38. Kapitel

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Ich schluckte den Klos hinunter der sich in mir gebildet hatte. Das konnte doch jetzt nicht war sein oder? Wir standen uns nahe. Sehr nahe um genau zu sein. Unsere Körper waren immer noch halb aneinandergepresst vom Aufprall und unsere Gesichter waren nur Zentimeter voneinander entfernt.
„Die Tanzeinlage genossen?," hörte ich seine spöttische Stimme, die mich erneut aus den Gedanken riss. Geschockt schreckte ich einen Schritt zurück und sah zu meinem Gegenüber. Er hatte sich von mir abgewandt und sah auf die Stadt hinaus die sich vor uns erstreckte.

„W...welche Tanzeilage?," fragte ich ihn stotternd. „Na die mit Leclerc. Scheint so als hättest du es genossen? So dicht wie ihr miteinander getanzt habt," kam es von ihm und ich sah ihn verdattert an. „N...nein habe ich nicht," gestand ich und Lando sah mich das erste Mal seit unserem Blickkontakt wieder richtig an. „Du lügst doch, immerhin habe ich doch gesehen wie du gelächelt hast als ihr euch so nahestandet," gab er verbissen zu.
Was war sein scheiß Problem verdammt? „Wenn ich es genossen hätte Norris würde ich noch drinnen sein und mit ihm tanzten, statt hier zu stehen," gab ich etwas angereizt zurück. „Ach also sind die Gerüchte doch nicht wahr?," fragte er und ich sah ihn verwirrt an. Der Blick des Briten blieb jedoch an mir haften, er sah mich wissend an.

„M...meinst du etwa die Gerüchte mit Charles?," fragte ich ihn geschockt und er nickte. Wieder wendete er sich ab und drehte mir den Rücken zu. „Wieso denkt das verdammt jeder," sagte ich verzweifelt doch Lando rührte sich nicht. „Es sah ziemlich offensichtlich aus und Charles hatte ein großes Grinsen im Gesicht als er wieder reinkam," hörte ich ihn sagen und ich ging auf das Geländer zu.
Immer noch geschockt, lehnte ich mich dagegen und atmete einmal tief ein und aus. Das konnte doch nicht wahr sein. „Keine Ahnung was er euch erzählt hat aber wie schon wie zu Oscar gesagt. Es lief nichts zwischen uns. Er hat versucht mich nach Zandvoort auf zu muntern, das war alles," gab ich verbissen zu. „Er hat es versucht? Klingt nicht so als hätte er es geschafft dich auf andere Gedanken zu bringen," hörte ich ihn sagen.

Ohne meinen Blick von der Stadt zu wenden, wusste ich das er nun neben mir stand. „Nein hat er nicht, naja nicht ganz. Ich weiß nicht wieso aber seine Worte waren nicht gerade sehr motiviert genug um mich auf zu muntern," schmunzelte ich. „Wow sonst zieht er Frauen immer sofort in seinen Bann, wenn er seinen Charme ausspielt," schmunzelte Lando und ich blieb still. Ich hatte gehört das er ein Frauenaufreiser war aber das jetzt von dem Briten zu hören war noch einmal was anderes. „Machen Alex und er deswegen eine Pause?," frage ich ihn nur.
„Das weiß ich nicht und das hat mich auch nichts an zu gehen. Ich hoffe wohl nicht das du jetzt vor hast ihn dir zu angeln," gab er monoton von sich und ich drehte mich angeekelt zu ihm um. „Falls du es noch nicht mitbekommen hast Lando. Habe ich mir damals schon gesagt das ich niemals einen Fahrer daten werde und das bleibt auch so," sagte ich sauer.

„Er scheint aber Interesse an dir zu zeigen," schmunzelte der neben mir und ich verdrehte die Augen. „Hast du mich gerade nicht verstanden Norris?," fragte ich angepisst doch Lando lachte nur. „Doch habe ich Tiger. Klar und deutlich," gab er von sich, zum ende hin wurde er immer leiser.
Hat er mich gerade Tiger genannt? „Können wir bitte das Thema wechseln und uns heute vielleicht nicht an den Kragen gehen?," fragte ich den McLaran Fahrer, dieser sah mich verwirrt an. „Du willst mit mir reden? Ich dachte du gibst dich mit schlechteren Fahrern als dir nicht ab?," fragte er gekränkt und ich biss mir benommen auf die Lippe.

„Es...es tut mir leid Lando. Du hast mich einfach in einem schlechten Moment erwischt und...und ich hätte das zu dir nicht sagen sollen," sagte ich leise doch er konnte es hören. „Du hast mich da echt hart erwischt und das hättest du wissen müssen. Du wusstest wie schlecht unser Auto heuer ist und das von dir auch noch zu hören war echt nicht okay," meinte er nur.
„Weil...weil ich ein Mädchen bin?," fragte ich ihn zögerlich doch er verneinte. „Nein nicht, weil du eine Frau bist Séra. Vielmehr weil du selber erfahren musstest wie hart es für dich lief," sagte er sanft und fuhr sich durch seine Haare. Ich starrte verlegen wieder von ihm weg.

Lights OutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt