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Es war schon spät abends als Matteo auf die Idee kam, wieder an den Strand zu gehen.
Also saßen wir hier jetzt tatsächlich am Strand.
Noch war es nicht sehr dunkel, da es Sommer war und die Straßenlaternen schenkten auch ein wenig Licht an die Stelle wo wir saßen.

Matteo zog sich sein Shirt aus und fuhr sich dann durch die Haare.
Völlig gedankenverloren sah ich ihn an.
Als nächstes zog er sich die Hose aus und stand nun mit einem braungebraunten, trainierten Körper in Badehose vor mir.

Okay, nicht sabbern!

,,Wir werden morgen gehen. Das ist deine letzte Möglichkeit zu schwimmen.", kam es aus ihm.
Ich blinzelte kurz um zu mir zu kommen.
,,Was?", fragte ich ihn.
Er seufzte auf.
,,Du und deine Gedanken.... Willst du nicht ins Wasser meine ich", erklärte er.

,,Achso. Doch", säuselte ich und zog mir das Shirt aus.
Dann zog ich noch die Hose aus.
Matteo beobachtete mich dabei.
Ich merkte wie er meinen Körper auf und ab fuhr, bis er sich schließlich von mir abwandte und zum Meer lief.

Ich schlenderte hinterher und betrat das Wasser.
Sobald es mir an die Brust reichte blieb ich stehen. Matteo schwamm jedoch noch einige Meter weiter.

Doch er stoppte und drehte sich dann zu mir.
,,Komm doch", sagte er schließlich.
Ich schüttelte jedoch den Kopf.
Ich sah, wie er wieder zurückschwamm.
Vor mir blieb er stehen.
,,Warum?", fragte er mich.
,,Ich trau mich nicht.", gab ich zurück.
Er fuhr sich durch die Haare.
,,Da passiert schon nichts", sagte er auffordernd.
Ich schüttelte den Kopf.
,,Nein, ich bleib hier. Hier kann ich doch auch schwimmen."

Doch Matteo hörte nicht auf mich. Er griff plötzlich nach meinem Arm und schwamm dann wieder weiter.
Ich keuchte erschrocken auf und versuchte seine Hand zu lösen, doch ich hatte dann doch keine andere Wahl als mitzuschwimmen.

Er ließ mich schließlich los doch schnell griff ich nach seiner Schulter.
,,Halt mich wenigstens fest wenn du mich schon hergeholt hast.", murrte ich.
,,Warum hast du denn Angst?", kam es aus ihm.
,,Ich war noch nie im Meer. Ist doch wohl normal, dass ich nicht so tief rein will.", sagte ich ungeduldig.

Matteo griff nach meiner Hand auf seiner Schulter und legte sie plötzlich weg.
Dann ließ er mich los.
Ich starrte ihn beunruhigt an.
,,Siehst du? Du bist immernoch hier", äußerte Matteo.
Ich sah ihn finster an.
,,Wie witzig!", spottete ich.

Er tauchte plötzlich unter und im nächsten Moment zog mich etwas an meinem Bein unter Wasser.
Erschrocken riss ich die Augen auf und verschluckte mich dabei hart an dem salzigen Wasser.
Ich kam wieder auf und hustete wie verrückt.
Ich spuckte den salzigen Geschmack aus und wischte über meine Augen.
Tief nahm ich Luft und öffnete dann die Augen.

Matteo sah schmunzelnd zu mir.
,,Ich wäre fast ertrunken!", rief ich entsetzt.
Jetzt fing er an zu lachen.
Und da fiel mir auf, dass ich ihn noch nie lachen gehört hatte.
Meine Wut über ihn flog weg.
Er lachte wirklich schön.
Das sollte er öfter tun.

Sofort schlug ich mir die Gedanken aus dem Kopf und nutzte die Gelegenheit aus, um ihn diesmal unter Wasser zu ziehen.
Ohne dass er was ahnen konnte zog ich sein Kopf unter Wasser.
Keine zwei Sekunden später befreite er sich jedoch von meinem Griff und spuckte das Wasser aus.

Provokant sah ich ihn an.
Er schüttelte mit dem Kopf und fuhr sich über die Haare.
,,Das war falsch", meinte er leise.
Im nächsten Moment griff er nach meiner Hüfte und hob mich aus dem Wasser.
Erschrocken schrie ich auf.
Als ich merkte was er vorhatte schloss ich schnell die Augen und hielt mein Atem an, denn im nächsten Augenblick steckte er mich komplett ins Wasser.

Als ich wieder hochkam befreite ich mein Gesicht von den Haaren und sah ihn beleidigt an.
,,Das ist nicht fair. Ich hab im Gegensatz zu dir ein Fliegengewicht", beschwerte ich mich.
Er zuckte mit den Schultern.
Dann schwamm er die wenigen Zentimeter zu mir rüber und fasste mich an der Hüfte.
Sofort griff ich nach seinem Nacken.

Doch er tat nicht dasselbe sondern zog mich an seine Brust.
Ich sah zu ihm hoch.
Er sah zu mir runter.

Ich musste schlucken.
Ich traute mich nicht zu atmen.
Sein Blick wurde ernst.
Ich spürte wie sein Griff fester wurde.
Ich sah, wie er mit seinen Augen auf meine Lippen schielte.
Und ich merkte wie ich das selbe tat.

Kaum merklich kam er mir mit seinem Gesicht immer näher.
Mein Herz pochte schneller.
Ich schloss reflexartig langsam die Augen.
Und schon im nächsten Moment berührten sich unsere Lippen.
Er fing an mich sanft zu küssen.
Genau so sanft küsste ich ihn zurück.
Ich vergaß alles um mich herum.

Meine andere Hand wanderte zu seiner Schulter.
Ich spürte seine zweite Hand an meinem Rücken.
Ohne es selber zu merken schlang ich meine Beine um ihn.
Ich fuhr mit der Hand seinen Hinterkopf hoch und kraulte durch seine Haare.

Seine Hände wanderten zu meinen Oberschenkeln.
Er fuhr mit der Zunge über meine Lippen was mich aufseufzen ließ.
Ganz langsam zog er sich zurück.
Ich hatte immer noch meine Augen geschlossen.
Ich traute mich nicht sie zu öffnen.
Ich war immernoch verfangen in dem Gefühl.
Ich legte mein Kopf auf seiner Schulter ab und atmete aus.

,,Wir sollten raus", raunte er mir zu aber er ließ mich nicht los.
Ich löste langsam meine Arme von ihm und rutschte runter.
Wir schwammen ein wenig zurück, bis er schließlich nach mir griff und mich aus dem Wasser hob.
Er lief aus dem Wasser raus.
Ich legte mein Arm um  seinen Nacken und schmiegte mich an seine Brust.

Was war das für ein Kuss gewesen?

Matteo setzte mich auf dem Handtuch ab und legte das andere über meine Schulter.
Dann setzt er sich ein zwei Meter vor mir mit dem Rücken zu mir in den Sand und legte seine Arme auf seinen Knien ab.

Völlig gedankenverloren sah ich ihn an.
Ich fing an mich zu trocknen und zog mir dann die Kleidung wieder an.
Ich war immernoch benebelt von dem Kuss.
Stumm sah ich Matteo an, der sich nicht regte.

An was dachte er wohl?

Schließlich stand er auf und nahm das Handtuch um seine Haare trockenzureiben.
Dann packte er die Sachen zusammen und wir verließen den Strand.

Gib mir deine SeeleGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt