Vorbereitungen zum Krieg

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Nein ich habe euch nicht extra warten lassen. *Unschuldig pfeifen*

Vorbereitungen zum Krieg

Harry starrte immer noch auf die ihm hingestreckten Hände. Das durfte doch nicht wahr sein.
Vorsichtig nahm er Dimitrius’ linkes Handgelenk und sah es an.
„Ich darf nicht unverschämt sein.“
Ihm war absolut klar, wer dafür verantwortlich war.
„Wie hat sie das gemacht?“
„Blutfeder“, war die mehrstimmige Antwort.
Harry wurde blass. Er konnte sich gerade noch einen Sessel herbeiwünschen, ehe er nach hinten weg kippte. Ungläubig blickte er seine Kammeraden an.
„Blutfeder? Diese Dinger gehören zu den unverzeihlichen Artefakten. Sie werden sogar für genau so gefährlich wie der Crucio gehalten.“
Dimitrius nickte nur. Auch die anderen Schüler hatten sich inzwischen gesetzt. Unter ihnen waren auch Fred und George, wobei nur George einen Satz auf seinem Handgelenk hatte. „Ich muss meine Lehrerin respektieren.“
Bei jedem stand was anderes, aber jeder Satz sah gleich schmerzhaft aus.
„Bei mir hat sie es auch versucht.“
Erschrocken sah sich Harry um. Neben ihm auf der Sessellehne hatte es sich Luna bequem gemacht.
„Wie bitte?“
„Letzten Montag. Sie hat gehört, wie ich über Nargel gesprochen habe, und hat sich fürchterlich darüber aufgeregt. Als sie mich dann nachsitzen lassen wollte, ist Toby eingeschritten.“
Nun hatte das Mädchen die gesamte Aufmerksamkeit. Jeder sah sie fragend an.
„Bevor sie mich noch ‚abführen’ konnte, kam der Kleine aus meinen Haaren und hat sie attackiert. Allerdings so, dass die pinke Gefahr nicht merkte, dass er bei mir wohnt.“
„In was hat er sich verwandelt?“
Luna grinste ihren Bruder an und kraulte ihn hinter den Ohren.
„In einen Zentauren.“
Das rief brüllendes Gelächter hervor.
„Oh Mann, das erklärt, warum sie Firenze immer aus dem Weg geht.“
Fred hielt nun allerdings nichts mehr auf seinen Sessel, er sprang regelrecht zu dem blonden Mädchen und fing an, ihre Haare zu streicheln.
„Danke, Toby, du hast dich gerade zu meinem persönlichen Helden gemacht! Lass dieses Miststück bloß nicht in die Nähe von Luna.“
Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und auch die anderen waren mehr als nur amüsiert.
„Was?“
„Nichts, Fred, wir freuen uns nur für euch.“
„Noch gibt es da nicht viel zu freuen, ich bin immer noch in der Werbephase.“
Luna lehnte ihren Kopf an den Zwilling.
„Die hast du gerade erfolgreich abgeschlossen.“
Das brachte ihr einen verdatterten Blick ein.
„Mensch, Siam, wer sich für Luna interessiert, muss auch alle ihre Freunde akzeptieren. Und ein kleiner Tipp: du solltest sie auch bei ihrer Suche nach Wesen unterstützen.“
„Du meinst Wesen, deren Existenz noch nicht bewiesen ist.“
„Genau.“
„Mit dem größten Vergnügen“, damit zog er Luna von Harrys Sessellehne und setzte sich, mit ihr auf dem Schoß, wieder hin.

Nun wurde Harry allerdings wieder ernst.
„Leon, hast du deiner Frau das da gezeigt.“
„Nein, damit hätte ich nur Umbridge eine Freude gemacht. Sag, was du willst, aber ich bin mir sicher, sie hatte vor, Aurora dadurch los zu werden. Und die Freue mach ich ihr sicher nicht.“
„Verständlich. Aber wir müssen etwas dagegen tun, es kann nicht sein, dass diese Frau ungestraft Schüler foltert. Stellt euch nur mal vor, es trifft jemanden aus den unteren Jahrgangsstufen.“
„Und was willst du dagegen tun?“
„Dobby! Winky!“
Mit einem PLOPP erschienen die beiden Elfen.
„Hallo, geht’s euch super?“
„Hallo, Sänger, nein, leider geht es uns nicht super.“
Sofort waren die beiden Hauselfen alarmiert.
„Was ist passiert?“
Harry zeigte nur auf seine Schulkollegen.
Niemand musste den beiden sagen, um was es sich bei den Verletzungen handelte. Hauselfen hatten ein Gespür für solche Dinge.
Was dann aber geschah, ließ einigen Schülern die Haare zu Berge stehen. Dobby und Winky gingen wieder in den Angriffsmodus.
Vor allem die „Bohrer-Ohren“ riefen fast schon Panik hervor.
„Beruhigt euch wieder, die beiden sind nur sauer auf eine gewisse Lehrerin.“
„Wie kann man Kindern so etwas antuen? Winky ist empört. Winky wird nicht zulassen, dass noch ein Kind unter dieser Frau leiden muss.“
„Genau das habe ich gehofft. Winky, kannst du den Kinderschutz auf alle Schüler ausbreiten? Natürlich mit Ausnahme von Umbridges Brigade.“
„Ich kann jeden Schüler schützen, der noch nicht volljährig ist, bei den siebzehnjährigen geht das nicht. Sie zählen streng genommen nicht mehr als Kinder.“
„Also gibt es keine Möglichkeit, diese zu schützen?“
Nun mischte sich Dobby ein.
„Doch die gibt es, aber dafür brauchen wir die Erlaubnis der Schüler, sie beschützen zu dürfen.“
Harry sah seine Kammeraden auffordernd an.
Die überschlugen sich regelrecht damit, den Elfen die Erlaubnis zu geben. George hatte allerdings einen kleinen Einwand.
„Was ist mit denen, die nicht hier sind? Die können euch ja schlecht die Erlaubnis geben.“
Harry dachte einen Moment nach, ehe ihm die Idee kam.
„Luna, könntest du bitte eine Nachricht an die anderen schreiben, allerdings nur an die über siebzehn. Sag ihnen genau, was wir wollen und warum. Wenn sie ihr Einverständnis geben, sollen sie, hm... ihre Schlafanzüge morgen gefaltet auf die Kopfkissen legen. Dann fällt niemanden etwas auf.“
„Gut, mach ich.“
Und schon machte sich Luna an die Arbeit. Gut, dass sie entscheiden konnten, wer eine Nachricht bekam und wer nicht. Es wäre für die jüngeren sicher nicht gut gewesen, wenn sie wüssten, dass sie Angst vor Folter haben müssten.
„Gut, dann würde ich euch nur noch bitten, auf eure Klassenkammeraden aufzupassen, die nicht in der DA sind. Nicht dass einer von ihnen in die Fänger der pinken Gefahr gerät.“
Winky hatte in der Zwischenzeit den Kinderschutz aktiviert. Dazu hatte sie allerdings sämtliche weibliche Elfen im Schloss um Mithilfe gebeten. Allein wäre das zu viel gewesen.
„Alles erledigt, die kommt an kein Kind mehr heran.“
„Danke, Winky.“
„Ich bin auch fertig. Jetzt müssen Dobby und die anderen nur noch auf die Antwort morgen warten.“
Harry lächelte grimmig.
„Die Frau wird sich noch wundern.“

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