Matteo:
Mit angespanntem Körper sah ich Sydney nach, wie sie sich langsam dem Mistkerl näherte.
Dann blickte ich zu meiner Schwester, die genauso langsam zu uns kam.
Diego gesellte sich zu mir.
Noch einmal sah ich zu Sydney.
Dann sah ihn wieder zu Elena, die jetzt die letzten Schritte auf uns zurannte.
Sobald sie uns erreicht hatte warf sie sich an unsere Brust und schlang blitzschnell ihre Arme um uns.
Schnell legte ich meine Hand an ihr Hinterkopf und drückte sie fest an mich. Sie schluchzte.
,,Ich danke dir, Suarez! Schön dass du dein Wort hältst!", rief mir Fernando zu.
Ich ballte meine Hand zur Faust.
Diego legte eine Hand auf meine Schulter.
Elena entfernte sich ein wenig von mir. Mein Bruder nahm ihr Gesicht in die Hände und wischte ihre Tränen weg.
,,Hat er dir was gemacht?", fragte er sie.
Als wäre ich jetzt was eingefallen riss sie ihre Augen auf und drehte sich um, Richtung Fernando. Dann sah sie wieder uns an.
,,Sie darf da nicht hin! Der Typ ist ein Psychopath! Er ist krank!", rief sie hysterisch.
Mein Blick verfinsterte sich.
Ich packte ihr Arm und legte meine Hand auf ihre Wange.
,,Was hat er dir getan!"
Sie schluckte und sah zu Boden. Ihre Augen wurden nass.
,,Hat er dich angefasst!", brüllte ich beinahe.
Elena nickte undeutlich mit dem Kopf.
Mein Blick huschte zu Diego, der energisch über sein Gesicht fuhr.
Dann zog er Elena an sich.
Ich drehte mich zu Alex um.
,,Setz sich gleich an den Laptop und verfolg sie."
Er nickte mir eilig zu und verschwand im Van.
Ich spannte meine Kiefer an, als ich sah wie der Bastard schon verschwand.
Elena löste sich blitzschnell aus Diegos Armen und drehte sich um.
Hektisch blickte sie mich an.
,,Matteo, hol sie zurück. Warum schickst du sie dahin?"
Ich fuhr mir durch die Haare.
,,Wir haben alles geplant, Elena. Beruhig dich."
,,Wie jetzt?", wollte sie von mir wissen.
Ich sah sie an.
,,Wir mussten sie ihm übergeben, damit er dich freilässt. Wir haben aber nicht vor, ihm das Mädchen zu überlassen. Wir werden sie gleich wieder holen."
Ich lief auf den Van zu, wo Alex konzentriert am Laptop saß.
,,Ist alles in Ordnung?", fragte ich ihn und setzte mich zu ihm.
Er nickte.
,,Bis jetzt gibt es keine Probleme."
Diego brachte Elena in den Van und reichte ihr eine Wasserflasche.
,,Wie bist du überhaupt in seine Hände geraten?", wollte ich von ihr wissen.
Sie biss sich auf die Lippe und versuchte ihre Tränen zurückzuhalten.
,,Ich war dabei, ein paar Kleidungsstücke anzusehen. Und dann hab ich Schreie gehört. Ich... Ich weiß nicht genau was passiert ist. Ich stand unter Schock als ich Laute Schüsse gehört hab und..."
Sie zitterte und atmete ein.
,,Und dann hat mich jemand von hinten ergriffen und die zwei Männer die mit mir waren wurden umgebracht. Mehr weiß ich nicht.", sagte sie und wischte über ihre Wange.
,,Und was genau hat er dir angetan?", fragte sie Diego mit zusammengebissenen Zähnen.
Sie sah weg. ,,Ich will darüber nicht reden.", nuschelte sie und ihre Wangen wurden wieder nass.
Diego seufzte. ,,Bist du wenigstens noch Jungfrau?"
Meine Schwester sah schockiert zu meinem Bruder.
,,Diego!", rief sie empört.
Diego verzog keine Miene. ,,Das ist eine ernste Frage, Elena."
Meine Schwester nickte schließlich. ,,So weit ist er nicht gegangen."
,,Was ist da los?", kam es plötzlich von Alex. Sofort drehte ich mich zu ihm.
Er hatte die Strin gerunzelt und blickte auf den Bildschirm.
,,Was ist?", fragte ich ihn.
Er zeigte auf den roten Punkt auf dem Bildschrim.
Der Punkt zeigte eine freie Fläche an.
,,Es war schon komisch genug, warum sie mitten im Feld angezeigt werden und noch komischer ist, dass sich der Punkt nicht mehr bewegt."
Ich zog meine Stirn kraus und drehte das Laptop ein wenig zu mir.
Zwischen dem Punkt und uns lagen 2.6 Kilometer.
,,Wir fahren hin", sagte ich.
,,Bist du dir sicher?", fragte mich mein Bruder.
,,Ja, bin ich. Irgendwas stimmt nicht."
Sofort befahl Diego den Männern einzusteigen und in der nächsten Minute fuhren wir schon los.
,,Was ist denn los?", fragte Elena. Sie erhielt aber keine Antwort, da ich vertieft in das Bildschirm war und Diego gerade mit Salvador telefonierte, der im anderen Van saß.
,,Boss, soll ich hier anhalten?", fragte mich der Fahrer.
Ich sah auf und blickte dann nochmal den roten Punkt an.
,,Ja", sagte ich schließlich.
Sofort hielten wir an. Gleich darauf sprangen wir alle aus dem Van.
,,Du bleibst hier", sagte Diego zu Elena.
,,Und du bleibst mit ihr", sagte ich zu Marc, einem meiner Männer.
Er nickte mir zu.
Ich lief zu Alex rüber.
,,Der Punkt liegt mitten im Feld.", meinte er nachdenklich. Ich ahnte schon was aber ich hatte Angst, es auszusprechen.
,,Wir laufen dahin", sprach ich mein Satz aus.
Dann liefen wir los.
Alex dirigierte uns.
Wir betraten das Feld.
Auf Alex' Wegweisung blieben wir dann schließlich stehen.
Ich sah auf den Boden.
Bevor ich jedoch noch was erblicken und handeln konnte griff Salvador urplötzlich nach etwas und hielt es mir rüber.
Angespannt sah ich das Armband an.
Dann nahm ich es ihm ab.
Der Chip war noch dran.
,,Mist!", fluchte ich.
,,Wie hat er das gewusst!?", rief jetzt Alex.
Das Armband hatte ich Sydney gegeben und einen kleinen Chip dran befestigt. Es war unmöglich, dass man es sehen konnte. Es sollte dazu dienen, dass wir sahen wohin sie gebracht wurde, um sie dann aus Fernandos Händen zu retten. Und jetzt lag es einfach hier rum.
,,Er hat es wohl aus dem Fenster geworfen.", bestätigte Diego.
Ich fuhr mir energisch durch das Gesicht.
Dann brüllte ich auf und schmiss das Ding auf den Boden.
,,Wie hat er das gewusst!", brüllte ich.
Aprubt fiel mir was ein.
,,Isak!", rief ich. Sofort eilte er zu mir.
,,Ja, Boss?"
,,Wer war alles dabei, als wir den Plan durchgegangen sind? Wer weiß davon Bescheid, dass der Chip im Armband versteckt war!?", wurde ich zum Ende hin immer lauter.
,,Ich will alle zur Rede stellen!"
,,Ich kümmere mich darum, Boss", meinte Isak und entfernte sich.
,,Der Bastard hat also einen seiner Männer zwischen uns geschmuggelt." Diego knirschte mit den Zähnen.
,,Ich bin mir sicher, dass es einer von den Neuen ist.", äußerte ich.
Sydney.
Wer weiß mit was für Hoffnungen sie in sein Auto gestiegen war. Und wer weiß was für eine Panik sie jetzt hatte. Wir hatten sie nämlich komplett verloren. Wir wussten nicht, wo sie jetzt gerade war und wohin sie gebracht wurde.
Ich schrie frustriert auf.
,,Wenn ihr was passiert.." Ich ließ mein Satz unvollständig und lief davon.
Wird Matteo Sydney finden?
Ich hoffe das Buch gefällt euch.
Voten und kommentieren nicht vergessen.
Hab euch lieb.
DU LIEST GERADE
Gib mir deine Seele
Genç Kız EdebiyatıFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...
