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Sydney:

Woher hatte ich jetzt bitte den Mut gehabt mit seinem Vater so zu reden?
Jetzt würde er mich wahrscheinlich sowieso umbringen.
Elena kam mir nach, als ich das Wohnzimmer betrat.
,,Ich fasse es nicht, Sydney. Wie kannst du mir nicht sagen dass du schon Matteos Freundin bist!", beschwerte sie sich.

Ich drehte mich zu ihr um.
,,Ich wusste es ja selber nicht mal!", sprach ich aus.
Irritiert runzelte sie die Stirn.
,,Wie jetzt? Du wusstest nicht dass du seine Freundin bist? Wie geht das?"

In dem Moment betrat Matteo das Wohnzimmer.
Er kam auf uns zu.
Ungläubig sah ich ihn an.
,,Ich kann mich nicht daran erinnern, dir ja gesagt zu haben als du mich danach gefragt hast ob ich deine Freundin sein will", sagte ich vorwürfig.
Matteos Mundwinkel zuckten nach oben.
,,Du hast aber auch nicht nein gesagt. Also hab ich dir das Entscheiden einfacher gemacht.", meinte er.

Fassungslos schüttelte ich den Kopf.
,,Du bist un-"
,,Unwiderstehlich, charmant, gut aussehend. Ja ich weiß, aber das ist ja jetzt nicht unser Thema", unterbrach er mich.
Elena musste sie ein lachen verkneifen doch ich sah Matteo finster an.
,,Ich akzeptiere dich nicht als Freund", sagte ich schließlich.
Matteo sah mich Verdutzt an.
,,Wenn du meine Freundin bist bin ich jetzt auch dein Freund. Ist doch wohl logisch."
,,Ich hab aber nicht zugestimmt!", äußerte ich.

Er hob eine Augenbraue.
,,Du hast also nicht zugestimmt... Gut."
Er packte mich plötzlich an der Hüfte und drückte seine Lippen auf meine.
Fordernd küsste er mich und legte seine andere Hand an meine Wange.
Ohne zu überlegen bewegte ich meine Lippen zu seinen und fuhr mit meiner Hand seinen Arm herauf.
Er fuhr mit seiner Zunge über meine Lippe und löste sich dann langsam von mir.

Mit großen Augen sah ich ihn an.
,,Du hast den Kuss entgegen genommen. Jetzt musst du es akzeptieren.", raunte er mir zu.
Ich schluckte.
,,Dann frag mich nochmal danach", flüsterte ich.
Matteo schmunzelte.
,,Also gut. Sydney, willst du meine Freundin sein?"
Ich sah ihm tief in die Augen.
Dann nickte ich schließlich.
,,Ja", hauchte ich.
Siegessicher grinste er mich an.

Elena fing an zu klatschen.
,,Das ist ja mega süß!", rief sie und lachte.
Ich löste mich aus Matteos Griff.
Drei Jungs kamen ins Wohnzimmer.
Hinter ihnen erschien Alex und Diego.
Alex stellte sich neben mich.
,,Jaja, wir hätte denn gedacht dass ihr soweit kommen werdet", grinste er.
,,Alec, hör auf!", beschwerte sich Elena, als einer der Jungs ihr durchs Haar wuschelte.

,,Hey, ich bin Marc. Matteos Couseng.", stellte sich mir einer vor.
Ich schüttelte seine Hand.
,,Und ich bin Alec", meinte der andere und schüttelte ebenfalls meine Hand während er mich schief angrinste.
,,Übertreib es nicht", entgegnete der dritte Typ und schob ihn zur Seite.
,,Ich bin Tyler", meinte er.
,,Freut mich", entgegnete ich lächelnd.
Die sahen alles zugegeben wirklich gut aus.
Das lag wahrscheinlich an den Genen der Familie.

,,Die kleine ist wirklich hübsch", flüsterte Alec zu Matteo, aber ich bekam es auch mit.
Matteo sah ihn drohend an. ,,Ich warne dich schon mal vor. Finger weg von ihr."
Alec machte eine Grimasse. ,,Ich wollte ja nur Komplimente machen, sorry", meinte er beleidigt.
Belustigt schüttelte ich den Kopf.

,,Auf was wartet ihr? Kommt. Wir sind ja nicht umsonst hier. Lasst uns saufen", flötete Marc und lief voraus in den Garten.

Ich sah hoch zu Matteo.
,,Ich glaube dein Vater wird mich umbringen.", flüsterte ich mit großen Augen.
,,Wie kommst du darauf?", fragte er mich.
,,Ich war vorhin nicht unbedingt nett.", sagte ich langsam.
Matteo lachte.
,,Du kannst mir glauben, dass du dich wirklich sehr höflich ausgedrückt hast."
,,Das glaube ich nicht. Er kommt gerade auf uns zu.", flüsterte ich panisch als ich sein Vater erblickte, der jetzt das Wohnzimmer betrat.

Matteo beugte sich zu mir runter.
,,Dann gebe ich dir noch einen letzten Kuss", scherzte er und drückte mir einen flüchtigen Kuss auf meine Wange.
Fassungslos sah ich ihn an.
In dem Moment kam sein Vater vor uns zum Stehen.
Er sah mich mit ernster Miene an.
,,Kann ich kurz mit dir reden, Sydney?", fragte er mich.

Leicht panisch sah ich hoch zu Matteo.
Er versuchte sich ein Grinsen zu verstecken.
Danke auch dass er sich gerade über meine Lage lustig machte.
,,Klar", sagte ich zögernd zu seinem Vater.
Er nickte und deutete mir dann, dass ich ihm folgen sollte.

Ich sah noch mal zu Matteo, der mir zuzwinkerte.
Dann lief ich zögernd ihm hinterher.
Sobald wir in der Eingangshalle standen blieb er stehen und verschränkte seine Arme hinter dem Rücken.
,,Ich glaube ich habe dich sehr falsch eingeschätzt, Sydney.", fing er an.
,,Ich hätte höflicher zu dir sein sollen. Und wenn Matteo dich als seine Freundin gewählt hat, dann bin ich mir sicher dass er das zurecht getan hat.", sagte er.

Verwundert blickte ich ihn an.
,,Ich werde dich nur um eine Sache bitten", meinte er.
,,Ich höre.", sagte ich abwartend.
,,Behandle ihn gut. Ich bin mir sicher du wirst eine gute Freundin."
,,Seien Sie sich sicher dass ich ihn sehr liebe und ihn nicht verletzen würde", sagte ich selbstsicher.
Er lächelte leicht.
,,Gut gut. Ich würde mich allerdings freuen wenn du dass Sie und Ihnen weglassen würdest", meinte er.
Zögernd nickte ich.
,,Dann, du bist hier herzlich willkommen.", sagte er und ging dann mit einem letzten Lächeln weg.

Verwirrt stand ich an der selben Stelle.
Erst hieß es dass er mich nicht sehen will und jetzt auf einmal hieß es, dass ich ihn nicht siezen soll.
,,Ach, du lebst ja noch", hörte ich Matteos Stimme neben mir.
,,Wie witzig", murrte ich.
Er lachte kurz.
,,Und, was hat er gesagt?"
,,Er hat sich kurzgesagt entschuldigt", meinte ich und fuhr mir durch die Haare.

Er legte seine Hände an meine Wange.
,,Was anders hätte ich nicht erwartet. Du bist einfach zu wundervoll", meinte er und drückte mir ein Kuss auf die Stirn.
Ich merkte wie mir eine große Last von den Schultern gefallen war.

Wir liefen wieder in den Garten.
Die Sonne schien auf einmal viel schöner und der Himmel wirkte viel heller.
Und jeder hier hatte ein Lächeln und dem Gesicht, was diesen Tag viel schöner machte.

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