Ein Doppelgeburtstag

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Ein Doppelgeburtstag

Als Harry und Severus Nachhause kamen war die Aufregung natürlich groß. Jeder wollte den neuen Mitbewohner kennenlernen. Selbst einige Tiere aus dem Wald kamen heraus. Das war aber nur natürlich, ein Rohrfuchs lockte eben viele Geschöpfe an.
„Bevor hier die große Begrüßung beginnt, lasst mich den Kleinen erst mal heilen. Ihr seht ja wie es um ihn steht." Damit versuchte Harry sich über den Tumult gehör zu verschaffen. Und es gelang. Alle setzten sich brav und warteten.
Harry nahm Shiba und setzte ihn sich auf seinen Schoß, dann ließ er seine heilende Magie in ihn fliesen. Es dauerte nicht lange und der Kleine sah um vieles besser aus als noch vor einer Stunde.
Sein Fell glänzte und seine Augen strahlten.
„Fühlst du dich besser?" Wollte der Vampirkater wissen.
Der Rohrfuchs drehte sich einmal in der Luft und schlang sich dann wieder um Harrys Hals. Er berührte auch mir der Schnauze Harrys Lippen.
„Hey, hier küsst ihn nur einer und das bin ich", meldete Severus gleich seinen Protest an.
Harry kicherte.
„Jetzt sag nicht, dass du eifersüchtig auf eines unserer Tiere bist?"
Severus verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich wollte nur die Tatsachen klar stellen."
Harry prustete los und auch die übrigen Tiere schienen sehr erheitert zu sein.
Dann durften auch alle anderen den kleinen Shiba kennenlernen.
Frosch versuchte ihn zu einem Hüpfspiel zu überreden. Zähnchen verglich ihre buschigen Schwänze miteinander.
Igel kam mit einer Nacktschnecke an. Die der Fuchs sogar fraß.
Yuki war sofort im Kuschelmodus.
Und die beiden Vögel luden Shiba ein sich ihr Ei anzusehen.
Auch die Hauselfen und Sänger schlossen Freundschaft mit dem Kleinen.
Zum Abschluss gingen Severus und sein Mann noch in den Wald um den Neuzugang vorzustellen.
„Der erobert genau so schnell Herzen wie du." Stellte Severus fest.
Harry streichelte den Rohrfuchs über das Köpfchen.
„Er ist eben was ganz Besonderes. Und er scheint sich auch wohl zu fühlen."
Severus nickte.
Am Abend machte der Kleine Anstalten mit ihnen ins Schlafzimmer zu kommen aber das wollte Severus unter keinen Umständen zulassen.
„Vergiss es gleich wieder. Wenn ich jedem Tier erlauben würde bei uns zu schlafen hätten es sich auch schon einige Thestrale bei uns gemütlich gemacht. Ich habe dein Bambusrohr in den Wintergarten gelegt. Du kannst mit den anderen da schlafen."
Shiba sah ihn etwas beleidigt an. Aber Harry beruhigte ihn.
„Du kannst morgen wieder bei uns sein, aber ein bisschen Zeit brauchen Sev und ich auch für uns."
Das schien den Kleinen zu besänftigen. Und so trollte er sich in den Wintergarten.

Die nächsten Tage verliefen fast alle gleich. Severus und Harry beschäftigten sich ausgiebig mit den Tieren, brauten oder lasen. Natürlich hatten sie auch genug Zeit für Zweisamkeiten die Harry ganz besonders auskostete. Vor allem die geliebten Bäder. Aber langsam wurde er ungeduldig, er wollte endlich mehr. Und er würde es auch bald einfordern. Der Grünäugige hatte sich sogar in die Küche gestellt und seine Drohung wahr gemacht. Zum Abendessen präsentiere er seinem Mann wirklich Artischocken. Severus schmeckten sie sogar. Allerdings war der Gute der Meinung, dass er die Dinger nicht brauchen würde um in Stimmung zu kommen. Nicht wenn es um seinen verführerischen Kater ging. Das hörte der Vampirkater natürlich gerne.
Kurz vor seinem Geburtstag bekam er dann eine Einladung von Xeno auf dessen Pferdegestüt. Der Mann schlug vor, Harrys und den Geburtstag von Neville bei ihm zu verbringen. Harry war damit einverstanden und auch sein Schulkamerad stimmte zu.
Nun mussten sie nur noch ein Geschenk für Neville besorgen.
Severus brauchte auch noch eines für seinen Mann, mal abgesehen von Büchern. Aber das war zum Glück gerade fertig geworden.

An seinem Geburtstag wurde Harry, auf die gleiche Weise geweckt wie er es vor einigen Tagen bei seinem Mann gemacht hatte.
Zum Glück wachte Harry früher auf so konnte er mehr von der Behandlung genießen. Mit einem lauten Aufschrei ergoss er sich in den Mund seines Gefährten. Der zog ihn danach auch gleich in einen zärtlichen Kuss.
„Guten Morgen, mein Vampir. Alles Gute zum Geburtstag."
Harry seufze zufrieden.
„Danke. Sag mal, kann es sein, dass mein Verhalten ansteckend wirkt?"
Severus lächelte dunkel.
„Allerdings. Ich muss schon sagen, es hat was seinen Geliebten so zu wecken."
„Ich bin dein Geliebter?" Flüsterte Harry.
„Mein Geliebter, mein Mann, mein Kitten und noch vieles mehr."
„Das ist schön. Ich habe so unglaubliches Glück mit dir, weißt du das?"
Severus nahm die Hand seines Mannes und drückte einen Kuss auf die Innenfläche.
„So geht es mir umgekehrt auch. Willst du?"
Severus legte seinen Kopf zu Seite und zeigte Harry seinen appetitlichen Hals.
„Wie könnte ich da wiederstehen?"
Sofort kletterte Harry auf seinen Mann. Die Zähne des Vampirkaters verlängerten sich und er leckte sich vorfreudig über die Lippen.
Severus wurde schon bei dem Anblick wieder heiß.
Dann beugte sich sein Mann zu ihm und nach einem führsorglichen lecken über die Haut biss er zu.
Die verzückten Geräusche die er beim Trinken machte fuhren Severus direkt in die Lenden. Er legte seine Arme besitzergreifend um seinen Kleinen und stöhnte. Sein Unterleib stieß dabei immer wieder nach oben.
Als Harry fertig war sah er lächelnd zu seinem Gatten runter.
„Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet du zu den Personen gehörst, die von einem Biss so angeturnt werden."
Severus setzte sich knurrend auf, ließ seinen Kleinen aber nicht aus der Umarmung.
„Du solltest Mrs. Lovegoods Buch noch mal genauer lesen. Darin steht, dass Weiße Vampire ihre Gefährten durch das Blutsaugen durchaus stimulieren. Es ist wie ein Dankeschön dafür, dass der Partner sie ernährt. Du scheinst das im Moment noch unbewusst zu machen. Manchmal passiert es, manchmal nicht. Das solltest du üben, nicht das ich in der Öffentlichkeit eine Erektion bekomme."
Harry legte den Kopf schief.
„Das wusste ich tatsächlich noch nicht. Ich habe das Buch seit damals nicht wieder aufgeschlagen. Zu der Zeit hatte es mir einfach nur Angst gemacht."
Severus strich seinem Mann liebevoll durch die Harre und kraulte dessen empfindliche Ohren.
„Denk nicht mehr daran. Los komm, lass uns aufstehen. Ich bin mir sicher, Winky und Dobby warten schon mit dem Frühstück. Und unsere Rasselbande will dir sicher auch gratulieren.

SchwarzweißWo Geschichten leben. Entdecke jetzt