Verloren starre ich auf das Meer. Ich habe die Nacht nicht gut geschlafen, denn trotz das Jake bei mir war, plagten mich Albträume. In welchen ich wieder und wieder die Schlucht hinunter fiel, ohne dass mich jemand rettete. Nach nur drei Stunden Schlaf wurde es mir zu anstrengend und ich stand auf, um dem Allem zu entkommen. Seit dem stehe ich an der Reling und schaue in die Weiten des Meeres, welche mir eine ungewohnte Ruhe übermitteln. Am Anfang der Reise, war es ungewohnt auf dem Schiff, ich war froh wieder an Land zu sein, doch langsam genieße ich die Wirkung, welche die Weiten auf mich haben. Und dies soll ich auch noch einige Zeit genießen können, denn unser nächstes Ziel ist das kleine Dorf Eiôi. In diesem soll ein begabter Naturgestaltwandler leben, welcher mir dessen Wissen beibringen soll. Doch bis dahin, mussten wir zwei ein halb Tage segeln und nach Jake war das die perfekte Zeit zu trainieren. Ich rolle die Augen bei dem Gedanken und genieße noch die letzten Stunden, bevor die Sonne aufgeht und Jake seinen Plan in die Tat umsetzen kann.
Einmal strecke ich meine Arme noch gen Himmel, dann stelle ich mich bereit für den Unterricht vor Jake. Wir haben nach dem Sonnenaufgang noch zu viert gefrühstückt. Doch keine Sekunde danach hat mich Jake für den Unterricht auf Deck geordert. Nach einigen Dehnübungen war auch ich nun vorbereitet und wartete auf den nächsten Schritt von ihm. Mit einem ersten Blick beginnt er zusprechen: "Du machst gute Fortschritte Kathlin, deswegen werden wir heute deine erste vollständige Verwandlung durchziehen. Danach wirst du noch einiges von Lian lernen und heute Abend hängen wir uns noch ein wenig an die Färöische Sprache". Nickend stimme ich seinem Plan zu, auch wenn ich wohl sowieso nichts dagegen hätte machen können. Daraufhin spricht er weiter: " Nun gut, dass ganze ist etwas schwieriger, als das einfache Kopieren von Körperteilen. Denn du musst nicht nur den Körper übernehmen, sondern auch dessen Eigenschaften und Instinkte. Dies tust du indem du deine Seele mit der des Tieres verschmelzen lässt. Da dieser Übergang jedoch in unserem Blut liegt, wird es nicht allzu schwer. Dein Seelentier wird verstehen was du von ihm willst und wird ganz von alleine auf dich zugehen. Nun schließe deine Augen". Stumm folge ich seinem Gesagten und schließe meine Augen, um in die Dimension meines Inneren zu gelangen. Es dauert nicht lange, da sitze ich bereits bei den Ruinen und warte auf den kleinen Fuchs, welcher zu mir gerannt kommt. Fröhlich springt er zu mir und schaut mich fast fragend an. Zögerlich halte ich ihm meine Hand hin, an welcher er sich sofort schmiegt. Jedoch geht er diesmal weiter, er stellt sich auf die Hinterbeine und schmiegt sich an meine Brust. Dabei geht ein starkes Leuchten von ihm aus. Mein Herz scheint sich fast nach ihm zu sehnen, denn es zieht die Wärme quasi in sich auf. Plötzlich zieht sich alles in mir zusammen und keuchend versuche ich Luft in mich aufzunehmen. Gequält schließe ich die Augen und breche auf dem Boden zusammen, als eine Schmerzenswelle sich durch meinen Körper zieht. So plötzlich wie es gekommen war, verschwindet es auch wieder und ich öffne vorsichtig meine Augen. Erschrocken sehe ich mich um. Warum ist alles so groß? Plötzlich brechen auch alle anderen Sinneseindrücke auf mich ein. Die Geräusche bin ich ja mittlerweile gewöhnt, doch dazu kommen noch die Gerüche und ein Sinn, welcher mich eine Art Aura, um die Personen sehen lässt. Verunsichert schaue ich an mir herunter und kann zwei kleine Pfoten erkennen und mit einem Blick nach hinten auch den restlichen Fuchskörper. Ich habe es geschafft und trotz der vielen Eindrücke und dem komischen Gefühl neugeboren Zusein, bin ich stolz auf mich. Ein Leuchten vor mir, lässt mich auf blicken und direkt in die Augen eines Wolfes schauen. Ein Instinkt lässt mich sofort herunter schauen und meinen Kopf geduckt auf den Boden legen. Ich weiß dass vor mir Jake ist und ich keine Angst haben brauche, doch der Fuchs in mir sieht nur den Wolf. Ein feuchte Schnauze an meinem Ohr, befreit mich von dem eingezwängten Gefühl. Anscheinend ist dass das Zeichen für mich, akzeptiert worden Zusein. Die Schnauze schiebt sich jetzt unter meinen Körper und versucht mir aufzuhelfen. Zitternd stelle ich mich auf die Pfoten, nur um direkt wieder umzufallen. Nach dem zweiten Versuch klappt es jedoch und ich gehe vorsichtig einige Schritte. Mit jedem dieser werde ich immer sicher, bis ich voller Freude um Jake herumspringe. Welcher immer noch auf der Stelle steht, um mich mit seiner Größe nicht umzuhauen. "Okay, jetzt beruhig dich mal.", schallt es lachend in meinem Kopf, als ein Knurren von Jake kommt. Erschrocken schaue ich zu ihm auf. Wir können also in der Tiergestalt miteinander sprechen. Das muss ich direkt ausprobieren: " Ich freue mich nur so sehr. Was machen wir jetzt?" kommt es in Form eines Fiepens von mir. "Nun jetzt verwandeln wir uns erstmal zurück. Stell dir einfach vor wie der Fuchs sich von dir löst.", gibt er von sich. Etwas enttäuscht tue ich was er sagt. Es kommt wieder eine Welle des Unwohlseins über mich und ich muss meine Augen schließen. Doch als ich sie wieder öffne, stehe ich in meiner gewohnten Form vor Jake, welcher sich ebenfalls zurück verwandelt hat. "Sehr gut und jetzt wieder zurück. Diesmal so, dass du dir nur vorstellst, wie du deinen Fuchs rufst. Wir üben das bis du es im Schlaf kannst.", sagte er. Nun wieder lächelnd schließe ich meine Augen. Nach einem vorsichtig Ruf, rennt der kleine Polarfuchs bereits auf mich zu und springt mir in die Arme und in genau diesem Moment verwandele ich mich wieder. Der bekannte Prozess vollführt sich und ich stehe keine Sekunde später auf vier Pfoten. "Und wieder zurück.", ruft Jake.
Schwer atmend stehe ich einige Stunden später wieder in meiner menschlichen Gestalt vor ihm. Die Übung zahlt sich aus und ich verwandele mich nun blitzschnell in den Fuchs und auch das komische Gefühl war über die Wiederholungen verloren gegangen. Nun fühle ich nur noch eine angenehme Wärme die mich umschließt, wenn ich mich verwandele. Trotzdem ist es verdammt anstrengend, ob es seelisch oder körperlich ist, kann ich nicht sagen, aber es raubt mir über die Zeit den Atem. "Okay, dass reicht für heute. Lass uns essen und danach geht dein Training mit Lian weiter.", beendet Jake unseren Unterricht. Erleichtert folge ich ihm ins Innere des Schiffes, das würde noch ein anstrengender Tag werden.
1075 Wörter ✔
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The legends of tomorrow
FantasyTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
