143. "Tut mir leid, Erwin. Aber es ging nicht anders."

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Ich konnte mich gegen Eren leider nicht wehren. Dafür war er viel zu groß und muskulös und außerdem hang ich wie ein Sack Kartoffeln über seiner Schulter, was mich leider dazu verdammen ließ, mich zu ergeben. 

Wohl war mir bei der ganzen Sache trotzdem nicht. Allerdings war mir durchaus bewusst, dass ich dort unten wirklich keine Chance hatte. Auch nicht an der Seite von Levi. Aber ich wollte ihm einfach helfen! Und jetzt konnte ich rein gar nichts tun.

Schnell waren wir im Hauptquartier wieder angekommen und betraten Erwins Büro. Naja, Eren betrat das Büro. Ich hang immer noch über seiner Schulter.

"Kommandant Erwin. Sie haben sicher mitbekommen, was passiert ist...", sagte Eren schuldbewusst. Auch Hanji war da und schien überaus überrascht.

"In der Tat. Das habe ich wohl. Und ich bin stinksauer!"

"...ja...es tut mir wirklich sehr leid, ich kann Sie verstehen, aber-"

"Nicht auf dich, Eren. Sondern auf Hannes. Er war verantwortungslos. Schiebt seine Nichten einfach auf dich ab, obwohl du keinerlei Erfahrung mit Kindern hast. Und mit Verlaub: Sie wurden wirklich erbärmlich erzogen. Da hilft der beste Erzieher nichts mehr."

Starke Worte von Erwin. Ich war echt baff.

"Danke. Das erleichtert mich doch ein wenig...", sagte Eren etwas schmunzelnd. Ich räusperte mich.

"Entschuldigung? Kann ich jetzt wieder runter?!"

"Oh...verzeih mir." Eren ließ mich runter und ich schaute in das fragliche Gesicht von Erwin.

"Hast du wieder Blödsinn angestellt?"

Wie kam er denn jetzt bitte auf diese Vermutung? Würde ich doch nie tun!

"Eh..."

"Carlotta und Karolina sind in den Untergrund gerannt...", erzählte Eren dann, woraufhin Erwin ihn mit großen Augen anschaute.

"Levi ist ihnen gefolgt und Y/N wollte mit. Das wiederum wollte Levi nicht."

"Verdammt...", fluchte Erwin.

"Ja, das war eine gute Entscheidung von ihm."

"Wie bitte?", fragte ich erschüttert. Erwin war voll und ganz auf Levi's Seite? Das durfte doch jetzt echt nicht wahr sein!

"Der Untergrund ist sehr gefährlich. Du hast da unten keine Chance. Es war richtig, dass Eren dich hier her gebracht hat. Levi weiß, was er tut."

"Aber jetzt ist er ganz allein dort unten! Und keiner hilft ihm!", beschwerte ich mich. 

"Ich werde ebenfalls runter gehen. Hanji? Dir übergebe ich die Aufgabe, auf Y/N aufzupassen. Sorg dafür, dass sie keine Dummheiten anstellt und Levi nicht folgt."

"Meint ihr das jetzt echt ernst?", fragte ich unglaubwürdig. Das war ja wohl der Witz in Tüten!

"Jawohl, Erwin! Ich werde mich ausführlich um meine kleine Mordsfreundin kümmern, hihi."

"Gut. Ich verlasse mich auf dich."

Mit diesen Worten verließ Erwin dann schnellen Schrittes das Büro.

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Levi's Sicht:

Schnell rannte ich die Treppen hinunter und kam dann ganz bald unten an. Hallo Heimat. Lang nicht gesehen und dennoch wiedererkannt. Und doch bist du noch genauso hässlich, wie zuvor.

Ich hasste es hier. Und als der erste Schritt hier unten gemacht wurde, kamen auch alle Erinnerungen wieder in mir hoch. Doch diese musste ich jetzt erst mal verdrängen, denn ich hatte eine Aufgabe. Ich musste diese beiden Nervensägen suchen und hoffte inständig, dass ihnen nichts passiert war.

Attack on Titan - Eine Reise zwischen zwei WeltenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt