Fast schon gleichzeitig fielen die 6 Männer durch die Schüsse um. Da es schallgefämpfte Pistolen waren konnten wir ruhig davon ausgehen, dass es sonst niemand mitbekommen hatte.
Sofort liefen wir auf das Gebäude zu.
Ohne zu überlegen stoß ich die Stahltür auf.
Dann liefen wir schon rein.
Doch direkt dort trafen wir auf weitere Männer, die hier rumstanden.
Sobald sie uns entdeckten rissen sie die Waffe hoch. Auch wir zögerten nicht.
Unendliche Schüsse waren zu hören. Nacheinander fielen die Männer um.
,,Matteo!", rief mein Bruder plötzlich meinen Namen und zeitgleich wurde ich zu Boden gerissen.
Schnell rappelte ich mich wieder auf und sah zu meinem Bruder, der gerade einem Mann die Kehle durchschnitt. Ich wäre wohl von hinten angegriffen worden.
Dankend nickte ich Diego zu.
Dann sah ich meine Männer an.
,,Wir müssen schnell weiter.", forderte mich Diego auf.
Ich nickte und eilig liefen wir in den nächsten Gang, wo uns Fernandos Männer entgegenkamen. Sie hatten wohl die Schüsse gehört.
Schnell schoss ich einem direkt auf das Herz. Diesmal waren es viele im Gegensatz zu uns. Aber mit sowas würden wir schon durchkommen.
Ich sah, wie einer meiner Männer zu Boden sackte.
,,Shit!", fluchte plötzlich Diego neben mir.
Ich drehte mich zu ihm. Als ich sah, dass er nach hinten blickte folgte ich seinem Blick.
Aus dem anderen Gang kamen jetzt ebenfalls reichlich Männer, die uns von hinten den Weg versperrten.
Ich spannte meine Kiefer an.
,,Keiner wird hier heil rauskommen!", rief plötzlich einer der Männer.
Ohne zu zögern riss ich die Waffe hoch und schoss nach unter auf die Männer. Ein riesen Chaos, in dem etliche Männer zu Boden fielen.
Ich zog Diego eilig in den Gang links von mir.
,,Wir vergeuden Zeit!", zischte ich über die Schüsse hinweg.
Diego fuhr sich durch das Gesicht.
,,Das musstest du ja wohl auch denken können, oder?"
,,Was denn?"
,,Na, dass sowas passieren könnte."
Ich antwortete nichts darauf.
Natürlich hatte ich von Anfang an daran gedacht, dass so etwas passieren könnte. Aber es machte mich verrückt, dass wir hier mit den Männern klarkommen mussten und dadurch Zeit verloren, um Sydney zu retten.
,,Geh du", ertönte es plötzlich von Diego.
Verdutzt sah ich ihn an. ,,Was?"
,,Ja, geh du. Geh und finde das Mädchen. Ich werde schon mit den Männern klar Kommen. Dann sind wir schneller hier."
Ich nickte schnell und legte dann meine Hand auf seine Schulter.
,,Wir treffen uns draußen."
Er nickte mir zu.
Dann lief ich schnell den Gang weiter, während Diego wieder mitten in die Schüsse fiel.
Ganz hinten im Gang rannte ich nach rechts weiter.
Bis jetzt war ich auf keine Männer zugestoßen.
Planlos rannte ich weiter, ohne zu wissen, wohin ich eigentlich musste.
Als ich in den nächsten Gang gehen wollte hörte ich plötzlich Stimmen. Schnell blieb ich hinter der Wand stehen.
,,Ich hoffe sie kommen da nicht raus!", Fernando. Das war Fernandos Stimme.
,,Boss, Sie können sich sicher sein, dass da niemand heil rauskommen wird. Es sind genug Männer dort.", ertönte eine zweite Stimme.
,,Schick trotzdem genug Männer nach unten. Sie wird da nicht rauskommen."
Sie?
Sydney? Er meinte ganz sicher sie. Also war sie unten.
Die Gespräche verstummten. Ich hörte Schritte in meine Richtung kommen.
Eilig machte ich auf der Stelle kehrt und verschwand in dem Gang davor.
Dort wartete ich darauf, dass der Mann an mir vorbei lief. Es könnte natürlich auch sehr gut sein, dass es Fernando war. Aber die Wahrscheinlichkeit war gering.
Im nächsten Augenblick sah ich, wie der Mann mit schnellen Schritten an mir vorbeijoggte.
Ich lugte rasch in den Gang. Dann lief ich ihm die wenigen Schritte hinterher und drückte die Klinge an sein Hals. Er blieb stehen.
Bevor er sich noch wehren konnte, drehte ich ihn zu mir und verpasste ihm eine Faust. Dann packte ich ihn am Kragen und zog in in den Gang.
Ich förderte ihn an die Wand und schlug in seine Magengrube.
,,Wo geht es runter?", fragte ich ihn.
Er antwortete nicht.
Ich packte ihn noch fester.
,,Ich hab dich was gefragt!", zischte ich.
Als er sein Mund nicht öffnete zog ich das andere Messer heraus. Mit der Spitze bohre ich langsam in sein Hals.
,,Sprichst du, oder willst du qualvoll sterben!"
,,Okay", keuchte er schmerzerfüllt.
,,Der nächste Gang links, die Treppen runter."
Ich sah ihn an. Dann täschelte ich seine Wange. ,,Sehr gut. Jetzt kannst du gehen."
Ich ließ ihn los. Er taumelte ein wenig.
Dann sah er mich an und hielt dabei die verletzte Stelle am Hals zu.
,,Na los. Geh schon", forderte ich ihn auf.
Kurz sah er mich an.
Dann drehte er sich um und lief eilig davon.
Kopfschüttelnd sah ich ihm nach.
Ich platzierte das Messer in meiner Hand.
,,Dachtest du wirklich, dass ich dich gehen lasse.", murmelte ich und grinste höhnisch.
Dann schleuderte ich das Messer geradewegs auf sein Rücken zu.
Es traf ihn an der Wirbelsäule und warf ihn mit einem Mal zu Boden.
Ich lief rasch weiter, den Weg entlang, den mir der Hohlkopf vorher vorgegeben hatte.
Und tatsächlich traf ich auf eine Treppe zu.
Eilig aber vorsichtig und leise lief ich die Stufen runter.
Doch direkt traf ich auf ein Mann.
Bevor er etwas machen konnte riss ich meine Waffe hoch und traf ihn am Schädel.
Gegenüber von mir erkannte ich eine Tür.
War sie vielleicht da?
Ich lief über die Leiche hinweg auf die Tür zu.
Sie war abgeschlossen.
Genervt und ungeduldig rüttelte ich an der Klinke.
Dann lief ich ein wenig zurück und trat dagegen.
Naja, eine Stahltür würde wohl kaum so aufgehen.
Schnell drehte ich mich zu der Leiche um. Vielleicht war bei ihm irgendwo der Schlüssel.
Ich steckte meine Pistole ein.
Dann kniete ich mich zu dem Mann und durchwühlte ihn.
Nach gefühlten zwei Stunden wurde ich tatsächlich fündig.
Doch plötzlich spürte ich etwas an meinem Hinterkopf.
Ich hob die Augenbrauen und tat nichts.
Vom Augenwinkel erkannte ich die Schuhe der Person.
,,Du kommst da nicht rein. Du wirst sterben", hörte ich ihn sagen.
Ich lachte kurz auf.
Unauffällig zog ich dabei das Messer der Leiche hervor, das ich an seinem Gurt ausgemacht hatte.
Mit einem Mal führte ich meine Hand nach hinten und stach dem Mann in den Fuß.
Ein schmerzerfüllter Laut kam aus seinem Mund.
Ich nutzte die Gelegenheit und stand schnell auf.
Mit einem Mal drehte ich sein Arm um und schlug ihm die Waffe aus der Hand.
Dann zog ich mein Messer hervor und legte es ihm an die Kehle. Euckartig zog ich es durch.
Ein erstickter Laut ertönte von ihm. Dann fiel er um.
Schnell nahm ich den Schlüssel und öffnete die Tür.
Was ich aber sah verwunderte mich noch mehr.
Es waren nochmal Treppen.
Ohne zu zögern lief ich auch diese runter.
Ich hab dich bald, Sydney.
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Gib mir deine Seele
ChickLitFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...
