella riss fassungslos die Augen auf.
,,Ich mache mir hier Sorgen um dich und du bist damit beschäftigt, dir einen Freund zu suchen!?", rief sie verblüfft.Sie fuhr sich durch die Haare.
,,Und wie heißt er?", fragte sie mich.
Ich musste schmunzeln, denn ich wusste dass Matteo es nicht mochte, in seiner Anwesenheit über ihn zu sprechen.
,,Matteo", antwortete ich ihr.
Sie hob ihre Augenbrauen.
,,Ist er Spanier?", fragte sie mich.
Matteo räusperte sich.
,,Du kannst auch einfach mich fragen", sagte er nun an Bella gewandt.Bella sah ihn überfordert an.
Ich musste mir ein Grinsen verkneifen und blickte hoch zu ihm.
Er verdrehte die Augen und sah dann zu mir runter.
,,Sollen wir jetzt gehen?", fragte er.
Bella fasste mich sofort am Arm.
,,Wohin gehst du? Du bist doch erst jetzt gekommen! Und das nach 2 Monaten! Du musst mir noch alles erzählen!", sagte sie hektisch.Ich blickte mein Freund an.
,,Gehen wir noch zu Liam?", fragte ich ihn leise.
Er nickte.
Ich wandte mich wieder an Bella.
,,Dann erzähl ich euch zusammen was passiert ist.", entschied ich mich.
Sofort nickte Bella.
,,Äh, okay. Gehen wir dann jetzt zu Liam? Oder soll er herkommen? Oder gehen wir woanders hin?", fing sie.
,,Er soll herkommen", meinte nun Matteo.Bella nickte sofort und nahm ihr Handy aus der Hosentasche.
Dann ging sie schnell zur Seite um uns eintreten zu lassen.
,,Meine Eltern sind gerade nicht da", sagte sie beiläufig.Matteo sah sich im Haus um.
Dann schaute er zu mir.
Er beugte sich leicht zu meinem Ohr.
,,Hätte ich gewusst dass sie so verrückt ist hätte ich drauf verzichtet herzukommen.", murmelte er.
Ich sah ihn Finster an.
,,Sie ist nicht verrückt.", sagte ich leise.
Matteo hob beschwichtigend die Hände.
,,Stimmt, die verrückte bist du", sagte er und zwinkerte mir zu.

DU LIEST GERADE
Gib mir deine Seele
Literatura KobiecaFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...