Eine leichte Brise lässt mich erzittern und ich öffne langsam meine Augen. Ich erkenne, dass ich immer noch auf dem Dachboden bin, nur Jake ist nicht mehr zusehen. Also stehe ich auf und glätte mein Kleid. Ich öffne leise die Falltür, welche mich nach unten führen sollte, stopp jedoch als ich laute Stimmen von unten höre. Ich erkenne die Stimmen von Jake und unserem Gastgeber, doch da sind noch zwei andere Stimmen, zwei Fremde. Sie könnten den Zolleintreibern gehören, welche Harold gestern erwähnt hatte. Ich lausche nun etwas genauer. Sie scheinen sich tatsächlich über die Zölle zu unterhalten, wobei die möglichen Eintreiber ziemlich laut werden. "Nun wenn die Schiffe nicht genug eingebracht haben, müssen wohl oder übel sie bezahlen.", sagte einer der Eintreiber sarkastisch. "Und wo soll ich das Geld herbekommen?", antwortete darauf Harold wohl etwas zu harsch, denn auf einmal höre ich etwas laut klirren, als wäre eine Flasche zerbrochen. Erschrocken stelle ich mir das schlimmste vor, dann höre ich Jake sprechen: "Schon in Ordnung, ich werde für ihn bezahlen." Man hört etwas wie Geld klimpern, ein zustimmendes Murmeln und schließlich das Zufallen der Tür. Noch leicht erschrocken von dieser Situation am Morgen, gehe ich langsam nach unten. Was ich dort sehe, lässt mich zischend die Luft einziehen. Das Mobiliar der Hütte ist verwüstet und Harold sitzt mit einer Platzwunde am Kopf auf einem der Stühle, während Jake versucht die Blutung zu stoppen, schnell laufe ich zu ihnen. Ich musste doch irgendwie helfen. Ich sah mich um, bis ich einen kleinen Verbandskasten entdecke und ihn schnell holte. Ich schob Jake zu Seite und beginne mit etwas Alkohol die Wunde zu reinigen, um sie anschließend zu verbinden. In der Zeit höre ich wie Jake versucht den Wohnraum wieder etwas aufzuräumen. Als ich schließlich fertig bin, steht Harold grimmig auf und schiebt mich leicht weg. Verwirrt schaue ich ihm zu wie er in eine Ecke geht und ein Steuer holt. Dies überreichte er Jake, welcher anscheinend damit etwas anfangen kann, denn er nickt Harold dankend zu. "Geht schon, den Rest schaffe ich alleine.", durchbricht der Ältere die Stille. Ich gehe nochmal zu ihm und verbeuge mich leicht vor ihm: "Vielen Dank für ihre Gastfreundlichkeit, ich hoffe wir sehen uns mal wieder". Daraufhin erwiderte Harold mit einem Lächeln: "Immer wieder gerne Prinzessin". Glücklich darüber, dass er einmal gelächelt hat, verlasse ich mit Jake das Cottage. Erst jetzt fällt mir auf, dass er mich Prinzessin genannt hat. Vielleicht als Spitznamen, so hat der Vater von Bea sie auch immer genannt. Vielleicht machen das Väter und Großväter so. Ich bin mir nicht sicher, hatte schließlich selbst nie eine von diesen Figuren in meinem Leben. Als Jake nicht mehr weiter läuft, stehen wir vor einem kleinen Segelschiff. Jake betritt es zuerst und hilft mir dann rüber, da dieses auf den Wellen nicht zur Ruhe kommt. Auf dem Schiff stehend fällt mir auf, dass es tatsächlich kein Ruder hat und genau als ich den Gedanken aussprechen will, harkt Jake das Ruder, welches er bekommen hatte, in einen kleinen Hacken ein.
Am Anfang machte Jake alles alleine. Auf meine Frage, ob ich ihm helfen könne, gab er nur ein einfaches Nein, also saß ich hauptsächlich rum. Als wir den Hafen jedoch verlassen hatten, sah mich Jake wieder an und fragt: " Möchtest du mal ans Steuer?". Überrascht schaue ich auf: "Darf ich wirklich?". Mit einem Nicken bestätigt er es mir und ich komme lächelnd zu ihm. Ich stelle mich an die Reling, während sich Jake hinter mich positioniert. Er legt meine Hand auf das Ruder und seine obendrauf, damit ich nicht in die falsche Richtung fahre. Es ist ein berauschendes Gefühl, der kühle Wind in meinen Haaren und der leichte Druck der Wellen, welche gegen das Boot preschen. Als wir jedoch den Leuchtturm am Horizont sehen, wechseln wir wieder die Positionen, da es dann doch zu schwer für mich wäre in den Hafen einzufahren. Und während Jake langsam in die Bucht fährt, habe ich immer noch das Gefühl des kalten Windes vor mir und des warmen Körpers hinter mir.
672 Wörter ✔
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The legends of tomorrow
FantasyTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
