•Wincent•
~Mias Geburtstag~
Mia war nun mittlerweile schon seit ein paar Wochen wieder am Arbeiten. Und ich musste sagen ich war wirklich überrascht, wie sie das hinkriegte. Ganz ehrlich dachte ich ja nicht, dass Mia das so hinkriegte, wie sie es sich vorgestellt hatte. Aber tatsächlich hielt sie nun schon seit ein paar Wochen durch. Ich wusste selbst, dass Mia eine Kämpferin war. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, wollte sie es auch unbedingt durchziehen. Aber heute sollte sie einfach die Arbeit mal vergessen können, denn heute war Mia's 27. Geburtstag. Heute war sie die Königin und sie sollte es sich einfach gut gehen lassen. Emilia und ich hatten am Tag davor für Mama einen kleinen Kuchen gebacken, den unsere Tochter auch noch mit reichlich Zuckerguss und Schockoperlen verziert hatte. Also wenn Mia nicht einen Zuckerschock danach haben wird, dann wusste ich auch nicht. Der Kuchen war noch versteckt, doch Emilia hüpfte aufgeregt neben mir auf und ab. „Papaaa Kuchen!" forderte sie mich auf und sah zu mir hoch. „Ja gleich Mäuschen. Mama soll sich erst noch fertig duschen und wenn sie sich hingesetzt hat, dann kriegt sie den Kuchen okei?" sagte ich zu Emilia die nickte und als sie Mia hörte, aus der Küche rannte und direkt auf ihre Mama zu. „Mama! Komm!" sagte sie und ich sah wie sie ihre Mutter an der Hand hielt und zum Tisch zerrte. Ich musste lachen, Emilia konnte es kaum erwarten, bis ihre Mama den Kuchen kriegte. „Papa jetzt!" kam Mili dann zurück und zog nun auch mich an der Hand. „Warte!" lachte ich und löste meine Hand aus der kleinen Hand meiner Tochter und nahm den Kuchen aus dem Versteck hervor. „Ich will!" forderte Emilia ganz schön, also reichte ich ihr den Teller mit dem mini Kuchen drauf. „Aber langsam ja?" sagte ich zu Emilia, die sofort los düste und die Küche verliess. Ich hatte mich noch nicht mal bewegt, hörte ich die Stimme meiner Tochter draussen.
„Oh, oh!" sagte sie und da sah ich schnell aus der Küche. Emilia blieb kurz nach der Küche stehen und sah auf den Boden und dann zu mir als sie mich sah. Sie war zu schnell unterwegs und hatte den Kuchen fallen lassen. Mia sass am Tisch und musste sich ein Lachen verkneifen. „Oh..." sagte ich und ging zu Emilia, die keine Anstalten machte, den Kuchen aufzuheben. Sie sah mich nur mit grossen Augen an. „Macht nichts, Papa?" fragte sie mich und da musste ich leise lachen und kniete mich zu ihr und nahm den Kuchen, der zum Glück fast nichts abgekriegt hatte vom Boden weg. „Nein, macht nichts Mäuschen." Schmunzelte ich, nahm Emilia den Teller ab und legte den Kuchen wieder drauf. Ich reichte Emilia wieder den Teller und dieses Mal ging sie langsam auf Mia zu und reichte ihr den Kuchen. „Ist der für mich? Hast du den gebacken?" lächelte Mia unsere Tochter an, die schnell nickte. „Jaaa..." strahlte Emilia ihre Mama an und sah zu mir. „Mit Papa." Sagte sie und da stellte ich mich zu meiner Frau und meiner Tochter hin. „Ui wie toll." Strahlte Mia Emilia an und sah dann zu mir. „Alles Gute mein Schatz." Lächelte ich und beugte mich zu Mia und küsste sie sanft. Mein Geschenk, hatte sie schon etwas früher gekriegt. Um genau zu sein, vor einer Woche. Ich hatte mich entschlossen, dass ich Mia einfach jedes Jahr ein Wellness Wochenende schenken würde, damit sie einfach mal rauskam aus ihrem Alltag. „Danke." Lächelte mich Mia dann an und sah wieder zu Emilia die auf ihren Schoss kletterte. „Mama muss Kuchen essen." Forderte Emilia ihre Mama auf, die leise begann zu lachen. „Wieso bist du so ungeduldig." Lachte Mia, während ich Leon holte, der sich von seiner Krabbeldecke bemerkbar machte.
Ich setzte mich dann mit meinem Sohn an den Tisch zu Mia und Mili und sah zu, wie meine Frau ein Stück vom Kuchen abbiss. „Zuckerschock Incoming." Sagte ich dann und grinste sie an. „Mmmhh..." machte sie und lächelte Emilia an, doch ich kaufte es ihr nicht ab. Denn Mia setzte ihr Pokerface auf und da legte ich meinen Kopf schief und beobachtete Mia. „Emilia hol doch oben dein Geschenk für Mama." Sah ich dann zur Kleinen, die sofort vom Schoss ihrer Mama runterrutschte und die Stufen hoch ging. „Alles okei?" musste ich dann lachen, als Mia den Kuchen in die Serviette spuckte. Sie schob mir den Kuchen hin und deutete an etwas zu probieren. Ich nahm mir ein kleines Stück und schob es mir in den Mund und da merkte ich sofort, wieso Mia so ein Gesicht zog. Ich spuckte den Kuchen sofort wieder aus und trank einen Schluck Wasser. „Zucker mit Salz verwechselt." Murmelte ich und entsorgte den Kuchen sofort. Mia begann zu lachen und auch ich stimmte mit ein. Es war einfach so typisch. Was konnte ich eigentlich? Mia kriegte dann ihr Geschenk von Emilia. Es war das neuste Familienfoto von uns, in einem von Emilia selbst bemalten und verzierten Bilderrahmen.
Mittlerweile waren die Gäste da und da es heute so schön und vor allem Warm war, hatten wir im Garten die Tische aufgebaut und da sassen sie nun alle und genossen den Tag. Shayenne und meine Mum halfen mir beim bewirten der Gäste, während ich Mia immer wieder dazu zwang sich hinzusetzen und sich bedienen zu lassen. Gerade sassen wir gemütlich am Tisch mit meinen Grosseltern, Basti und Amelie, meiner Mum und Shayenne, als Emilia aus dem Haus gerannt kam und direkt auf meinen Opa zu lief. „Upa! Auf machen!" forderte sie ihn auf und kletterte auf seinen Schoss. Emilia nannte ihn Upa, wir redeten immer von ihrem Ur-Opa, aber das war ihr eindeutig zu lang, deshalb kürzte sie es auf Upa und Uma ab. Neugierig sahen auch Mia und ich zu unserer Tochter, was sie denn da in den Fingern hielt und aufgemacht haben wollte. „Gummibärchen..." lächelte sie und streckte ihrem Upa die Verpackung hin. Die war aber für Gummibärchen relativ klein und sehr schnell begriff ich, was sie da gefunden hatte. „Emilia warte...." Sagte ich und stand auf, doch da hielt mein Opa die Verpackung schon in den Fingern und sah mich und Mia an. „Wir haben doch gar keine Gummibärchen." sagte Mia dann und als auch sie checkte was es war, stand sie ruckartig auf. Emilia hatte wahrscheinlich in meiner Schublade im Schlafzimmer gewühlt und die Kondome gefunden und dachte, dass da drin Gummibärchen waren. Mein Opa wollte mir eigentlich ohne grosses Aufsehen, das Kondom zurückgeben, doch da fing Emilia an zu schreien und forderte die Gummibärchen. Natürlich reagierten da alle drauf und sahen zu uns. Mia war schon auf dem Weg ins Haus, weil es ihr so peinlich war, als ihr Bruder sie aufhielt, der gerade vom Klo zurückkam.
„Wohin des Weges?" grinste er Mia an und schenkte dann auch der brüllenden Emilia seine Aufmerksamkeit, die laut nach den Gummibärchen verlangte. Er liess Mia los und kam zu mir. „Jetzt gib deiner Tochter doch die Gummibärchen, Alter!" sagte Basti zu mir und riss mir das Kondom aus der Hand. „Basti!!" sagte ich doch da war es bereits zu spät. Er hielt das Kondom in den Fingern und natürlich so offensichtlich, dass es nun auch alle sehen konnten. „Gummibärchen?" begann er zu lachen und sah zu Emilia, die sich an ihm hochstreckte um an die Verpackung ranzukommen. „Süsse, das sind keine Gummibärchen..." grinste er und da sah ich ihn warnend an. „Basti!!!" wiederholte ich und da blickte er kurz zu mir. „Was ist das?" fragte Emilia dann und sah zu, wie Basti mir das Kondom reichte. „Das ist ein Tütchen, was deine Eltern nicht benutzt haben als sie dich gemacht haben..." grinste er meine kleine
Tochter an die dann fragend zu mir sah. „Alter ist das dein Ernst?!" presste ich hervor und auch Amelie reagierte sofort. „Sebastian!!!" sagte diese und da zuckte Mias Bruder zusammen. „Das war gerade völlig unangebracht." Hörte ich die Worte meines Opas, der Basti musterte. Tja, da hatte er wohl nun bei meinem Opa verschissen. „Du bist ein kompletter Idiot!!" sagte ich als ich an ihm vorbei ging und Mia folgte, die natürlich auch die Dummheit ihres Bruders mitgekriegt hatte.
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Wir beide bleiben
Fanfic!!Das ist der 4. Teil von Mia & Wincent!! 1. Teil: Was machst du nur mit mir? 2. Teil: Ich krieg nicht genug von dir 3. Teil: Ich folge deinen Schritten
