Nach dem Gespräch mit Matteo hatte er mich aus dem Zimmer gelassen.
Gleich darauf hatte mir Elena Schlafsachen von ihr gegeben und mir mein Zimmer gezeigt.
Ich war sofort eingeschlafen als ich mich hingelegt hatte.
Am nächsten Tag weckten mich die Sonnenstrahlen auf die auf meiner Haut brannten.
Völlig verschlafen öffnete ich leicht meine Augen.
Aprubt ging auf einmal die Tür auf.
Vor Schreck rappelte ich mich auf.
,,Guten Morgen!", flötete eine gut gelaunte Elena und setzte sich an das Bett.
,,Tut mir leid falls ich dich aufgeweckt habe. Aber du wirst jetzt sofort aufstehen, denn wir haben zu tun.
Also beeil dich. Ich bin in meinem Zimmer. Ach, und das Bad ist die zweite Tür links von dir. Oder die dritte Tür rechts. Da ist auch ein Bad."
Dann ging sie genauso gut gelaunt wieder raus.
Das war auch mal eine gute Auswechlsung, jemanden so fröhlich zu sehen.
Ich stand auf und beeilte mich um Elena nicht warten zu lassen. Sie hatte ja gesagt, dass wir etwas zu tun hätten.
Sobald ich mit allem fertig war klopfte ich in ihr Zimmer.
Sie öffnete die Tür. Als sie mich sah blickte sie mich mit einem dein ernst Blick an.
,,Du musst nicht anklopfen. Du kannst einfach rein kommen", meinte sie.
,,Also, wir werden jetzt erst frühstücken. Und dann gehen wir raus."
Ich sah sie verwirrt an.
,,Raus? Wohin denn?"
,,Einkaufen. Du brauchst doch Sachen. Und Matteo hat mir gestern noch gesagt, dass ich mit dir den Einkauf erledigen soll. Also darfst du dich jetzt nicht widersetzen.", sagte sie als wir die Treppen runterliefen.
Sie ging Richtung Wohnzimmer, doch ich blieb kurz davor stehen.
Fragend blickte sie mich an.
Als sie meinen unsicheren Blick sah lächelte sie.
,,Keine Sorge. Mein Vater ist nicht da."
Erleichtert über die Tatasache ging ich ihr hinterher.
Am Esstisch saßen schon Matteos Mutter, Olivia hieß sie doch. Dann hatte noch Diego am Tisch Platz genommen.
,,Ach, guten Morgen ihr zwei. Sydney, konntest du gut ausschlafen? War es bequem?", fragte mich Olivia lächelnd.
,,Es war sehr gemütlich. Danke für alles", sagte ich ehrlich.
Sie schüttelte den Kopf.
,,Bedank dich nicht bei mir. Ich hab nichts gemacht. Bedank dich bei Matteo. Außerdem ist es doch selbstverständlich. Aber jetzt kommt. Setzt euch."
Elena deutete mir den Stuhl und setzte sich dann neben mich hin.
Diego nickte mir zu was ich erwiederte.
Wo war Matteo?
Die Frage wollte ich jetzt ungern am Tisch fragen, deshalb sagte ich nichts.
,,Also, ich muss jetzt gehen. Guten Appetit euch.", entgegnete Diego und stand vom Stuhl auf. Dann umarmte er seine Mutter und drückte Elena ein Kuss auf den Haarscheitel.
Er zwinkerte mir zu ehe er den Raum verließ.
,,Mamá, wir werden nach dem Essen einkaufen gehen", sagte Elena zu ihrer Mutter.
Sie sah glücklich zu ihr. ,,Geht ruhig. Brauchst du Geld oder so?"
,,Nein nein. Ich hab selber. Außerdem hat Matteo seine Kreditkarte gegeben", meinte sie noch.
Das nannte man doch Geschwisterliebe.
Ich war mir sicher dass das ein schönes Gefühl war.
Nach dem Frühstück verabschiedete sich Elena von ihrer Mutter.
Auch ich verabschiedete mich.
Dann liefen wir gemeinsam aus der Villa.
Wir liefen auf ein Auto zu.
Direkt wurde mir die Tür geöffnet als ich einsteigen wollte.
Wir beide nahmen hinten Platz.
Und vorne stiegen dann zwei Securities ein.
,,Bringst du uns zum Einkaufszentrum, Jacob?", bat Elena.
Sofort nickte der Fahrer.
,,Sofort Señorita", sagte er was Elena ein leichtes Lachen entlockte.
Als wir schließlich nach mehreren Minuten Fahrt ankamen wurde uns die Tür geöffnet und wir stiegen aus.
Ich erkannte ein Wagen das hinter uns angehalten hatte aus dem jetzt 5 schwarzgekleidete Männer ausstiegen und sich hinstellten.
Ich sah verdutzt zu Elena.
,,Kommen die jetzt alle mit?", fragte ich völlig verblüfft. Das war ja total unangenehm.
Doch Elena sah genauso verdutzt aus.
Sie lief auf einen der Männer hin.
,,Was macht ihr hier?"
,,Wir haben vom Boss den Befehl, Sie zu begleiten, Madame", sagte dieser.
,,Drei hätten doch gereicht. Ihr seid gerade zu siebt", meinte sie verärgert.
,,Tut uns Leid.", meinte der Mann bloß.
Elena drehte sich seufzend zu mir um und verdrehte die Augen.
,,Komm einfach", sagte sie dann zu mir und begleitete mich zum Einkaufszentrum.
,,Werden uns jetzt wirklich 7 Männer begleiten?", fragte ich sie leise.
Sie nickte.
,,Ist das nicht unangenehm?"
,,Ich werde andauernd begleitet wenn ich wohin gehe. Aber glaub mir, sieben Männer auf einmal ist mir gerade auch zu viel. Aber egal. Wir konzentrieren uns jetzt auf den Einkauf. Sag du mir mal was für Kleidungen du am liebsten anziehst."
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,,Elena, lass das einfach. Das ist zu teuer", bat ich sie.
Ich fühlte mich gerade sowieso schlecht genug dass ich mit Matteos Geld einkaufte. Auch wenn es nicht meine Idee gewesen war.
,,Das ist doch egal wie teuer das ist. Matteo hat ja nicht gesagt wie viel Geld wir benutzen dürfen. Du solltest dich wirklich heilig schätzen. Die Kreditkarte hat er mir wegen dir gegeben.", sagte sie grinsend.
,,Wegen mir?", fragte ich verdutzt.
Sie nickte. ,,Dein Einkauf auf seine Kosten.", grinste sie.
Ich seufzte verzweifelt auf.
,,Wir brauchen das aber nicht. Wir haben schon genug eingekauft", versuchte ich.
Elena verdeutlichte ein Nein mit den Augenbrauen.
Dann weiteten sich plötzlich ihre Augen.
,,Ich hab das ja völlig vergessen", sagte sie plötzlich.
,,Was denn?", fragte ich ahnungslos.
Sie legte das Shirt in ihrer Hand hin und zog mich aus dem Laden.
Die 7 Männer folgten uns.
,,So, wir brauchen ein Kleid für dich", meinte sie schließlich als sie mich in den anderen Laden gezogen hatte.
Das waren keine normalen alltäglichen Kleider sondern festliche.
Stirnrunzelnd sah ich Elena an.
,,Wofür brauch ich denn jetzt sowas?"
,,Für Matteos Geburtstag.", sagte sie.
,,Matteos Geburtstag? Wann hat er denn Geburtstag?"
,,Morgen. Gegen Abend wird eine kleine Feier unter der Verwandschaft stattfinden.", sagte Elena während sie konzentriert nach einem Kleid suchte.
,,Und warum brauch ich jetzt ein Kleid?", fragte ich sie.
Elena drehte sie zu mir und sah mich Verdutzt an.
,,Vielleicht damit du auch hübsch erscheinst dort."
,,Ich? Warum sollte ich denn auf die Feier gehen?", fragte ich.
Ich war weder eine Verwandte noch hatte ich eine andere Bedeutung in der Familie.
Elena schüttelte ungläubig den Kopf.
,,Du kannst manchmal wirklich plemplem sein, kann das sein?", äußerte sie und wandte sich wieder den Kleidern zu.
Seufzend beobachtete ich sie dabei.
Sie nahm schließlich ein kurzes Kleid in die Hand das eine beige Farbe hatte und die obere Hälfte hatte einen glänzenden Effekt.
Es sah schön aus aber es war höchstwahrscheinlich sehr teuer.
,,Zieh das an. Da ist die Umkleide", meinte sie.
Seufzend nahm ich es ihr ab.
Als ich es anzog betrachtete ich mich im Spiegel.
Es war wirklich schön.
Es war schulterfrei und bis kurz über meine Knie.
Nicht dass es selbstverliebt klang, aber das Kleid stand mir.
Ich trat aus der Kabine.
Direkt blickte mich Elena an.
,,Oha, das ist ja perfekt", quieckte sie.
Sie sah zu einem der drei Securities die mit uns in den Laden gekommen waren.
,,Findest du nicht auch, Jacob?", fragte sie ihn.
Er nickte verwundert und machte ein Daumen nach oben.
,,Gut, Zieh dich um. Wir kaufen es."
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Gib mir deine Seele
ChickLitFlucht für ein besseres Leben? Ohne Eltern, die einen erniedrigen? Das ist Sydneys Ziel. Ein freies, sorgloses, elternloses Leben. Nur deswegen entscheidet sie sich sogar, ihre zwei besten Freunde loszulassen und ihre kleine Schwester zu verlassen. ...
