69. Kapitel

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„Wir sehen uns dann wieder beim Rennen wieder," kam es von Laura als wir an der Rezeption des Hauptquartiers standen. „Ja wir sehen uns dort dann wieder," murmelte ich leise und machte mich auf den Weg nach draußen.

Dort setzte ich meine Sonnenbrille auf und war auf den Weg nach draußen. Der Druck war enorm. Ich wusste zwar das von mir nun mehr erwartet wurde aber das hier? Ihr Ziel war das Podium. Die ersten zwei Startreihen im Qualifying.

Sie zählten auf mich die Ehre des Teams bei zu behalten. Der Haken? Es gab viele. Konnte ich diese erfüllen? Wer weiß. Ich hatte zwei solide Ergebnisse hinter mir, doch das schien ihnen nicht genügen. Sie wollten mehr, sie sahen nur noch den Erfolg.

Es war nicht mehr das Team das ich einst kannte. Das mich dazu gebracht hatte, mit dieser Serie an zu fangen.

Als ich im Auto saß, atmete ich hörbar aus. War es schlau nun einen Flug jetzt schon nach Hause zu nehmen oder sollte ich für diese eine Nacht hier in London bleiben?

Es gab Nachteile. Auch obwohl mich das Team nach England geholt hatte, musste ich mir selber um eine Unterkunft umsehen. Klar es gab genügend Hotels die in der Nähe waren aber auf Dauer konnte das echt nicht weiter gehen. Ich war eh schon am Überlegen ob ich mir nicht eine Wohnung in der Nähe meines Teams holen sollte.



Wir hatten zwar das in Fuschl und in Mattighofen aber dort brauchten sie mich nur noch selten. Ohne irgendein Ziel zu haben, fuhr ich einfach umher und blickte durch die Gegend. Das Autofahren hatte mir damals schon geholfen den Kopf frei zu bekommen.

Man mein Leben war wirklich ein Chaos. Lando und ich daten uns, dann will Charles auch noch etwas von mir und dann der Druck vom Team. Besser kann es also echt nicht werden.

Ich wusste nicht wie lange ich fuhr, ich wusste nur das ich bei einem Park angekommen war, auf dem ich nun stand und mich umher sah. War ich wirklich so verloren? Wo war ich überhaupt? Ich hätte doch das Ortschild lesen müssen als in die Gegend weiter zu starren.

Ich ging durch den Park hindurch, die Cap tief ins Gesicht gesetzt und die Sonnenbrille war immer noch auf meiner Nase. Hoffentlich erkannte mich keiner.



Frustriert ließ ich mich auf der Wiese nieder und blickte auf den Fluss der durch den Park floss. Na toll. Max konnte ich nicht anrufen, den dieser war auf den Weg schon wieder zurück nach Monaco und bei den anderen Jungs wusste ich nicht, dass diese hier waren.

Wenn ich sie frage dann verliere ich ja nichts aber es kam mir trotzdem etwas komisch vor.

„Entschuldigung die Störung. Aber kann man dir helfen? Du siehst etwas verloren aus?," ertönte eine Stimme hinter mir. Erschrocken drehte ich mich zu der Person um. Ein braunhaariger Lockenkopf stand hinter mir. „Max?," fragte ich diesen etwas schockiert. Auch der Engländer sah mich etwas verwundert an.

„Séra was machst du denn hier?," war seine erste Frage. „Ähm ich war im Headquarter, wir hatten einige Termine," gestand ich ihm. „Ja aber was machst du denn hier? Du weißt schon das Milton Keynes zwei Stunden von hier entfernt liegt?," er klang verwundert.

War ich wirklich so lange unterwegs gewesen? „Ich...ich habe die Zeit übersehen, naja und ich suche auch nach einer Unterkunft," gestand ich dem Briten. „Wenn du willst kannst du gerne bei uns die Nacht verbringen. Wir haben ein Gästezimmer da kannst du drinnen schlafen," schlug dieser vor.

„Max das ist nicht nötig. Ich will euch nicht belästigen," warf ich ein. „Das ist das mindeste Séra. Außerdem könnte ich eine Mitfahrgelegenheit benötigen," lachte dieser und hielt einen Sack hoch. Fragend sah ich ihn an.

Lights OutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt