Chapter 4

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Müde liege ich im Bett meines Zimmers, das Abendessen war wie immer sehr lecker nur musste meine Mutter das Gesprächsthema wieder darauf richten, ob ich mich morgen nicht mit einem netten Mann aus der Oberschicht treffen wolle, wahrscheinlich hatte sie das Treffen schon längst arrangiert. Ich hasse es wenn sie das Thema Ehe ansprach, ich war einfach nicht bereit dafür. Schon gar nicht, wenn ich denjenigen nicht kannte. Außerdem ist die Oberschicht immer so arrogant zumindest die, die ich kennenlernen durfte. Und mittlerweile sind das schon relativ viele. Meine Mutter will mich unbedingt reich verheiraten, wobei ich sehr sicher bin, dass sie nur das Geld haben will. Meine Mutter ist was das angeht echt komisch, uns geht es doch gut. Wir haben ein kleines Restaurant, mit dem wir genug Einnahmen reinbekommen, dass wir theoretisch drei weitere Familien mit durchzufüttern könnten.

Noch dazu hat sie mir wieder vorgehalten warum der Garten nicht gepflegt. Mit der Begründung dass sie mich aufgezogen hat, sollte ich ihr wenigsten bei solch 'Kleinigkeiten' helfen. Diese Themen kommen immer wieder bei unserem gemeinsamen Abendessen auf, jedoch habe ich gelernt daraufhin einfach nur zu nicken und es gewissenhaft zu ignoriere.

Nach dem Abendessen habe ich noch schnell den Tisch abgeräumt und alles abgewaschen damit Mutter nicht komplett ausrastet. Und nun liege ich hier im Bett und versuche mich auf das Treffen morgen seelisch vorzubereiten. Wäre ich doch nur in einem der Abenteuer oder Sagen, die Oma immer erzählt. Wobei ich würde meine Oma und auch Bea bestimmt schrecklich vermissen, mit diesen Gedanken schlief ich schließlich ein.

Am nächsten Morgen wurde ich von der lauten Stimme meiner Mutter geweckt, welche mir zu rief, dass ich jetzt gefälligst aufzustehen haben und mir was Ordentliches anziehen soll. Also hatte ich Recht und wir werden zu diesem Adelsspross gehen. Müde verdrehte ich meine Augen und stehe auf. Ich suche mir eines meiner Kleider raus, welches aus einem recht schlichten und hellblauen Stoff besteht. Normalerweise habe ich noch eine weiße Schürze um, jedoch ließ ich sie diesmal weg. Fertig angezogen mit Unterwäsche, dem Kleid und Ballerinas, ging ich die Treppen runter. Ein Blick nach draußen verriet mir, dass die Sonne gerade erst aufgeht. Langsam tapste ich Richtung Küche in welcher ich feststellen musste, dass ich wohl das Essen zubereiten muss. Na toll, jetzt musste ich nochmal hoch, um doch noch die Schürzte zu holen.

Nach dem auch das Frühstück fertig und aufgegessen ist, gehen wir los, wobei Oma Eli zu Hause bleibt, da sie zur Zeit zu schwach ist, bis zur anderen Seite des Dorfes zulaufen. Angekommen stehen wir wie erwartet vor einer großen Villa und ich klopfte laut an. Ein Butler öffnete uns die Tür, ich hatte schon viel erwartet aber ein Butler, das war ja mal so unnötig.

Der Butler, Belvedeer wie ich schnell mitbekam, geleitete uns in den Saloon der Villa, wo bereits die Familie wartete.

Erst jetzt bemerkte ich, dass meine Mutter mir gar nicht den Namen der Familie genannt hatte. Na toll, das wird ja noch spannend. Innerlich die Augen verdrehend, aber äußerlich lächelnd gehe ich auf die Familie zu, welche mich mit einem der schlechtesten, gefälschten Lächeln, welches ich je gesehen habe, begrüßen. Innerlich sprach ich mir Mut zu und verfluchte gleichzeitig meine Mutter, denn ich wusste bereits, dass dies eine riesen Katastrophe wird. Und da hatte ich auch nicht Unrecht. Einer Tassen Tee und jede Menge uninteressanten Gesprächsthemen später wurden der Adelssohn und ich alleine gelassen, sowie immer wenn ich bei so einem Verkupplungsversuch bin, die sollten sich langsam mal was Interessanteres ausdenken. Als der Adelsspross, wo ich den Namen immer noch nicht kannte oder hatte er mir den schon gesagt und ich hatte ihn nur wieder vergessen. Naja egal er wollte auf jeden Fall ein Gespräch anfangen, das war mir aber echt zu blöd, denn er wirkte nicht nur extrem arrogant, er sprach auch so. Ich musste einen guten, aber leicht abweisenden Eindruck gewinnen, genau so, dass Mutter nicht wieder damit ankam, dass sie mich doch aufgezogen hat und ich ihr was schuldig bin. Aber auch so, dass die Adelsfamilie versteht, dass hierdraus nichts wird. Also ging ich auf das Gespräch ein und wir unterhielten uns ungefähr zwei Stunden über Politik und mehr solch langweilige Themen bis ich genug davon hatte. Nun hatte ich wirklich die Nase voll von diesem Treffen. " Es tut mir furchtbar leid, aber ich glaube aus uns wird hier nichts, ich habe sogar schon wieder ihren Namen vergessen, also lass es uns einfach hierbei belassen und ich gehe jetzt.", sprach ich einfach aus was ich dachte. Vielleicht war das etwas fies, zumindest schaut er mich extrem verdattert an, aber bevor er darauf in irgendeiner Weise antworten kann, war ich schon draußen auf der Straße und machte mich auf den Weg nach Hause.

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The legends of tomorrowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt