Laute Stimmen und Geräusche drangen zu mir und weckten mich auf.
Ich öffnete die Augen und blickte umher.
Mehrere Leute standen an der Bushaltestelle das in meiner Nähe war und auch der Verkehr war ganz schön laut.Ich stoß mich leicht vom Baum ab.
Ich dehnte mich leicht.
Dass ich ungemütlich geschlafen hatte spürte ich jetzt.
Mir tat alles weh.
Ich versuchte mein Nacken zu entspannen.
War ich wirklich hier eingeschlafen?
Und das die ganze Nacht über?Wer weiß was die Leute sich gedacht hatten als sie mich gesehen hatten.
Ich stand auf und wischte mir kurz über den Po, falls da was drankleben sollte.Mein Magen fing an zu knurren.
Seufzend atmete ich aus.
Wo sollte ich mir denn Essen besorgen?
Und mein Hals fühlte sich auch trocken an.
Bei so einer Hitze war das auch kein Wunder.Ich fuhr mir kurz über die Haare, um sie ein wenig in Ordnung zu bringen, oder wenigstens das Gefühl zu haben, dass sie jetzt gut aussahen.
Dann entfernte ich mich von dem Platz.
Wohin genau ich jetzt wollte wusste ich selber nicht.Nach einigen Schritten setzte ich mich auf eine freie Bank.
Ich musste jetzt erst einmal überlegen was ich eigentlich jetzt machen wollte.Ich wollte Matteo sehen.
Ich wollte seine Stimme hören.
Ich w...Gott, was machte ich denn!
Ich fuhr mir über das Gesicht um zu mir zu kommen.
Matteo gibt es nicht mehr.
Matteo existiert nicht mehr.
Die ganze Mafiazeit ist zu Ende.Merk dir das endlich!
Ich fuhr mir durch die Haare.
Ich konnte trotzdem nicht aufhören an ihn zu denken.
Ob es ihm gerade auch so ging?
Ob er an mich dachte?Quatsch! Warum sollte er denn?
Wer war ich denn für ihn?Und wer ist er denn für dich dass du andauernd an ihn denkst!
Naja, das stimmte auch irgendwo.
Ich sollte lieber mal aufhören, unnötige Gedanken über ihn zu machen und mich über mein Zustand sorgen.Was konnte ich machen?
Hier irgendwo nach Arbeit suchen?
Ich brauchte Essen.
Dafür sollte ich mich vielleicht auch sorgen.
Wo sollte ich meine nächste Nacht verbringen?
Wo genau in Houston war ich denn?Ich stöhnte über die ganzen Fragen auf.
●●●
Matteo:,,Gib mir mal den Wein aus dem Schrank", sagte ich zu Carl als er den Kühlschrank öffnete.
Er sah mich jedoch nur kopfschüttelnd an und machte den Kühlschrank wieder zu.Ich sah ihn genervt an und wollte selber aufstehen doch Salvador hielt mich davon ab.
,,Bro, jetzt komm mal zu dir. Was machst du? Wir haben so viel zu tun. Du kannst dich nicht jetzt einfach vollsaufen. Das kannst du heute Nacht machen. Aber jetzt konzentrier dich mal bitte auf deine Sachen!", äußerte er.,,Ich frag mich echt was für ein Problem du hast", fing jetzt Carl an.
,,Du hast sie weggeschickt. Sehr vernünftig war das jetzt nicht. Aber jetzt mal abgesehen davon frag ich mich echt warum du dich andauernd vollsaufen willst. Was stimmt denn nicht mit dir?"Energisch stand ich auf und lief um den Tisch rum zur Tür.
,,Wohin gehst du jetzt?", fragte mich Alex.
,,Saufen! Was dagegen!?", schnauzte ich ihn an.
Dann drehte ich mich um und wollte gehen, doch diesmal hielt mich Carl auf.
,,Sag doch gleich dass du sie liebst! Deswegen benimmst du dich doch so!", rief er mir hinterher.Ich spannte mich an.
Dann drehte ich mich um und wollte auf ihn losgehen, doch Alex stand schnell auf und hinderte mich daran.
,,Hab ich Unrecht?", machte Carl weiter.
,,Du würdest dich doch sonst nicht so benehmen! Sei dir sicher, jeder hier merkt, dass du sie vermisst! Für dein Benehmen gibt es keine andere Erklärung! Du liebst sie! Und sie hat dir völlig den Verstand geraubt!"Ich löste mich wütend von Alex Griff und sah Carl vernichtend an.
Dann drehte ich mich um und verließ die Lagerhalle.
Gereizt riss ich die Autotür auf und stieg ein.
Ich haute auf das Lenkrad.
Ich schrie auf.
Ich fuhr mir durch das Gesicht.Verdammt, Sydney machte mich wirklich fertig!
Und Carl hatte Recht.
Sie hatte mir doch den Verstand geraubt!
Und das schon vor Wochen!
Fuck!
Ich hatte mich wirklich in sie verliebt!,,Warum hab ich dich gehen lassen!", schrie ich und haute auf das Lenkrad.
,,Warum!"Und meine Schwester hatte auch recht gehabt.
Sie hatte nichts und niemanden. Was sollte sie denn machen!
Ich fuhr mir frustriert über das Gesicht.
Gequält schloss ich die Augen.
Jetzt war schon alles zu spät.Mein Handy klingelte. Ich sah Diegos Namen auf dem Display.
Ich ging ran.
,,Matteo, hast du vergessen dass wir zu tun haben? Wo bist du?"
Ich rieb mir die Stirn.
,,Ich komme", brummte ich schließlich.●●●
,,Warum muss ich von Alex erfahren dass ihr gestern im Krankenhaus ward!", wollte Diego von mir wissen.
Ich sah ihn leicht genervt an.
,,Hallo! Ich frag dich was! Deine Naht ist geplatzt und keiner von uns weiß davon Bescheid!",,Diego, lass mich in Ruhe!", schnauzte ich ihn an.
Er sah mich völlig verwirrt an.
,,Kann ich wissen was mit dir los ist? Also dass Sydney nicht mehr da ist weiß ich. Was du dir dabei gedacht hast weiß ich nicht. Aber du kannst dir sicher sein dass Papá ausgerastet ist. Gibt es da vielleicht noch was anderes?", fragte er mich.Ich ließ die Zigarre aus dem Fenster raus und sah mein Bruder an.
,,Ich hätte sie nicht wegschicken sollen.", meinte ich.
,,Das freut mich dass dir das klar geworden ist", meinte er trocken.
,,Seit wann machen wir auch sowas.",,Nicht deswegen", murmelte ich.
Diego zog die Stirn kraus.
,,Warum sagst du das dann."
Ich seufzte nur und ging schließlich an ihm vorbei.Voten und kommentieren nicht vergessen.

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Gib mir deine Seele
ChickLitFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...