32. Kapitel

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Ich hatte niemals denken können das ich nach diesem harten Training und Quali überhaupt ein gutes Ergebnis für meinen Startplatz erzielen konnte. Ich startete heute von Platz vier. Auf Pole war Max, zweiter Lando, George war dritter und Alex hatte sich auf Platz fünf sich verbessern können.
„Alles gut?," fragte mein Bruder mich sicher schon das hundertste Mal an diesem Wochenende. Ich wusste das er einfach besorgt war. Immerhin war ich lange in diesem Fahrstuhl gefangen, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und er wusste wie es mir dabei geht.

Trotzdem musste ich mich auf das Rennen konzentrieren. Ein Rennen das auch für mich wichtig war. Das erste Training war hart. Immer wieder drifteten meine Gedanken zu dem Moment im Fahrstuhl. Landos Anwesenheit, seine sanften Worte und seine starken Arme um meinen Körper. Sie gingen einfach nicht weg, als hätten sie sich in meinen Kopf hineingebrannt.
Es war schwer aus dem ersten Training etwas raus zu holen. Auch weil ich Körperlich am Ende war. Die Presse ließ mich auch mal wieder nicht in Ruhe. Natürlich haben die es mitbekommen und fragten uns sofort aus. Lando hielt Gott sei Dank seine verdammte Klappe darüber aber ich wusste das dies nicht so schnell untergehen würde.

Wie den auch. Der Brite war einer der heißesten Fahrer hier am Grid laut vielen Fanlisten und natürlich wollten seine Fans wissen was zwischen uns nun passiert war. Doch wir beide blieben still. „Wieso gehst du mir nicht einfach aus meinem Kopf," murmelte ich vor mich hin als ich mich weiter aufwärmte.
Das Auto stand schon bei der Startaufstellung und ich daneben. Die Niederländer packten eine Stimmung rund um den Circuit von Zandvoort aus und ich sah mich um. Man sah vereinzelte rote oder blaue Shirts aus der orangenen Armee herausragen doch man merkte sofort, dass dies alles Max seine Fans waren. Treue Fans die ihren Fahrer anfeuerten.

„Séra es ist gleich soweit," hörte ich von Alex und ich nickte. Ich tat mir meinen Helm auf meinen Kopf und machte ihn zu. Die Jungs machten mir Platz um einsteigen zu können und ich trat ans Auto heran. Kurz bevor ich einstieg blickte ich nach vorne. Grüne Augen trafen blaue. Ich verharrte Kurz in meiner Position bis ich mich entreißen konnte und in meinen Wagen einstieg.
Bis jetzt konnte ich ihm aus dem Weg gehen, doch wie lange wird das dauert bis wir uns wieder über den Weg laufen konnte nicht mehr lange dauern. Ich setzte mich in meinen Wagen hin und schloss kurz die Augen.
Genau jetzt konnte ich meine Gedanken nicht gebrauchen. Ich musste mich auf das Rennen konzentrieren verdammt!!


Die Lichter gehen aus und ich drückte aufs Gas. Mein Auto zog nach vorne und mich drückte es in meinen Sitz. Der plötzliche Schwung war so stark das ich meine Augen aufriss und merkte das ich bei George vorbeizog.
Nun war ich auf dem dritten Platz und fuhr dicht hinter Lando und Max her, die sich um den ersten Platz stritten. Ich zog mit dem Auto nach innen. Untypisch für Max sah ich das er einen Fehler machte. Statt innen zu bleiben drängte er Lando weiter nach außen. Ich sah meine Chance und nutzte sie.

Ich war spät auf der Bremse und fuhr zusammen mit Max in die Kurve hinein. Der Niederländer schien überrascht zu sein, denn dieser zog etwas nach rechts und ich hatte freie Fahrt. Ich trat wieder aufs Gas und ohne das ich mich versah befand ich mich auf Platz eins.

„Rosenberg gewinnt den Start und führt die Gruppe an!," ertönte es vom Lautsprecher und ich grinste. „Séra was war das den! Du bist genial!," hörte ich Michi in mein Ohr doch ich fuhr einfach weiter. Ich sammelte tatsächlich meine ersten Führungsmeter. Max schien sich auf alle Fälle immer noch nicht gefangen zu haben, denn er war schon ein paar Meter weiter hinter mir.

„Hat Max etwas am Auto?," sprach ich ins Radio. „Er hat ein Problem mit Bremse und Gas, wird aber gerade behoben," antworte Michi mir und ich nickte. Das erklärte warum er nicht nach vorne kam. „Séra die Pase behalten," sprach er wieder was ich auch Bejahrte.
Glaub mir. Das würde ich heute nicht auf mich sitzen lassen. Das konnten sie vergessen. Nicht nach so einem Wochenende.

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