Dieser eine Satz hatte mich zum einen noch mehr verwirrt und zum anderen hatte er genau das ausgesagt was ich mir immer gedacht habe. Nun sitze ich hier an der Klippe zum Isle of Skye und lasse mir nochmal das Gespräch durch den Kopf gehen.
Nachdem er diesen einen bedeutenden Satz gesagt hatte, stand ich erstmal wie versteinert vor ihm. Daraufhin sprach er eher zu sich selbst etwas wie: " Wusste ich es doch". Dann sah er mich an und sprach zu mir: " Wenn du willst, dass all die Sagen die du kennst wahr sind, dann komme um Mitternacht wieder hier her. Du brauchst nichts mitnehmen, außer ein paar Gewändern und du darfst nur einer Person sagen, was hier passiert ist. Wahrscheinlich sagst du es Elisabeth. Auf jeden Fall kannst du danach nicht mehr zurück, aber du kannst in eine komplett neue Welt einsteigen. Wenn du es mehr als einer Person erzählst oder dich dagegen entscheidest her zu kommen, werde wir uns noch ein einziges Mal wieder sehen und ich werde dir deine Erinnerungen an dieses Treffen nehmen. Dies soll aber keine Drohung sein. Nur überleg es dir gut, ob du dir das entgehen lassen willst".
Das er Oma Eli kannte war für mich verwirrender als der Fakt das er meinte, er könne mir die Erinnerungen nehmen. Ich wollte gerade nachfragen, da war er schon verschwunden und ich hatte keinen blassen Schimmer, wie er das gemacht hatte. Ich hatte erst überlegt, dass alles zu ignorieren und zu vergessen aber auch nach dem dritten Versuch mir einzureden, dass dies alles Einbildung war, blieb immer noch das Gefühl der Wahrheit und der Wunsch, dass der Junge Recht hatte. Nun sitze ich hier an der Klippe und überlege, als auf einmal Oma Elis Hand auf meiner Schulter auftaucht. Ich schaue erschrocken nach oben und sehe erst jetzt wie tief die Sonne schon steht. Oma Eli setzt sich zu mir und sieht mich überlegend an bis sie die Stille bricht. " Was hast du Kind? Dir liegt doch etwas auf dem Herzen"? Ich denke kurz darüber nach, ob sie mich für verrückt halten würde, wenn ich ihr von heute erzählen würde. Verwerfe aber den Gedanken und vertraue ihr an was heute passiert war. Ich erzähle von der misslungenen Verkupplung, über den plötzlichen Umzug von Bea, bis hin zu dem fremden Jungen.
Sie hört mir bei allem ruhig zu und als ich ende, seufzt sie leise. " Weißt du Kind, du hast einen anstrengenden Tag hinter dir und all das mit der Verkupplung und Bea sind Sachen die sind schwer in deinem Leben, aber du wirst es als eine Erinnerung behalten. Aber die Sache mit dem Jungen ist eine Entscheidung und dazu muss ich dir sagen, ich kenne den Jungen nicht, aber ich kenne seine Geschichten und all diese, wie auch all meine sind wahr. Ich war immer froh, dass du mir zugehört hast, nur musste ich dir immer sagen, dass meine Erzählungen nur Sagen sind. Doch jetzt hast du ihn getroffen und du bist alt genug um zu reisen. Jetzt sage ich dir, sie sind alle wahr und ich unterstütze dich in jeder Entscheidung die du treffen wirst."
All dies musste ich erst mal verkraften aber komischer Weise glaubte ich meine Oma und nickte einfach nur. Ich konnte es versuchen, mir standen die Türen offen, ich musste mich nur entscheiden, ob ich durchgehe. Niemand hält mich hier. Bea ist weg, meine Mutter würde es nur stören, dass ich nicht mehr putze und Oma steht vollkommen hinter mir. Ich drehte mich entschlossen zu meiner Oma "Ich werde es tun, ab heute Mitternacht bin ich weg. Ich hoffe du schaffst das hier mit meiner Mutter". Meine Oma sah mich lächelnd an: "Sie ist meine Tochter. ich hab es schon immer mit ihr geschafft. Ich wünsche dir viel Glück und alle Kraft der Geister Kathlin. Ich werde übrigens auch ein wenig auf Fanney achten und ihr ein bisschen unseres Geldes geben. Und jetzt komm, wir werden nochmal alle zusammen Abendessen."
664 Wörter ✔
DU LIEST GERADE
The legends of tomorrow
FantasyTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
