Sydney:
Mit aufgerissenen Augen sah ich dem Psycho zu, wie er das Armband rauswarf.
Dann blickte er mich mit einem höhnischen Grinsen an.
,,Denkt ihr ich bin dumm?"
Ich schluckte.
Meine Augen bildeten Tränen.
Das Armband war meine einzige Hoffnung gewesen, dass ich wieder aus seinen Händen freikam.
Jetzt war es weg.
Woher hatte er es gewusst?
Sein ekelhafter Blick klebte an mir.
,,Ich bekomme alles was ich will. Und niemand kann mir das wegnehmen, was mir gehört!" Gegen Ende wurde er lauter und sein Blick wurde bedrohlicher.
Er hob seine Hand und kam damit in meine Richtung.
Ich drückte mich fest in den Sitz obwohl das nichts bringen würde.
Seine Hand legte er auf meinem Oberschenkel ab.
Ich spannte mich an.
Ich hatte Angst.
Wie gebannt starrte ich auf seine Hand ohne etwas tun zu können.
,,Und du gehörst jetzt auch mir.", drang seine Stimme zu mir.
Ich schloss die Augen und presste meine Lippen aufeinander, damit kein Ton rauskam. Trotz geschlossener Augen füllten sie sich rasch mit Tränen.
Ich wollte hier raus.
Matteo.
Er sollte mich so schnell wie möglich hier raus holen.
Er hatte es mir versprochen.
Ich öffnete erst meine Augen, als er seine dreckige Hand wieder wegnahm. Ich mied es aber, in sein Gesicht zu schauen.
Ich wollte ihn nicht sehen.
Eine Träne rollte über meine Wange.
Ich wusste nicht, wie lange ich schon hier saß. Mein Blick war starr nach unten gerichtet und ich verlor ab und zu eine Träne.
Doch jetzt hob ich mein Blick, als ich eine rasche Bewegung neben mir wahrnahm.
Ganz plötzlich drückte mir der Mann neben mir etwas auf meine Nase.
Panisch riss ich die Augen auf und versuchte sein Griff loszuwerden. Ich versuchte ein Ton rauszubringen.
Doch in der nächsten Sekunde verließ mich die Kraft und mir wurde schwer vor Augen. Ich fiel in einen Schlaf.
●●●
Ich wachte erst eine undefinierbare Zeit später auf.
Langsam öffnete ich die Augen und blickte ein wenig umher.
Aprubt richtete ich mich schließlich auf.
Fremd sah ich mich im Raum um, in dem ich mich befand.
Es befand sich gar nichts hier. Keine Möbel und auch kein Fenster.
Nur ein schwaches Licht der Glühbirne beleuchtete undeutlich das Zimmer.
Mein Blick fiel auf die Tür direkt vor mir.
Und schon hatte ich das Gefühl, dass der Raum zu eng für mich war und mir die Luft aus den Lungen raubte.
Ich stand sofort auf, um an die Tür zu gelangen.
Doch etwas an meinem Bein hielt mich auf.
Ich sah runter zu meinem Fußgelenk.
Schockiert riss ich die Augen auf.
Eine Kette!
Ich war an einer Kette gefesselt!
Panisch griff ich danach und versuchte es loszuwerden.
Es klappte nicht.
Ich sah zur Tür.
Dann wieder zu meinem Fuß.
Mein Atem wurde immer unregelmäßiger.
Dann fing ich an zu schreien.
,,Hilfe!", rief ich.
,,Ich muss hier raus!"
Wie verrückt rüttelte ich an meinem Fuß, um die Kette loszuwerden.
Ich schnappte tief nach Luft.
,,Lasst mich raus!", schrie ich hektisch.
In dem Moment wurde die Tür geöffnet und ein Gorilla trat rein.
Er hatte seine Augenbrauen zusammengezogen und sah mich genervt an.
,,Schrei nicht!", fuhr er mich an.
Für einen Moment vergaß ich meine Angst und die Kette an meinem Fußgelenk und öffnete meine Klappe.
,,Du schreist gerade selber!", gab ich zurück.
Jetzt verdüsterte sich seine Miene noch mehr.
Er konnte jedoch nicht nochmal was sagen, denn jetzt kam noch jemand in den Raum.
Jemand dem ich gerne die Fresse polieren wollte.
Fernando.
Als er mich sah bildete sich ein siegessicheres Grinsen auf seinen Lippen.
Sofort versteifte ich mich, als er auf mich zukam.
Er kniete sich zu mir hin. Ich rutschte ein wenig nach hinten und spürte die kalte Wand direkt hinter mir.
Ich versuchte meine Angst nicht anmerken zu lassen. Stattdessen sah ich ihn mit einem feindseligen, emotionslosen Blick an.
,,Du bist also aufgewacht", sagte er und fuhr meinen Körper auf und ab.
Er hob seine Hand und legte sie schließlich auf meinem Oberschenkel ab.
Sofort zog ich mein Bein weg.
Er sah mir in die Augen. Dann packte er mich plötzlich an meinen Haaren und kam mir näher.
,,Ich mach das was ich will mit dir. Du hast da nichts zu sagen!", drohte er mir dicht am Ohr.
Ich fing an zu wimmern und schloss die Augen.
Er legte seine Hand auf meine Wange, was mich dazu brachte, noch mehr Tränen zu verlieren.
Dann endlich entfernte er sich von mir.
,,Macht ein Bad bereit. Sie soll duschen. So kann ich sie nicht gebrauchen.", hörte ich ihn sagen.
Ich hatte das Gefühl, dass mein Atem stehen blieb. Ich wusste ganz genau, was er von mir wollte.
Ich fing an zu schluchzen.
Ich wollte weg von hier.
Aber wie sollte das gehen?
Ich wusste nicht einmal wo ich mich befand.
Ein Mann kam auf mich zu und öffnete den Schloss der Kette an meinem Fußgelenk.
Dann packte er mich unsanft am Arm und zog mich aus dem Raum, ohne dass ich noch vollkommen auf den Beinen stand.
Er führte mich einige Türen weiter eine Treppe nach oben und zog mich in ein Zimmer.
,,Mach dich fertig!", meinte er unsanft und schloss die Tür hinter sich.
Ich blickte mich im Zimmer um. Es war klein. Und es gab hier nichts als ein Stuhl und ein Tisch und ein kleines Bett auf dem Kleidung lag.
Dann fiel mir die Tür auf, die leicht offen stand.
Ich sah rein. Es war ein Bad. Sehr schlicht und nicht besonders groß.
Langsam ließ ich mich auf dem Stuhl nieder.
Ich würde jetzt ganz sicher nicht duschen gehen, nur um mich für den Psychopath fertig zu machen.
Ich griff nach der roten Kleidung auf dem Bett und hielt es hoch.
Meine Augen weiteten sich. Es war ein kurzes Kleid. Ich war mir sicher, dass es nur knapp meinen Hintern bedecken würde. Und es war eng, das sah man auch.
Sofort schmiss ich das Zeug wieder auf das Bett.
Das zog ich ganz sicher nicht an!
Ich war doch keine Nutte, die sich schick machte für ein Bastard, der sich dann an mir befriedigen sollte!
Vor Wut füllten sich meine Augen erneut.
Und dann kam mir wieder jemand in den Sinn.
Matteo.
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Gib mir deine Seele
ChickLitFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...
