Gespannt auf was ich mich dabei eingelassen habe, schaue ich aus meinem Fenster in den Nachthimmel. Es war soweit.
Das Abendessen war still verlaufen, so als ob Mutter genau wusste, dass was los sei, aber das kann nicht sein. Trotz des beklemmenden Gefühls, war ich froh, dass meine Mutter keinen Streit über die verpatzte Verkupplung begann. Und ich war das erste Mal froh über meine alleinige Arbeit im Haushalt, denn so bekam meine Mutter nicht mit, wie ich einige meiner Gewänder noch einmal kontrollierte und flickte, um sie dann schnell in einen Umhängebeutel zulegen. Generell hatte ich dadurch, dass meine Mutter mir noch aufdrückte den Boden zu wischen, einen Grund nachts oder besser gesagt kurz vor Mitternacht, durch das Haus zu wandern. Ich bezweifelte aber sowieso das sie mich hört, da sie, gerade weil ich immer noch bis spät in die Nacht putze, immer Wachs in den Ohren hat, um zu schlafen.
Fertig für die Reise, mit einem bewegungstauglichem Kleid und meinem Umhängebeutel, schleiche ich mich zur Tür hinaus. Doch als ich draußen stehe, atme ich erst einmal tief ein, die kalte Luft tut mir gut und ich kann meine Gedanken sortieren. Meine Mutter würde ich auf keinen Fall vermissen, das hört sich zwar fies an aber ist so. Sie hat nie etwas für mich getan, sondern immer zu ihrem Wohl entschieden. Ihr lag immer nur das Geld am Herzen. Ich wusste nicht, wann aus ihr so ein geldgieriges Monster wurde oder ab wann ich das erste Mal egoistisch gehandelt habe und rebellierte, aber das ist auch egal. Der Hauptpunkt ist meine Mutter und ihre nervigen Aussagen, sowie das Putzen würde ich nicht vermissen, aber meine Oma. Meine Großmutter ist das Beste was mir passieren konnte, genau wie Bea. Beide haben mein Leben verbessert und es lebenswert gemacht.
Nein jetzt kann ich keinen Rückzieher mehr machen, das hier ist eine waghalsige Entscheidung, aber ich stehe vollkommen dahinter und trotz weniger Information, von diesem Jungen, werde ich jetzt zu ihm gehen. Ich wollte gerade meinen ersten Schritt in meine Freiheit machen, da viel mir ein, hatte der Junge überhaupt gesagt wie ich ihn wieder finde? Oh Mist, wo finde ich ihn jetzt.
Nach einer kurzen Minute zum Überlegen, ging ich einfach in Richtung Feldweg, wo ich ihn das erste Mal getroffen habe. Schon komisch ich kenne ihn gerade einmal circa zehn Minuten und will jetzt schon mit ihm ins Nirgendwo reisen. Er hat mir auch nichts gesagt, wo wir hin gehen, wie wir dahin kommen, noch nicht einmal wie er heißt ... nichts. Und trotzdem vertraute ich ihm irgendwie, nur wegen diesem einem Satz.
Ja ich wollte das Abenteuer und ja lass all die Sagen bitte war sein. Fremde würden mich als naiv bezeichnen, aber ich wollte es so und irgendwann muss doch jeder eine wichtige Entscheidung in seinem Leben treffen. Ob diese nun gut oder schlecht ist, entscheidet sich wohl erst später. Zumindest steht meine Oma vollkommen hinter mir und Beatrice....
Total in Gedanken merke ich gar nicht, wie ich auf einmal mitten auf dem Feldweg stehe, genau da wo ich den Jungen, dem ich immer noch keinen Namen zuordnen kann, getroffen habe.
Nachdenklich trete ich auf der Stelle herum. Na toll und jetzt, suchend drehte ich mich im Kreis. Wo kann er denn nur sein?
Plötzlich steht er vor mir und schaut mit hochgezogenen Augenbrauen zu mir herunter. Vor Schreck schreie ich kurz auf und springe ein Stück nach hinten. Wo kam der denn her, der Feldweg war doch bis eben leer?
"Du bist also gekommen, hätte auch nichts anderes erwartet", begrüßte er mich, wobei er denn letzten Teil wohl eher zu sich sagt. Zögernd nicke ich und wartete ab, was jetzt geschieht. Fordernd schaute er mich an: " Na hast du keine Fragen, ich dachte du würdest mich jetzt damit durchlöchern." Augenbrauenhochziehend schaue ich zu ihm, oh ja ich hatte Fragen, jedoch war ich keines Falls wie Bea und würde jetzt um ihn herum hüpfen und tausende Fragen stellen. Also standen wir einige Minuten ruhig gegenüber, bis ich einige einzige Frage stellte und somit die Stille durchbrach, "Wie heißt du?
683 Wörter ✔
DU LIEST GERADE
The legends of tomorrow
FantasiaTeil 1 „Ich wette mit dir du hast bestimmt mindestens einmal das Verlangen gehabt, in ein Abenteuer zu starten ..." Das waren die Worte welche Kathlin aus ihrem gewohnten und doch so langweiligen Leben zogen, hinein in eine Welt welche von Märchen...
