Kapitel 189 - In Ketten

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Triggerwarnung: Gewalt 
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Ich nahm unter Hochspannung ein paar Tüten Gummibärchen und holte noch Kakashis  Teigtaschen. Nejis Eis müssten wir schon haben und laut meiner Beobachtung stand Shikamaru auf Chips, auch diese hatten wir schon im Einkaufswagen. "Dann müssten wir alles haben." Murmelte ich leise und watschelte zu den beiden zurück. Sie standen immer noch an Ort und Stelle, hatten beide die Augen geschlossen und sammelten sich. 
"Können wir?" 
Beide nickten und öffneten ihre Augen. 
"Nur noch mit Rock." Murmelte Kakashi und schob den Wagen zur Kasse. 
Diesmal bezahlte Sasuke. Er ließ sich nicht davon abhalten und drohte künftig nicht mehr zu kochen, wenn Kakashi keine Ruhe gibt. 

Voll gepackt klopfte Kakashi mit dem Fuß an die Haustür, woraufhin Neji schnell öffnete und uns was abnahm. Shikamaru kam ebenfalls angeschlürft und nahm wortlos den Rest meiner Tüten ab. 
Ich setzte mich erschöpft an den Tisch und atmete tief durch, ich beschloss mich nicht mehr von meinen körperlichen Verlangen einnehmen zu lassen und die Contenance zu bewahren.
Hände legten sich auf meine Schultern und fingen an sie zu massieren. 
Ich lehnte mich genüsslich nach hinten gegen Neji. 
"War es so anstrengend?" 
"Mhm." Murmelte ich leise.
Ich schielte zur Küche, die anderen drei räumten die Tüten brav aus. 
Nejis Hände massierten genau richtig, nicht zu viel, nicht zu wenig, er grinste auf mich herab, seine Haare fielen ihm leicht über seine Schultern, ich spürte wieder wie mein Verlangen stieg und schloss kurz meine Augen um durchzuatmen. 
"Kakashi hat vorgeschlagen, heute essen zu gehen." Versuchte ich mich abzulenken. 
"Voll Bock drauf." Freute er sich.
 "Worauf hast du Bock?" Hörte ich Kakashi. 
"Essen gehen." 
Ich schielte zu den beiden hoch und sah wie Kakashi ihm die Gesichtscreme reichte. 
"Oh geil! Danke!" 
Er schien sich tatsächlich richtig darüber zu freuen. 
"Hat Ciri für dich raus gesucht." 
Neji grinste auf mich herab und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. 
"Ich habe was von essen gehen gehört?" Kam Shikamaru zu uns. 
Kakashi nickte. "Hast du einen Vorschlag wohin?" 
"Keine Ahnung ich muss nur wissen was ich anziehen muss." Zuckte er mit den Schultern. 
"Stell dich mal auf Hemd ein." Sagte Neji und massierte mich brav weiter. 
"Ernsthaft?"
"Mhm. Kakashi geht eher schick essen."
"Liegt daran, dass sich meine Frau dann in ein Kleid schmeißt." Er grinste zu mir runter, ich spürte wie meine Wangen eine andere Farbe annahmen. 
"Dann muss ich mal heim und mir was vernünftiges zum anziehen besorgen." Überlegte Shikamaru. 
"Du kannst was von mir haben." Sagte Neji. 
"Ne, passt mir eigentlich ganz gut, ich muss auch mal nach meinen Eltern schauen. Ich weiß gar nicht mehr wie sie aussehen." 
"Dann treffen wir uns heute Abend vor dem Restaurant?" Fragte Kakashi.
Sasuke trat auch in unseren Kreise ein. 
"Ich schließe mich dir an Shikamaru. Vor welchen Restaurant?"
Die vier überlegten hin und her während ich mich auf Nejis Hände konzentrierte. 
Irgendwann waren sie sich einig und Shikamaru und Sasuke verabschiedeten sich fürs erste.

Ich streckte mich gähnend, lief in die Küche und holte mir eine Tafel Schokolade raus. 
Kakashi ging zum Briefkasten, normalerweise haben wir nicht viel Post und mussten nur alle paar Tage mal rein schauen und selbst dann war er meistens leer. 
Diesmal schien was drin gewesen zu sein. Er hielt mir grinsend einen Brief hin. 
Er war von Aiko. Ich quiekte euphorisch auf und riss den Umschlag eilig auf und fing an zu lesen.
Sie schrieb wie es ihr ging, wie sie die Hochzeit fand und auch wie schade sie es fand, dass wir uns danach nicht nochmal gesehen haben. 
Ich freute mich den ersten Brief meine kleinen Brieffreundin in den Händen zu halten und las ihn gleich dreimal durch, schnappte mir Papier und wollte ihr direkt antworten. 
Es klopfte.
Neji eilte zur Tür. 
"Hey Yamato." begrüßte er ihn.
"Hallo Neji, ist Kakashi da?" 
"Bin da!" 
"Tsunade hat mich gebeten dich zu holen, die Herrschaften aus dem Lager sind grade bei ihr und sie hätte gerne dich oder Shikamaru dabei."
"Ich habe es schon fast geahnt, dass das noch kommt. Ich komme gleich mit."
Kakashi kam zu mir und drückte mir einen kurzen Kuss auf. "Bin gleich wieder da." 
"Kein stress." grinste ich ihn an und widmete mich wieder meinem Brief. 
Kakashi verschwand und Neji warf einen neugierigen Blick über meine Schulter zum Brief.
"EY! Privatsphäre!" Schimpfte ich und verdeckte meine Zeilen.
"Tschuldigung." Murmelte er leise. 
"Schon gut, darfst lesen." grinste ich ihn an. 
"Schreib du mal, ich springe mal eben unter die Dusche." 
"Okay."  
Neji flitzte in sein Bad. 
Ich hörte noch indirekt wie die Dusche angestellt wurde und es wieder klopfte. 
Irritiert legte ich meinen Stift auf die Seite und ging zur Tür. 

Ich öffnete sie und zuckte kurz zusammen. 
"Was wollt ihr hier?" fragte ich Kane. 
Ich sah noch wie er irgendwelche Fingerzeichen formte und ich in eine Art Paralyse verfiel. 
"Mach schnell Shin, bevor einer ihrer Typen wieder hier aufschlägt." Sagte Kane. 
Shin nahm mich hoch und sie huschten mit mir davon. 
Ich war nicht in der Lage zu sprechen, konnte nicht mal einen Finger bewegen, bekam aber alles um mich herum mit. 
Ich schloss meine Augen und wollte in mein innerstes gehen. Es klappte nicht. Meine Augen konnte ich zwar schließen aber ich kam nicht in meinem Raum an. 
Mein Herzschlag beschleunigte sich und Übelkeit stieg in mir auf. 
Sie huschten mit mir aus dem Dorf, durch den Wald. Ich konnte nicht einschätzen wie lange wir unterwegs waren, ich bemerkte nur irgendwann, dass die Sonne sich langsam senkte, als wir
 in einer Art verlassenen Lagerhalle ankamen, die absolut baufällig war. Das Dach hatte Löcher, es wurden provisorische Metallstreben angebracht, die manche Pfosten zusätzlich stützten, es roch modrig und nach Schimmel, kein Ort an dem ich mich lange aufhalten wollen würde, auch
ringsherum gab es nicht viel, ein paar verlassene und auch eingestürzten Häuser. Es sah nicht direkt nach einem Dorf aus, eher an erinnerte es an ein Arbeiterdorf, welches irgendwann einfach zurück gelassen wurde. 
"Gen, hol schnell die Ketten! Ich weiß nicht wie lange ich das Jutsu noch aufrecht erhalten kann!" Hört ich Kane und schielte zu ihm rüber. Wenn er nur einen Moment der Schwäche zeigen würde, könnte ich die Chance nutzen und mit klein Sasuke alles in Schutt und Asche legen und damit meinte ich nicht nur die Lagerhalle. 
Dieser Gen rannte in eine Ecke und holte unfassbar schwer aussende Metallketten raus. 
Was haben die vor? Ich meine ich bin kein Cuck Norris und ich wüsste nicht woher die drei was von meinen Kräften wissen sollten, somit machte es alles absolut keinen Sinn für mich. 
"Bring sie hierrüber Shin!" rief Gen. Er lief mit mir zu ihm zu einer Art Vorrichtung aus Holz, die einem Kreuz ähnelte. 
"Hätten wir gar nicht so groß bauen müsse, sie ist wirklich zart." Murmelte Gen, als Shin mich an diese Vorrichtung stellte, beziehungsweise hielt er mich so daran, wie sie es vorgesehen hatten. Gen fing an meine Arme fest zu ketten, meinen Bauch und auch meine Beine. Ich stand da wie ein Aufrechter Seestern und schielte an mir herunter.  
"Geht klar Kane." Sagte Shin und ich spürte, wie wieder Gefühl in meinem Körper zurück kam und wie schwer diese Ketten eigentlich waren und mich nach unten zogen.
 Ich schloss eilige meine Augen, es passierte nichts. Ich konzentrierte mich fester. Nichts.
"Spar dir die Mühe Ciri." 
Ich öffnete schlagartig wieder meine Augen und starrte in Kanes Gesicht. 
 Aus dem Augenwinkel sah ich, dass die Ketten lila leuchteten, was mich aber nicht davon abbrachte Kane weiter anzufunkeln.
"Was wird das hier?" fauchte ich ihn an. 
"Du wirst uns viel Geld einbringen, meine Kleine." grinste er mich breit an. 
"Nenn mich nicht Kleine!" 
"Hm, dann lieber Schlabbermaus? Oder mein Herz oder Prinzessin?" 
Ich spuckte ihm ins Gesicht, woraufhin er mir eine feste Ohrfeige verpasste, ich zog scharf die Luft ein und spürte augenblicklich ein Pochen in meiner Wange. 
Ich schloss nochmal meine Augen. Nichts. Verdammt.
"Versuch es ruhig weiter, es wird nichts bringen!" Sagte Kane nochmal, diesmal nicht mehr grinsend. 
Wieder öffnete ich meine Augen und funkelte ihn an. 
"Schade, dass es so mit uns beiden enden muss." 
"Es hat niemals angefangen Kane!" 
"Weißt du, eine Zeitlang, war ich fast dabei mich in dich zu verlieben, bis du diesen Itachi kennen gelernt hast....." 
"Woher...."
Ich bekam nochmal eine Ohrfeige und spürte, wie etwas warmes an meiner Wange herunter lief. 
"LASS MICH AUSREDEN SCHLAMPE!"
Kane atmete kurz durch. "Wie dem auch sei, du hast diesen Itachi kennen gelernt und wir haben uns nie wieder gesehen, bis jetzt. Wir hätten was gutes zusammen haben können....oder auch nicht aber der Sex war nicht schlecht." Überlegte er. 
"Für dich vielleicht." 
Eine erneute Ohrfeige traf mich, mir blieb kurz die Luft weg. 
"Kane, du musst sie nicht verprügeln." Hörte ich Gen. 
"WAS HAST DU MIR SCHON ZU SAGEN? DAS MISTSTÜCK HAT MIR MIT IHRE FAUST IN MEIN GESICHT GERAMMT, DA WERDEN EIN PAAR OHRFEIGEN SIE NICHT UMBRINGEN!" 
"Ich mache das hier aber nicht um Frauen zu verprügeln Kane!" 
"IST MIR SCHEIß EGAL WAS DU DARÜBER DENKST, WENN SIE DIESE BESCHISSENEN KETTEN NICHT UMHÄTTE, HÄTTE SIE DICH OHNE MIT DER WIMPER ZU ZUCKEN KALT GEMACHT!"
Das stimmte. Woher wusste er das? Oder besser, was wusste er überhaupt und was haben diese Ketten damit zu tun? 
"Misch dich da nicht ein Gen, sowas ist nie gut." Shin legte ihm eine Hand auf die Schulter und führte ihn weg.
Kane wandte sich wieder mir zu. 
"Gut, dass die einzige Voraussetzung war, dich Lebend zu übergeben und nicht unversehrt." Sagte er trocken, nahm mein Kinn in seine Hand und betrachtete mein Gesicht. 
"Was wird das Kane?" Fragte ich in ruhiger, in der Hoffnung etwas mehr aus ihm heraus zu bekommen, wenn ich ihm zu kreuze krieche. 
"Hm, wie ich schon sagte, du wirst uns viel Geld einbringen."
"Inwiefern?" 
Er schaute mich etwas verwirrt an. "Weißt du denn nicht, dass eine Art Kopfgeld auf dich ausgesetzt ist?" 
Das überraschte mich wirklich. 
"Ähm."
"Du hast keine Ahnung? Interessant."
"Von wem?" 
Er schlug mir wieder ins Gesicht. Ich keuchte erschrocken auf und spuckte hustend etwas Blut aus. 
"SEI NICHT SO NEUGIERIG!" 
Er nahm mein Kinn wieder in seine Hand und kam näher. "Wenn du deine Beine für mich so gespreizt hättest, wie für deine Möchtegern Lover, hätte ich dich jetzt besser behandelt. Erst recht dieser... wie hieß er noch.... Neji?" Er fing an zu lachen. 
Ich verpasste ihm eine Kopfnuss, spürte im nächsten Moment wie mir wieder Blut über mein Gesicht lief. Kane lief taumelnd rückwärts und fiel auf seinen Hintern. 
"Wage es dich nicht nochmal seinen Namen in den Mund zu nehmen." Fauchte ich. 
Ungläubig berührte er mit zwei Fingern seine Stirn und betrachtete sie, verrieb das Blut zwischen seinen Fingern. "Elendige Hure..." Murmelte er, stand auf, kam wieder zu mir und boxte mir, oberhalb der Kette, in den Magen. 
Erschrocken keuchte ich wieder auf, Schwindel nahm mich ein, ich kämpfte dagegen an, mich zu übergeben und Ohnmächtig zu werden.
"Miststück." Murmelte er nochmal und ließ mich allein. 
Ich versuchte mit aller Macht mein Herz zu beruhigen und meinen Schwindel zu überwinden. 
Erneut schloss ich meine Augen und versuchte in mein innerstes zu gelangen. Es klappte nicht. 
Mir wurde bewusst, was für eine Gabe mein grünes Chakra wirklich wahr, oder überhaupt was da alles in mir schlummerte... ohne das Ganze war ich nichts, eine kleine Frau die höchstens ein paar Kopfnüsse verteilen konnte und selbst jetzt die Kopfschmerzen des Todes hatte. 

Nach ein paar Minuten war ich soweit, dass ich sicher war nicht in Ohnmacht zu fallen und schielte vorsichtig zu den Ketten an meinen Armen. Ich rüttelte daran, zog und schob, um irgendwie eine Möglichkeit zu finden, mich heraus zu winden, es war nichts zu machen. 
Ich wendete mich meinen Beinen zu, keine Chance. 
Das Gewicht der Ketten drückte sich in meine Arme und fing bereits an zu schmerzen.
Immer wieder versuchte ich in mein innerstes zu kehren, es gelang mir nie, sobald ich die Augen schloss und mich konzentrierte, türmte sich eine Wand vor mir auf, die mich nicht vorbei ließ, dennoch versuchte ich es weiter, bis ich irgendwann erschöpft einnickte. 













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