Wollt ihr eine Lesenacht/lesetag heute? Und Guys? Wo sind eure witzigen kommis hin?
Waffentraining und das restliche Schuljahr
Wieder mal stand die ganze HA im Raum der Wünsche und schlug mit Waffen auf unechte Gegner ein. Das wurde immer anstrengender, als es am Anfang geklungen hatte. Kein Wunder, mittlerweile wehrten sich die Dinger. Zwar noch nicht viel, aber es reichte um gehörig ins Schwitzen zu kommen.
Dazu kamen noch die zusätzlichen Stunden in Verteidigung und die HA-Treffen. Das alles war mehr als anstrengend. Vor allem da Sirius und Remus die Klassen ganz schön scheuchten.
Niemand hatte mehr die Energie sich zu beschweren. Vor allem nicht die Schüler, die körperlich nicht so fit waren. Da war die HA eindeutig im Vorteil, aber nicht so viel wie sie dachten.
Kurz unterbrach Harry. Er hatte seinen Gegner zweigeteilt. Nun lagen überall Sägespäne herum, das fand sein Pate wohl lustig. Denn er hatte sich den Raum gewünscht.
„Schon am Ende, Kitten?“
Verzweifelt sah Harry zu seinem Mann.
„Was heißt hier ‚schon’? Es ist ja nicht so, dass ich sonst nichts tun würde. Du vergisst, dass wir auch noch für die Schule lernen müssen. Und ihr Lehrer seid mit Hausaufgaben nicht gerade sparsam.“
Severus strich seinem Mann eine Strähne aus dem verschwitzen Gesicht.
„Nein, das wissen wir durchaus. Aber ihr habt bald Prüfungen. Und das Ministerium wird es euch gerade dieses Jahr nicht leicht machen. Deswegen müsst ihr mehr können als die normalen ZAG-Jahrgänge.“
„Du meinst, weil Krieg herrscht und die uns vorbereiten wollen?“
„Ha, das glaubst du doch selbst nicht. Nein, der Minister will euch nur ärgern. Genau wie den siebten Jahrgang. Fudge ist immer noch sauer, weil er in letzter Zeit so viele Minuspunkte gemacht hat.“
„Daran ist er doch selber Schuld.“
„Politiker waren noch nie gut darin Fehler einzusehen.“
„Und was bringt es ihm, wenn er extra schwere Prüfungen gibt? Will er zeigen, wie dumm wir sind?“
Severus schüttelte den Kopf.
„Nein, er will zeigen, wie unfähig die Lehrer sind.“
Jetzt verstand Harry. Das viele Training schlug ihm wirklich aufs Gehirn.
„Also Sirius?“
„Ganz genau. Wenn die Schüler schlechte Leistungen in dem Fach bringen, hat er einen Grund für den Rauswurf der beiden zu plädieren. Und das wollen wir natürlich alle verhindern. Da wir uns aber sicher sind, dass der Minister keine halben Sachen macht, müsst ihr dieses Jahr eben doppelt so viel lernen.“
Harry seufzte. Er sah sich im Raum um. Überall sah er Schüler kämpfen. Die aus den ersten beiden Jahrgängen hatte alle Holzstäbe. Echte Waffen wären noch zu gefährlich.
„Ich bin froh, wenn dieses Jahr vorbei ist.“
Severus nickte.
„Kann ich verstehen. Nur noch ein paar Monate, dann hast du es geschafft. Das nächste Jahr wird leichter.“
„Das sagen alle Lehrer.“
Gerade wollte Harry sich wieder seinem „Gegner“ widmen, als ihm etwas auffiel.
„Sag mal. Warum hat Hermine eigentlich einen Fächer?“ Natürlich war es kein normaler Fächer, er war mit scharfen Klingen versehen. Ein Schnitt, und der Gegner steckte in gewaltigen Schwierigkeiten.
Severus hob fragend die Braue.
„Weil sie darin gut ist.“
„Ja, aber haben diese Waffe im alten Asien nicht hauptsächlich Kurtisanen benutzt?“
Severus musste bei dem Gesichtsausdruck seines Mannes lachen. Allein die Vorstellung, jemand könnte Hermine als Kurtisane ansehen, schien dem gar nicht zu gefallen.
„Nur bei den Muggeln. Bei den Zauberern ist es eine sehr beliebte Waffe für Frauen. Viele Familien lassen ihre Töchter auch extra darin ausbilden. Dabei sollen sie vor allem auf den Hals zielen.“
Harry wusste nicht, ob er diese Vorstellung lecker oder ekelhaft finden sollte.
„Das gibt eine ziemliche Schweinerei, wenn Mine das wirklich mal anwenden muss.“
„Stimmt, aber es ist die sicherste Methode einen Gegner kampfunfähig zu machen. Beliebt sind auch noch Dolche.“
Severus zeigte auf Luna und Mimmy. Die beiden waren die Einzigen, die bereits mit echten Gegnern kämpfen. In dem Fall gegeneinander.
Sie hatten aber auch beide schon von klein auf Training.
Harry sah den beiden Mädchen beeindruckt zu.
„Wow, das sieht fast aus, als würden sie tanzen.“
„Die beiden haben wirklich Ahnung von dem, was sie tun. Eines ist sicher. So zierlich sie auch sind, es sind ernst zu nehmende Kämpferinnen.“
„Irgendwie gefällt mir der Gedanke, dass Xeno seiner Tochter Unterricht erteilt hat.“
Der Tränkemeister sah seinen Mann überrascht an.
„Er hat sie selber unterrichtet?“
Der Vampirkater nickte eifrig.
„Glaubst du, er hätte seinen kleinen Stern einem Fremden anvertraut?“
Dem konnte der Lehrer nur zustimmen.
Danach widmete sich Harry wieder dem Training. Auch wenn ihm nach jeder Einheit Muskeln weh taten, von denen er keine Ahnung hatte, dass es sie gab.
Außerdem musste er am Wochenende noch zwei Aufsätze schreiben und für Verwandlung einen Kelch in einen Vogel verwandeln. Dummerweise hatte sein gezauberter Vogel ständig Durst. Das musste er noch hinbekommen.
