Der Moment rückte immer näher. Im Saal herrschte immer noch der Auflauf der ganzen Leute. Allmählich wurde es auch immer lauter, da der Alkoholpegel anstieg. Ich betrat den Saal wieder und setzte mich dann an den Tisch, wo Flocke ebenfalls saß, dem es, im Gegensatz zu meist anderen hier, noch nüchtern zu sein schien.
"Oh, Y/N. Du hast dich umgezogen, wie ich sehe", meinte er und schien leicht überrascht zu sein.
"Ja, es war zwar wunderschön, aber es ist auch sehr anstrengend, damit die ganze Zeit rumzulaufen."
"Das verstehe ich", meinte er und grinste. Ich sah mich wieder um. War hier überhaupt noch irgendeiner, der nicht besoffen war? Wie sollten denn gleich die Geburtstagswünsche für Levi aussehen? Immerhin war der Plan, ihn damit zu überraschen. Aber so wie ich das sah, mussten wir das wohl auf den Abend verschieben.
"Worüber denkst du nach?", fragte Flocke mich dann, was mich etwas nervös werden ließ.
"Eh, i-ich...ach, ist schon gut", winkte ich dann ab.
"Nein, sag ruhig. Ist es, weil der Hauptgefreite nicht mit dir zusammen hier ist?"
"W-W-Was? Nein! Wie kommst du denn darauf?!", sagte ich stotternd. Flocke lachte daraufhin.
"Oh man. Ich muss zugeben, auch ich hätte das eigentlich gedacht. Aber nun gut. Man kann sich ja täuschen." Und schon wieder... schon wieder jemand, der so dachte. So langsam begann ich zu zweifeln, ob da nicht doch etwas dran war. War ich etwa die Einzige, die blind war und das nicht realisierte? Da ich Flocke aber nun nicht so abblocken wollte, erzählte ich ihm von meinem Plan, woraufhin er große Augen machte.
"Wow, das ist echt cool von dir. Aber so wie ich das beurteilen kann, sind die meisten schon zu betrunken dafür."
"Das denke ich auch", seufzte ich nur und stützte meinen Kopf auf meinen Arm ab, den ich auf den Tisch ablag. Nachdenklich schaute ich in die Menge.
"Ich kriege das schon hin", sagte Flocke dann.
"Huh?"
"Willst du eine Rede halten?"
"Auf keinen Fall!", wehrte ich dann wieder nervös ab.
"Dann richtet sich die ganze Aufmerksamkeit ja auf mich! Dabei soll sie ja auf Levi fallen...auch wenn es ihm vielleicht nicht passt."
"Ich übernehme das", kam dann eine Stimme von hinten. Wir drehten uns um und entdeckten Erwin, der sich zu uns setzte.
"Auch, wenn es Levi nicht gefallen würde, aber ich werde wohl eine kleine Rede für ihn halten. Immerhin ist es sein Geburtstag und wir erkennen jeden an. Das gehört eben dazu", grinste Erwin. Es schien eine kleine Last von mir abzufallen, denn ich fühlte mich auf einmal viel befreiter. Super, Erwin. Danach würde ich mir Levi wohl schnappen und ihm mein Geschenk geben.
Und dann waren es nur noch ein paar Minuten, bis es soweit war. Levi saß immer noch am Tisch von Erwin, der kurz vor knapp aufstand und wieder mit seinem Löffel gegen sein Glas klopfte. Mein Herz schlug immer stärker, denn gleich würde es soweit sein. Der ganze Saal wurde wieder ruhig, egal wie betrunken die meisten waren, alle schauten zu Erwin. Und als würde Levi etwas ahnen, schien er jetzt leicht genervt und angespannt zu sein.
"Ich bitte um Aufmerksamkeit, meine lieben Freunde. Der heilige Abend ist gleich vorbei und der erste Weihnachtstag beginnt. Doch es ist nicht nur irgendein weiterer Feiertag. Nein, es ist ein besonderer Tag, für jemand ganz bestimmten."
Bei diesem Satz sah man Levi an, dass es ihm ziemlich unangenehm zu sein schien. Er dachte sich vermutlich gerade, dass Erwin einfach nur die Klappe halten sollte.
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Attack on Titan - Eine Reise zwischen zwei Welten
FanfictionWie aufregend wäre es, wenn man sich einfach so in seine Lieblingsserie "reinträumen" könnte? Die Zeit bleibt quasi stehen und man könnte verschiedene Welten erforschen und verrückte Dinge erleben... Du bist ein flippiges Mädchen, was nicht nur durc...