Es war einmal vor langer Zeit, da verließ die Königin der Gestaltwandler ihr Land, für einige Geschäftsreisen. Bei diesen verliebte sie sich in den König des Nachbarlandes. Der König war nur ein Mensch, aber die Liebe besiegte die Zeit. Die Königin gebar ihrem Liebsten einen Sohn, sah jedoch ihr Land nur wenige Tage im Jahr. Sechs Jahre lang zog sie ihren Sohn auf, doch Heimweh zerrte an ihrem Herzen. Bis sie nicht anders konnte und für immer nach Hause musste. Sie würde ihren Sohn nach einigen Jahren nachholen, so versprach sie es sich. Doch auf ihrer Heimreise zog ein schrecklicher Sturm auf und verschluckte sie für die Ewigkeit.
Während das Land der Wandler verzweifelte, trauerte auch der menschliche König, allerdings ließ ihn die Pflicht erneut heiraten. Auch diese Frau schenkte ihm einen Sohn. So wuchsen die zwei Halbbrüder miteinander auf. Aber es schien so, als sei der zweite Sohn nie mit seiner Rolle zufrieden. Er begann früh Lügen über seinen Bruder zu erzählen. Bis er und seine Mutter es schafften den König weis zumachen, sein erster Sohn würde sich mit dem verfeindeten Königreich zusammentun und ihn verraten. Auf seinem Sterbebett sagte der König aus, dass sein Erstgeborener nun nicht mehr sein Sohn sei und erklärte ihn als vogelfrei. Diesem blieb nichts anderes übrig, als den Thron seinem Bruder zu überlassen und zu flüchten.
Auf seiner Flucht traf der ehemalige Thronfolger eine Frau, in welche er sich auf den ersten Blick verliebte. Diese Liebe war naiv, doch wie konnte der junge Flüchtling, das wissen. Er durfte ihr nichts von seiner Flucht erzählen, zu sehr hätte er sie und bald seine ungeborene Tochter in Gefahr gebracht. Als er eines Tages durch das Dorf ging, in welchem er und seine Frau seit einem Jahr lebten, erkannte er einige Wachen des Schlosses, was einst seine Heimat war. Sie befragten die Bewohner nach ihm und voller Panik flüchtete er nach Hause. Dort packte er seine wichtigsten Sachen und verabschiedete sich in Tränen von seiner kleinen Familie. Er musste weiter, niemand durfte wissen, dass er jemanden liebte oder gar eine Familie hatte.
Er floh ein weiteres Jahr ohne wirkliche Raststätte. Irgendwann schaffte er es auf die Inseln der Gestaltwandler. Da wartete jedoch der nächste Schock auf ihn. Er erfuhr von den Fabelwesen und dass seine Mutter und somit er auch eines dieser sei. Noch dazu erfuhr er auch, dass er hier ebenfalls Thronfolger sei.
Mit Hilfe einer Zeremonie konnte er die meisten Bewohner, von seinem Adelsblut überzeugen, doch nicht alle vertrauten ihm, welcher doch halb Mensch war. Es wurde auch nicht einfacher, als sein Bruder ihn auf den Inseln fand und eine Armee losschickte, um ihn und seine vermeintlichen Verbündete auszuschalten. Mit dem Königs Wissen und der Hilfe einiger Berater konnten sie ihr Land verteidigen und bald darauf errichtete eine berühmte Hexe ein Schutzschild um das Reich. Nach diesem glorreichen Sieg vertraute nun jeder Bewohner des Landes ihrem König und zusammen bauten sie ihr Land wieder auf, welches durch einige vorherige Angriffe und die Armee zerstört worden war. Weitere zehn Jahre vergingen in denen das Land bis zu dem heutigen Tage aufblühte.
So endet der König seine Geschichte und ich schaue ihn gespannt an, vergessen war meine Furcht vor dem Neuen. Die Geschichte des Landes faszinierte mich sehr und ich hatte auch schon einige Ideen, welche Rolle König Rayloy dabei hatte. Doch verstehe ich noch nicht ganz warum er mir das alles erzählte. Nachdenklich schaue ich den König an und äußere meine Gedanken: "Verzeihen Sie mir die Frage, doch der Erstgeborene des menschlichen Königs und der Gestaltwandler Königin das seid ihr oder"? "Ganz richtig und was denkst du noch.", beantwortet der König meine Frage. "Nun dann könnte ihr Halbbruder Härbör sein, der König aus dem Land aus welchem ich komme.", deduziere ich weiter. "Genau, nun kommt die wichtigste Frage. Warum denkst du bist du hier?", fragt er mich nun. Noch einmal gehe ich meine Theorie durch. Ich zweifele selbst an meiner Antwort, doch trotzdem frage ich zögerlich: "Bin ich die Tochter, welche auf deiner Flucht entstand"? Aufgeregt knete ich meine Hände mit einander. Der König nickt und spricht: "Das ist korrekt, wie fühlst du dich dabei"? Einige Minuten schweige ich. Ich verstehe vieles nicht oder vielmehr will ich es nicht verstehen. Es war alles zu viel, besonders das ich nun auf einmal einen Vater haben würde "Dürfte ich in Ruhe darüber nachdenken", frage ich höfflich. "Natürlich, ich lasse dich in eines der Zimmer bringen, nimm dir so viel Zeit wie du brauchst.", antwortet er mir schnell. Langsam stehe ich auf und folge einer Wache in eines der Zimmer. Wirklich bewundern kann ich die Innenarchitektur nicht, viel zu sehr bin ich in meinen Gedanken versunken. In meinem Zimmer schließe ich die Tür hinter mir, nicht mehr verstehend, was die Wache sagt. Benommen setzte ich mich auf mein Bett und lasse die letzten Stunden Revue passieren.
808 Wörter ✔
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The legends of tomorrow
FantasyTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
