TW: Panikattacke, enge Räume
„Verflucht noch einmal!," maulte ich als ich einen der Knöpfe probierte um den Lift wieder in Gang zu bringen. „Séra das hilft nichts. Nicht mal der Notruf Knopf geht," gab er von sich und ich brummte. „Wieso bin ich nicht mit dem Hauptlift runtergefahren," jammerte ich und lehnte mich an die Wand.
Da wir etwas weiter hinten im Teil des Hotels übernachteten, gab es auch dort einen Lift doch in diesen steckten wir gerade fest. „Wir können nur auf Hilfe hoffen," gab Lando von sich und ich schloss die Augen. „Warum geht der verdammte Knopf nicht," fluchte ich vor mich hin. „Sie werden es sicherlich gleich merken Séra also beruhig dich," versuchte er es ruhig doch das hielt mich nicht auf. „Ich soll ruhig bleiben! Lando wir müssen in drei Stunden verdammt noch mal an der Strecke sein und die Trainings fahren," fluchte ich und schnaubte.
Lando holte sein Handy hervor und sah etwas nach. „Ich habe hier keinen Empfang. Wie sieht es bei dir aus," meinte er und ich sah nach. „Nein ich auch nicht," seufzte ich und sah mich um. Man war das hier verdammt eng. „Wow das Wochenende hatte ich mir echt anders vorgestellt," grummelte ich vor mich hin.
„Wie den?," fragte Lando neckend. „Nicht mit dem Typen in einem Lift zu stecken der mich nicht in der Formel 1 sehen will," fauchte ich zurück und versuchte meine Atmung zu beruhigen. „Das hat Charles gesagt und nicht ich Séra und das weißt du genau," wurde Lando nun auch gefasster.
„Ach und was ist mit dem beim Fitnessstudio oder als ihr bei mir wart?," sagte ich genervt und Lando seufzte. „Da hast du mich auf die Palme gebracht kleine also dreh den Spieß nicht um!," knurrte er und ich verdrehte die Augen. „Nenn mich noch einmal kleine und du lernst mich richtig kennen, Arschloch," gab ich zurück und Lando schmunzelte.
„Das will ich sehen," provozierte er mich doch mir war zum Spaßen nicht zumute. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, hier drinnen zu stecken und langsam machte sich die Panik in mir breit. „Ach komm schon Séra. Sag mir was du denkst," versuchte er es erneut.
„Gut, wenn du es so meinst!!! Weißt du wie es scheiße ist von einem Idol so zurück gestoßen zu werden. Ich habe zur dir Aufgeschaut Lando! Ich hatte dich als eines meiner Vorbilder genommen, weil ich deine Art gemocht hatte und nun zeigst du dein wahres Gesicht! Du bist nicht besser als Pierre oder Alonso, die sind alle in der alten Generation hängen geblieben," fauchte ich ihn an. Lando verschlug es seine Sprache.
„Du versuchst mir ein zu reden das ich mit unfairen Mitteln in die Formel 1 gekommen war, obwohl das nicht einmal stimmt'. Du bist einfach eifersüchtig das es bei mir in der ersten Saison besser klappt als bei dir!," fauchte ich ihn an und ich spürte wie sich mein Magen umdrehte.
„Séra wenn du mir nicht glauben willst dann bitte! Ich...," fing er an als ein Geräusch ertönte und uns verstummen ließ. Panisch streckte ich meine Hände aus und sah mich um. Bitte jetzt nicht.
Mir wurde warm und kalt gleichzeitig und spürte sofort, wie sich meine Kehle zuschnürte.
Die Enge des kleinen Raumes verstärkte das Gefühl der Beklemmung, und mein Herz begann unkontrolliert zu rasen. Ich wusste, dass ich einer Panikattacke nahe war, aber ich hatte nicht erwartet, dass ausgerechnet jetzt, diese Situation, auftreten würde.
„Was zum...?," fluchte Lando leise und sah sich ebenfalls panisch um, als er bemerkt hatte das etwas nicht stimmte.
Ich sah das er etwas sagen wollte, doch als er in meine Richtung sah stoppte er. Ich musste schlimm aussehen, immerhin war mir schlecht und ich ragte nach Atem.
„Shit Séra? Alles in Ordnung?," fragte er alarmiert, während er näher trat. Ich schüttelte den Kopf und versuchte verzweifelt, tief durchzuatmen. Die Wände des Lifts schienen sich immer weiter um mich herum zu schließen, und ich fühlte mich, als würde ich gleich ersticken. Meine Hände zitterten, als ich versuchte, mich an den Wänden abzustützen.
Lando musste sofort erkannt haben, dass ich eine Panikattacke bekam, denn ohne zu zögern nahm er mich in seine Arme und kniete sich mit mir runter sodass wir auf den Boden saßen und legte beruhigend eine Hand auf meine Schulter. „Séra, Schau mich an. Du musst tief ein- und ausatmen, okay? Langsam und gleichmäßig," sagte er, seine Stimme nun sanfter als vor ein paar Minuten.
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Lights Out
Fanfiction"Frauen haben in dieser Welt nichts zu suchen." Diesen Spruch hörte Séra schon seitdem sie ein kleines Mädchen war. Doch das hielt sie nicht auf darum zu kämpfen ihren Traum wahr werden zu lassen. Die erste Frau in der Formel 1 zu werden. Das die...
