Chapter 50

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Ich will gerade aufstehen, doch im gleichen Moment breche ich in mich zusammen und werde in die Schwärze gezogen. Das einzige was ich noch mitbekomme, ist wie jemand erschrocken meinen Namen ruft. In meinem Geiste gefangen, stehe ich in einer tiefen Dunkelheit und schaue mich um. Sie ähnelt ein wenig dem Nichts, welches am Anfang in meinem Inneren herrschte, nur bin ich mir diesmal sicher, dass ich diese vertreiben kann. Ein hellgrün leuchtender Punkt erscheint auf der Höhe meiner Augen und eine klare Stimme durchbricht die Stille: " Hallo, ich bin eine direkte Untergebene von Mutter Natur und wurde geschickt, um dir die Geheimnisse deines Erbes zu erklären."
„Fangen wir an, im Gegensatz zu Magiern nutzen die Gestaltwandler nicht die Energie der Natur, sondern ihre Gestalt. Natürlich könnt ihr eine starke Bindung zu uns aufbauen und uns um Einiges bitten, doch ihr könnt uns niemals euren Willen aufzwingen. Dafür könnt ihr aus einem Instinkt heraus unseren Aufbau verstehen und ihn euch zu nutzen machen. Ihr braucht aber auch dafür unsere Erlaubnis. Nun gut, probiere es aus. Über welchen Bestandteil der Natur möchtest du etwas wissen. Suche dir eine bestimmte Eigenschaft heraus.", rattert das kleine Wesen herunter und ich brauche einen Moment, um alles zu verstehen . Kurz überlege ich, entscheide mich aber dann für eine Verwandlung, welche ich im Dorf gesehen hatte. Eine Frau hatte sich vor einigen Stacheln geschützt, indem sie ihre Hände mit Rinde überzogen hatte. Dies erklärte ich auch meinem Gegenüber. "Ja, dass ist wahrlich eine praktische Sache. Ich zeige dir den Aufbau von Rinde und du stellst es dir auf der Haut vor.", stimmt dieser mir zu. Das Leuchten vor mir wird stärker und eine Art Anleitung entsteht in meinem Kopf, welche ich versuche auszuführen. Erfreut erkenne ich wie die Schutzschicht sich über meine Hände zieht. "Sehr gut, du hast die Grundlage verstanden. Hört deine Konzentration auf, verliert auch die Natur an dir die Kraft. Also übe fleißig und wenn du etwas neues ausprobieren willst, findest du mich auf der Lichtung in deinem Inneren.", spricht das Leuchten vor mir und verschwindet im Nichts.
"Kath-, Kathlin wach auf.", werde ich gerufen und ein schütteln an meinen Schultern, lässt mich in meinen Körper zurückschrecken. Ruckartig öffne ich meine Augen und starre in die von Jake, welcher mich sorgenvoll anschaut. "Du ignorierst mich nicht mehr.", grinse ich ihn an. Mit einem Augenrollen hilft er mir auf und bringt mich in die Hütte. Ein herzhaftes Gähnen entflieht mir und lässt ihn zu mir schauen. " Für dich geht es jetzt erstmal ins Bett.", bestimmt er und bugsiert mich in Richtung eines der Zimmer. Tatsächlich merke ich erst jetzt wie erschöpft ich bin und nehme das Angebot gerne an. Entspannt lasse ich mich ins Bett gleiten und schließe meine Augen auf ein Neues.

Leises Gerede aus dem Nebenraum lässt mich die Augen aufschlagen. Vorsichtig stehe ich auf und mit einem Blick aus dem Fenster kann ich erkennen, dass die Sonne bereits ihren Zenit erreicht hatte. Ich gehe leise aus meinem Raum hinaus, immer den Geräuschen folgend, bis ich etwas verschlafen am Türrahmen zum Wohnzimmer stehen bleibe. Entspannt lehne ich mich an diesen und beobachte die Personen im Raum. Lian und Runa liegen entspannt auf der Couch, während mein Onkel und seine Frau in einem der Sessel sitzen, doch was mich  am meisten zum Lächeln bringt, ist Jake wie er auf dem Teppich sitzt und den beiden Mädchen ein Buch vorliest. Es ist ein furchtbar niedlicher Augenblick und ich hätte ihn am liebsten festgehalten. Doch da schaut Jake bereits auf, um mich zu entdecken. Ertappt komme ich in den Raum hinein, wo mich auch die anderen erblicken. " Wie geht es dir?", fragt Runa, während mein Onkel in einen anderen Raum verschwindet. "Ganz gut denke ich.", gebe ich zögernd wieder. Onkel Falkon kommt gerade wieder und reicht mir einen Teller mit Kartoffeln, Fleisch und Salat. Mit einem "Danke" setzte ich mich ebenfalls in einen Sessel und beginne  gierig zu essen. Schließlich ist es schon eine Weile her seit ich meine letzte Mahlzeit hatte. Doch ich spüre die neugierigen Blicke meiner Kameraden und beginne schließlich zu erzählen, was mir in den letzten Stunden passiert ist. "Cool, dass heißt du hast jetzt auch die Kräfte der Alverio?", fragt nun Lian. Zustimmend nicke ich, zum Beweis schließe  ich kurz die Augen, um auf die Lichtung zukommen. Doch es hat sie etwas verändert, neben den unendlich vielen Blumen, den Ruinen, meinem Fuchs und dem Wolf, steht noch ein riesiger Baum in der Mitte mit einigen Astlöchern. Und aus genau diesem kommt der leuchtende Fleck auf mich zu. Mit einer kleinen Verbeugung, frage ich nach einem kleinen Vorzeigebeispiel. Nickend schickt sie mir den Aufbau und als ich meine Aufgaben öffne, sprießen kleine Blumen aus meinen Unterarmen. Ein Lächeln bildet sich auf den Gesichtern meiner Freunde, somit kann unsere Reise weitergehen.

799 Wörter ✔️

The legends of tomorrowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt