Will
Ich brach vor Nico zusammen. Er hatte mir einen goldenen Dolch in die rechte Brust gerammt. Mein Herz zerbrach. Da wo ich bei ihm eingestochen hatte, stach er jetzt bei mir ein.
Alles war schwarz. Dann wurde alles wieder hell und ich wachte in einem weißen Saal auf.
Eine raue Stimme sagte gespielt fröhlich: "Ach da ist ja der Sonnenschein. Ich muss mit dir reden. Was denkst du, Knirps? Was für Gefühle hat Nico für dich?"
Ich überlegte. Wer war diese Stimme? Woher kam sie? "Cupido. Ich bin Cupido. Der Gott der Liebe. Der Dieb der Herzen. Der Sohn der Aphrodite und des Ares. Der kleine Apollo. Der Herzbrecher.", sagte die Stimme.
"Kannst du Gedanken lesen?", fragte ich ihn verängstigt. "Ja. Wir sind Götter.", sagte Cupido kalt. Verdammt, warum war mir das nicht eingefallen?
"Was wollt ihr von mir, Herr Cupido?", fragte ich. "Du sollst ihn endlich fragen. Apollo, Aphrodite, Hermes, Hades, Zeus, Poseidon, Hera und Athene wetten gerade wer wen frägt. Also frag ihn. Aphrodite bringt mich um wenn sie verliert. Also frag ihn endlich er hat dich nie betrogen. Also los. Sonst ist er an jemand anderen vergeben.", forderte die Stimme von mir.
"Aber Nico hasst mich. Er hat mich erstochen. Nie im Leben wird er ja sagen.", sagte ich traurig. Ich ließ meine Schultern hängen, während eine Träne über meine Wange lief.
"Frag ihn. Oder soll ich ihn für dich fragen?" "Nein. Bitte nicht. Ich mach es aber wie? Ich bin ja tot, oder?"
"Du bist in einer Zwischenwelt. Anders gesagt liegst du im sterben. Deine Geschwister versuchen alles damit du überlebst. Du musst aber kämpfen. Also? Was machst du alles für die Liebe? Würdest du ihn sterben lassen?", erklärte Cupido.
"Nein! Was haben sie vor? Niemand bedroht meinen Nico! Lassen sie ihn in Ruhe! Bitte! Ich mach es ja! Lassen sie aber Nico in Ruhe! Lassen sie Nico und Caelum da raus! Aber lassen sie besonderst Fatima da raus! Sie hat es nicht verdient da mit reingerissen zu werden!", schrie ich den Gott der Liebe ängstlich und wütend an.
"Hmmm. Fatima also? Was hat sie denn damit zutun?", fragte er mich spöttisch.
Jetzt merkte ich erschrocken was ich gesagt hatte. Warum? Warum kann ich nicht einfach meine Klappe halten?
"Nichts. Wie kommen sie denn da drauf?", fragte ich mit unschuldigem Gesichsausdruck.
Plötzlich flog ein Pfeil von vorne auf mich zu. Schnell sprang ich zur linken Seite. Doch wieder wurde ich beschossen. Dieses Mal aber von der linken Seite. Ich wich nach hinten aus um nicht vom goldenen Pfeil getroffen zuwerden.
Eine Salve aus Pfeilen kam von links und hinten. Dieses Mal war ich nicht schnell genug. Die Pfeile bohrten sich in meinen Rücken und die Seite.
Plötzlich kam wieder eine Salve goldener Pfeile aus den anderen Richtungen. Ich sank auf den Boden und schrie meinen Schmerz in einem lauten und gequälten Schrei aus mir heraus.
Alles begann sich zu drehen und zu verschwimmen. Das Licht verschwand immer mehr und mehr, bis alles um mich herum schwarz wurde.
Zuerst war alles still, doch dann drangen langsam Stimmen zu mir durch.
"Was war das für ein Schrei?" "War das Will?" "Warum hat er so laut und gequält geschrien?" "Geht es ihm gut?" "Keine Ahnung?" "Wird er überleben?" "Ich weiss es nicht."
Langsam erkannte ich die verzweifelten Stimmen meines Bruders Austin und meiner Freunde Jason, Leo und Hazel.
Ich nahm alle Kraft zusammen und öffnete meine Augen. Hazel, Leo, Jason und Austin standen links neben meinem Krankenbett.
Sie hatten mich nicht bemerkt. Ich versuchte zusprechen aber kein einziger Ton kam aus meinem Mund. Deshalb hob ich meinen Arm, streckt ihn und konnte leicht Jasons Handfläche berühren.
Dann wurde sie schlaff und hing an der Seite des Krankenbettes herunter. Jason wirbelte herum und sah mich mit geöffneten Augen da liegen.
"ER IST WACH!", schrie er ungläubig. Auch Leo und Hazel wirbelten herum. Sie waren überglücklich. Mein Bruder Austin rannte zu mir ans Bett und stopfte mir Ambrosia in den Mund.
"Hmm hmhmhm humm hm?", machte ich. Austin hatte mir so viel Ambrosia in den Mund gestopft, dass ich nicht mehr reden konnte. Ich versuchte zukauen und bekam nach ungefähr fünf Minuten alles runter.
"Wo ist Nico? Geht es ihm gut? Was ist passiert? Wie wo sind Fatima und Caelum? Leben alle noch? Wer ist verletzt? Wie schlimm ist die Lage? Welcher Tag ist heute? Bin ich auf der Krankenstube? Wo sind die Anderen? Warum habt ihr euch wieder vertragen? Was ist aus den Katzen geworden?", fragte ich den Blonden vor mir.
Dieser wandte sich zu Nicos Schwester Hazel und fing an zu sprechen.
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Der Enkel des Hades
FanfictionNico ist mit Will seit einem Jahr zusammen. Will überlegt sogar insgeheim ihn zu fragen ob er ihn heiraten will. Doch plötzlich taucht beim Lagerfeuer ein fremdes, schwer verletztes Mädchen mit einem Säugling auf und ruft Nicos Namen. Wer ist sie? W...
