114. Ein zukünftiger Schwiegersohn?

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Jeden Tag waren wir bisher zurück in unsere Welt und wieder zurück gereist. Natürlich mit der Erkenntnis, dass die Zeit hier nicht verflog. Es schien, als würde die Zeit für einen Tag, wenn nicht sogar für zwei oder drei Tage still stehen. Das mussten wir wirklich herausfinden.

Jedenfalls war es heute Samstag in meiner Welt und das bedeute Folgendes: Heute würden meine Eltern Levi kennenlernen. Oh Gott das war der absolute Horror!

Nicht, weil ich mich für ihn schämte. Aber wir alle kannten Levi. Der kam mit seiner Art halt nicht immer ganz so sympathisch rüber. Natürlich würde er ihnen jetzt keine Befehle erteilen, aber man wusste nie. Obwohl, würde er nicht ? Ich war mir da nicht so sicher.

Gerade war ich am aufräumen gewesen, denn auch das musste ja mal wieder sein. Mit relativ laut aufgedrehter Musik, putzte ich die Regale, räumte die Spülmaschine aus und saugte durch die einzelnen Räume. Dabei trällerte ich natürlich mit. Ich sang eigentlich ziemlich gerne. Ob das jetzt gut klang oder nicht, darüber wollte ich mir kein Urteil bilden.

"Cause I love you for infinity oh, oh, oh...Love you for infinityyyy. Oh oh oh...", trällerte ich. Einige Minuten später hatte ich mir wieder meinen Staubwedel geschnappt und dazu kam das perfekte Lied.

"RUMBLIIIING RUMBLING! ITS COMING RUMBLIIIIIIING, RUMBLING!!!"

Beim Intro ging ich richtig ab und legte eine kleine Headbangszene ein. Den Staubwedel nutzte ich dann letztendlich als Mikrofon:

"If i looooose it aaaaall, slip and faaaallll, i will never look awaaaaay...nananannaa."

So machte putzen doch ordentlich Spaß. Ging schneller und brachte mehr Freude.

"I dont want anythiiiiiiing , i'm just here toooooo.....RUMBLIIIIIIING!"

"...bitte...Erlöse mich von dieser Qual und hör mit diesem Geschrei auf. Das ist ja fürchterlich."

"WAS ZUM!!!!!"

Ich erschrak mich so sehr, dass ich ich etwas nach hinten taumelte und dabei fast über meinen Tisch flog.

"ALEXA STOPP!", schrie ich mein digitales Nervengerät dann an.

"Levi!? Ist das dein ernst ? Du hast sie ja wohl nicht mehr alle, mich so zu erschrecken!!!!"

"Ich? Dich erschrecken? Wenn hier wer wen erschreckt, dann eher du mich, mit deinem Geschrei, das du als Gesang darstellen willst."

Meine Güte, wie unangenehm konnte sowas sein ? Das gab echt eine fette 100 auf der Peinlichkeitsskala.

"Iiiiiiiiich......ja." Dazu fiel mir dann auch nichts mehr ein. Levi merkte mal wieder, dass es mir sehr peinlich war, setzte ein Schmunzeln auf und kam auf mich zu. Er streichelte meine Wange ganz langsam und zärtlich und sagte:

"Du bist so süß, wenn du rot wirst."

"LASS DAS!", zickte ich ihn an und drehte mich um, damit ich nicht mehr in seine Augen schauen musste.

"Na los. Lass uns hier sauber machen. Wir wollen doch einen guten Eindruck hinterlassen, nicht wahr?!"

"Wie bitte?", fragte ich ihn leicht entsetzt.

"Hör mal Freundchen! Ich habe die ganze Bude gerade geputzt!"

"Ach wirklich?!", fragte er spottend, zog sich dann Handschuhe an, wo auch immer er die herhatte und strich damit über alles, was sich in meiner Wohnung befand. Ich schaute ihn nur entgeistert dabei zu.

"Oh, ich hatte vergessen, dass es dem Putzpapst nicht sauber genug sein kann."

"Was redest du da für einen Unsinn ?! Guck dir das mal an. Nennst du das etwa GEPUTZT?!"

Attack on Titan - Eine Reise zwischen zwei WeltenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt