Matteo:
Zusammen mit meinem Bruder lief ich aus dem Casino.
,,Und?", fragte mich Alex.
,,Erledigt", sagte ich knapp und lief weiter.
,,Er hat sie also genommen.", stellte er fest.
Ich nickte leicht. ,,Was anderes hat er sowieso nicht im Kopf.",meinte ich.
Ich lief auf den Van zu. Die Tür wurde geöffnet. Ich ließ erst mein Bruder vor. Dann stieg noch Alex ein. Ich drehte mich um und sah Richtung Casino.
Nachdenklich stand ich da. Was sie jetzt wohl da drin machte? Oder was er mit ihr jetzt anstellte?
,,Matteo", kam es aus meinem Bruder.
Ich drehte mich zu ihm um.
,,Was machst du? Steig doch ein."
Seufzend fuhr ich mir durch das Gesicht. Dann stieg ich ein.
Alex sah mich wissend an. ,,Ich sehe es an deinem Blick, dass du es nicht machen wolltest.", sagte er schließlich.
Ich verdrehte nur die Augen und lehnte mich zurück. Ich schloss meine Augen. Sogleich kam mir ihr schmerzefülltes, weinerliches Gesicht vor die Augen. Wie sie mich flehend angesehen hatte.
Schnell öffnete ich meine Augen und lehnte mich nach vorne.
Verzweifelt fuhr ich mir über das Gesicht.
,,Soll ich losfahren, Boss?", fragte einer der Männer.
,,Ja", kam es von Diego.
,,Nein!", sagte ich plötzlich laut.
Mein Bruder sah mich verwirrt an. Auch Alex runzelte die Stirn.
Ich griff nach der Tür und öffnete sie.
,,Matteo, was machst du!?", rief mir Diego nach, als ich aus dem Van wieder ausstieg.
,,Ich hole sie wieder!", rief ich ihm zurück und lief in Richtung Eingang.
Ich konnte sie nicht da lassen. Das war ein Fehler gewesen.
Ich wurde ruckartig an meiner Schulter gefasst und umgedreht.
,,Das kannst du nicht machen, Matteo. Das ist jetzt schon zu spät. Darüber solltest du vorher denken. Alex hat dich paar Mal gewarnt!", sagte mein Bruder sauer.
Ich schüttelte seine Hand ab. ,,Es ist für gar nichts zu spät", sagte ich und lief weiter.
,,Matteo, Willst du jetzt das ganze Geschäft ruinieren!"
,,Ja! Genau das will ich machen!", rief ich und stoß die Tür auf.
Alex erschien neben mir. ,,Ich wusste dass sowas passieren wird.", sagte er und versuchte mit mir Schritt zu halten.
Ich sah hoch. Auf dem Platz wo wir vorher saßen war niemand mehr.
,,Der hat es aber eilig", murmelte ich und lief schnell die Treppen hoch.
Seine Männer waren auch nicht mehr hier.
Ich lief rechts in den Flur rein und erkannte dort die zwei Männer, die an einer Tür standen.
,,Dude, mach nichts Falsches", hörte ich von Alex.
Ich griff schon nach hinten zu meiner Waffe. Dann zog ich sie raus und entsicherte sie.
Sofort drehten sich die Männer zu uns um und zückte ihre Waffen raus.
,,Ist er da drin!?", fragte ich sie. Sie antworteten nicht, sondern richteten die Waffen auf mich und Alex.
Meine Männer, die mitgekommen waren zeigten mit dem Lauf der Pistole auf sie.
Genervt seufzte ich auf. Dann hob ich blitzschnell die Hand und schlug dem Einen die Waffe weg, während Alex sich um den anderen kümmerte.
Ich verpasste ihm einen Kinnhaken. Mit der Pistole schlug ich ihm auf den Hinterkopf.
Den Rest überließ ich meinen Männern und lief auf die Tür zu.
Mit einem Mal trat ich dagegen. Sie gab nach und öffnete sich.
Ich streckte die Pistole aus und lief in das Zimmer.
Und da lag sie.
Unter ihm. Während er versuchte, eine Spritze in ihr Arm zu stecken.
Meine ganze Wut kam auf.
,,Finger weg von ihr!", brüllte ich.
Als er uns sah stoppte er und hob seine Augenbraue.
Wütend lief ich auf ihn zu und zog ihn aus dem Bett. Sein Hemd war offen.
Ich packte ihn am Kragen. Mir einem Mal schubste ich ihn nach hinten.
Dann fiel mein Blick auf ihr Gesicht.
Veweint, panisch und ängstlich lag sie da. Und das versetzte mir ein Stich ins Herz.
Doch jetzt rappelte sie sich auf.
Und Im nächsten Moment stand sie eilig und panisch vom Bett auf, rannte auf mich zu und warf ihre Hände um mich.
Ich hörte sie schluchzen.
Ich schluckte.
Langsam legte ich meine Hand auf ihr Rücken.
Doch sogleich entfernte ich mich von ihr, als ich Schüsse hörte.
Ich sah zu Alex, der immer wieder auf den Mistkerl einschlug.
,,Alex, kümmer du dich um sie. Bring sie hier raus! Es wird gleich unschön!"
Schnell nickte er mir zu.
Dann griff er nach Sydney und zog sie eilig aus dem Zimmer.
Ich packte den Mistkerl und zog ihn auf die Beine.
,,Du bist Tod, Matteo", drohte er mir und spuckte dann den Speichel auf den Boden.
Ich schubste ihn auf das Bett.
,,Eher bist du das", sagte ich und lief aus dem Zimmer.
Ich drehte mich um, richtete die Pistole auf ihn und drückte dann ab. Die Kugel traf ihn an der Brust.
Seine Augen weiteten sich und seine Hand wanderte langsam zu seiner Brust.
Ich lief in den Flur, wo meine Männer auf mich warteten.
Von unten waren Schüsse zu hören.
Ich blickte runter.
Wahrscheinlich waren seine Männer reingekommen. Ein riesen Durcheinander herrschte unten.
Schnell lief ich die Treppen runter.
Vor mir fiel jemand um.
Ich richtete die Pistole auf jemanden, der auf mich zugerannt kam.
Mit einer Kugel warf ich ihn zu Boden und verließ das Casino.
Draußen sah ich, wie mein Bruder gerade jemand ordentlich schlug.
Sobald er mich sah stand er auf und kam auf mich zu.
,,Du kannst später was erleben!" sagte er sauer.
Ich lief auf den Van zu und sprang schnell rein.
Alex hatte das Mädchen schon reingebracht. Sie saß schluchzend in der Ecke mit dem Jackett von Alex um die Schulter.
Die Tür wurde zugemacht und in der nächsten Sekunde fuhren wir los.
Ich fuhr mir durch die Haare und seufzte.
,,Sydney"
Kein Ton.
,,Schau mich an.
Wieder nichts.
Alex zeigte mir, dass ich sie jetzt in Ruhe lassen sollte.
Naja, verständlich auch.
Sie wurde wegen mir beinahe vergewaltigt.
Diego sah mich inmernoch finster an.
Ich wusste jetzt schon, dass ich mit Konsequenzen von meinem Vater rechen musste.
Nachdenklich sah ich zu Sydney, die stumm aus dem Fenster sah.
Ihre Augen schlossen sich ab und zu.
Sie war eindeutig müde.
Irgendwann während der langen Fahrt schlief sie ein.
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Gib mir deine Seele
ChickLitFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...
