Erschöpf erreiche ich mein Zimmer, die vielen Gedanken und die Aufregung nehmen mir langsam aber stetig die Kraft, um heute noch weiter zu machen. Mein Körper braucht eine Pause und genau das will ich ihm auch geben. Langsam lasse ich mich auf das Bett fallen und schaue mich um. Das Zimmer ist ziemlich groß und in braun Tönen eingerichtet. Neben einem Kleiderschrank und einem Bett, stehen noch ein kleiner Esstisch mit Stühlen und ein Schminktisch im Raum. Außerdem führt noch eine weitere Tür in ein kleines Bad, wie ich feststelle. Während ich mich umsehe, erblicke ich auf dem Esstisch ein Tablett mit einem Teller Suppe und einem Glas Wasser. Dazu liegen noch einige Scheiben Brot und etwas Obst in einer Schale. Mit knurrendem Magen stehe ich noch einmal von meinem Bett auf und setzte mich an den Tisch. Eine vollständige Mahlzeit, wie diese hatte ich die letzten Tage kaum und so genieße ich jeden Bissen. Satt gegessen, verschwinde ich in das Bad und mache mich bettfertig. Schließlich liege ich in meinem Bett und kuschele mich tief in die Federdecke ein. Müde schließe ich meine schweren Augenlieder.
Ein Klopfen reißt mich aus dem Schlaf. Blinzelnd öffne ich meine Augen und raffe mich auf. Ich schwinge meine Beine aus dem Bett, laufe zur Tür und öffne diese einen Spalt breit. Ein Mann um die dreißig steht vor mir und ist augenscheinlich eine der Wachen, welche in diesem Schloss patrouillieren. "Guten Morgen Prinzessin, ihr Vater erwartet sie zum Frühstück", spricht er zu mir. Ihm zu nickend antworte ich: "Ok, vielen Dank für die Information, ich mache mich nur schnell fertig". Leise lasse ich die Tür zu fallen und mache mich im Bad frisch. Schließlich will ich mir ein Kleid aus meinem Beutel holen, doch diesen muss ich wohl im Thronsaal vergessen haben. Zögernd gehe ich Richtung Kleiderschrank und öffne diesen. Staunend schaue ich an, was sich vor mir ausbreitet. Der Kleiderschrank ist in die Wand dahinter eingelassen und ist dementsprechend um einiges größer als vorher angenommen. Überfordert ziehe in eines der vorderen Kleider heraus und ziehe es mir an. Es ist in blau Tönen, knöchellang genäht und schmiegt sie elegant an meinen Körper. Das Kleid scheint mir nicht passend für ein Frühstück, viel mehr für einen Ball. Jedoch ist es eines der schlichtesten und so lasse ich es einfach an. Schlussendlich ziehe ich noch ein paar Schläppchen an und gehe aus dem Zimmer. Dort steht noch immer die Wache, welche mich mit einem Handzeichen dazu auffordert ihm zu folgen.
Wieder stehe ich vor einem großen Tor und zögere anzuklopfen. Die Wache hat mich mit einer Verbeugung alleine gelassen und ich stehe nun etwas unsicher vor dem verschlossenen Raum. Schließlich beuge ich mich doch vor und klopfe an der Tür. Diese schwingt wie bereits die anderen Tore in diesem Schloss ohne jegliches Geräusch auf und eröffnet mir den Raum. Es ist ebenfalls ein Saal mit mehreren Säulen, doch anstatt eines Thrones ist ein riesiger Tisch in der Mitte, mit unzähligen Speisen auf diesem. An den jeweils kurzen Enden ist je ein Stuhl aufgestellt und auf dem von mir Linken sitzt König Rayloy. Mein Vater, rufe ich mir in Erinnerung. Zögernd gehe ich in die Richtung des anderen Stuhles. Vater schaut direkt zu mir auf und lächelt mir freundlich zu, wenn ich es auf diese Entfernung hin richtig deute. "Setz dich Kathlin und frühstücke doch bitte etwas mit mir.", spricht Rayloy zu mir. Nickend setzte ich mich auf den Stuhl. Ich will etwas sagen, um das Schweigen zu brechen, lasse es aber, da ich ja doch nichts zu sagen habe. Ich schaue hinauf zum König und dann wieder auf meinen Teller. Das ist doch albern, wenn Rayloy mich kennenlernen will, hätte er uns doch nicht so weit auseinander gesetzt.
Im Endeffekt weiß ich nicht warum ich es tat, geschweige denn ob es erlaubt ist. Doch ich stand einfach auf und nahm mir meinen Stuhl, um ihn Richtung König Rayloy zutragen. Neben ihm angekommen, stelle ich ihn ab und laufe noch einmal zurück, um mein Geschirr zu holen. Mit gerunzelter Stirn schaut mir der König dabei zu. Bis ich meine Taten erkläre: "Entschuldige meinen Umzug, doch ich dachte mir, wenn wir uns überhaupt unterhalten wollen, dann doch bitte ordentlich". Noch einen Moment schaut mich der König an, bis er in schallendes Gelächter verfällt. Verwirrt schaue ich ihn an, vielleicht hätte ich das nicht sagen oder tun sollen. Als er auf hört zu Lachen, spricht er zu mir: " Welch ein intelligentes Mädchen du doch bist, dass ist mir gestern schon aufgefallen. Es ist eigentlich normal im Adelshaus, so zu sitzen, aber du hast recht es ist schwachsinnig. So ist es doch viel angenehmer". Noch immer mit einem Lächeln auf den Lippen schaut er mich an. Zögerlich lächele ich zurück und so bricht das Eis zwischen uns und wir unterhalten uns über alles Mögliche, während wir unser Frühstück essen.
812 Wörter ✔
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The legends of tomorrow
FantasyTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
