59. Weihnachten steht vor der Tür.

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"Er hat es dir also erzählt? Das ist doch wunderbar!"

Hanji war völlig aus dem Häuschen, als ich ihr davon erzählte.

"Aber hast du ihn denn jetzt mal gefragt, was das zwischen euch ist?"

"Zischen uns...ist? Hä?" Ich war verwirrt. Was meinte sie denn damit jetzt bitte genau?!

"Na hast du ihn nicht gefragt, ob er Gefühle für dich hegt?"

"HANJI!!! D-Das ist doch völlig absurd!"

"....hast du jetzt oder nicht?"

"Natürlich nicht!", wehrte ich ab und wurde schon wieder ganz nervös. Warum sollte ich ihn auch darauf ansprechen? Das würde nur peinlich für mich werden und wenn es am Ende nicht so war, wie sie sagte oder ich dachte, dann gäbe das nur eine komische Stimmung zwischen uns beiden und das wollte ich auf jeden Fall verhindern.

"Aber warum denn nicht? Ich meine, wäre ja mal an der Zeit oder? Hach, wenn ich mir so vorstelle, unser kleiner Shorty und eine Freundin, hihi. Das wäre ja mal DIE Sensation."

"Hanji, du hast gerade zwei mal "Kleiner" hintereinander gesagt...also quasi kleiner Kleiner..."

"Hö? Was?"

"Was? Ach vergiss es. Aber kannst du jetzt bitte aufhören dich darüber lustig zu machen? Er will nichts von mir und ich nicht von ihm." War das wirklich so?! Das fragte ich mich gerade wirklich.

"Hmm, sagt er das auch?!", neckte sie mich weiter und schenkte mir ein schelmisches Grinsen.

"Keine Ahnung! Und jetzt lass mich doch damit in Ruhe! Du machst mich total irre!"

"Haha, das liegt daran, weil du schon irre bist, meine liebe Mordsfreundin. Du bist es schon. Klare Sache."

Naja, wo sie recht hatte, hatte sie recht. Dennoch. Das Thema beschäftigte mich sowieso schon die ganze Zeit. Ich brauchte Ablenkung und wollte weiterhin beobachten, bis ich mir wirklich sicher war.

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Es verging auch wieder etwas Zeit und bald stand Weihnachten vor der Tür. Bisher lebten wir alle in Frieden weiter. Sowohl in meiner echten, als auch in der Titanenwelt. Keine Expedition, die bevorstand, kein Reiner und kein Zeke, die uns angreifen wollten. Es war, als wäre es die Ruhe vor dem Sturm. Ich reiste zwischenzeitlich auch immer hin und her, da ich in meiner Welt die Weihnachtsvorbereitungen machen musste. Denn dafür fand man ja immer selten Zeit, wenn man arbeiten musste.

Es war furchtbar. Dieser ganze Weihnachtsstress war wirklich suboptimal. Sich jedes Jahr gezwungener Maßen Gedanken darüber zu machen, wem man was schenkte. Ich hatte kaum Ideen. Aber ich wusste, für wen ich eine hatte. Und das war äußerst seltsam.

Da die Zeit ja immer noch stehen zu bleiben schien, während ich in der Titanenwelt war, reiste ich wieder zurück. Ich konnte dann ja quasi alle drei Tage doppelt feiern. Das war schon ziemlich cool.

Somit suchte ich meine Kameradenfreunde auf, um mich zu informieren und traf dann auf Eren, Connie und Jean, die mit Kisten auf den Armen auf mich zukamen.

"Wohin gehts denn?", fragte ich Eren.

"Oh, hey Y/N. Wir bringen schon mal das ganze Weihnachtszeug in den Saal. Die Vorbereitungen fangen schon immer relativ früh an."

Relativ früh? Es war eine Woche vor Weihnachten. Das war doch eigentlich längst zu spät. Aber nun gut.

"Kann man euch irgendwie helfen?", fragte ich dann nach.

"Oh, bestimmt. Frag mal Hanji, die kümmert sich gerade um die Einteilung."

Ich nickte und stürmte dann in den Saal, um auf Hanji zu stoßen. Erfreut nahm sie mich in Empfang und teilte mich dann auch gleich mit ein.

Attack on Titan - Eine Reise zwischen zwei WeltenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt