Chapter 10

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Durch ein Knarzen wache ich ausgeschlafen auf. Komisch normalweise gehen, weder Omi noch meine Mutter in mein Zimmer. Ich vergrabe seufzend mein Gesicht in mein Kissen und schiebe meine Gedanken weg. Das Kissen riecht aber auch nicht gerade nach zu Hause. "Na auch schon wach.", reißt mich eine tiefe Stimme aus meinen Halbschlaf und ich setzte mich ruckartig in meinem Bett auf. Moment ich bin nicht in meinem Zimmer, plötzlich kamen alle Erinnerungen wieder. Ich war in meinem eigenen Abenteuer, ohne Ziel und vielen neuen Erfahrungen. Ich sitze immer noch kerzengerade in meinem Bett, als mir Jake meine Tasche aufs Bett wirft. Er schaut mich an und sagt, "Komm wir wollen weiter, Frühstück gibt es unten, wobei es ist wohl eher Abendbrot." Verwirrt schaute ich ihn an und schaute dann raus. Nun sehe ich, wie die Sonne bereits langsam Richtung Westen wanderte und stelle mit Schrecken fest, dass ich fast den ganzen Tag verschlafen habe. So wird das meinen Schlafrhythmus komplett durcheinander bringen. Schwankend stehe ich auf und verschwinde mit meiner Tasche ins angrenzende Bad. An der Wasserschale wasche ich mein Gesicht und meinen restlichen Körper mit einer kurzen Katzenwäsche. Danach ziehe ich mein grünes Kleid an, welches nur bis zur Kniescheibe geht, damit ich mich besser bewegen kann. Etwas frischer verlasse ich das Bad wieder, nur um fest zustellen das Jake schon nach unter gegangen war. Also nehme ich meine Umhängetasche und mache mich auf den Weg nach unten, wo Jake bereits mit dem Essen an einem Tisch auf mich wartet. Lächelnd setzte ich mich zu ihm und machte mir ein Brot mit Käse.

Nach unserem stillen Essen, geht Jake wieder zur Theke, um augenscheinlich den Schlüssel abzugeben. Er wollte gerade einen Beutel wahrscheinlich mit Geld herausholen, als der Besitzer der Kneipe etwas sagt und Jake anscheinend so aufforderte das Geld wieder einzustecken. Jake gibt nur ein knappes Nicken von sich, was wahrscheinlich als Danke dienen soll und macht sich dann auf den Weg nach draußen. Ich folge nur etwas konfus, dass wir anscheinend hier umsonst schlafen und essen durften.

Ich laufe etwas schneller, um Jake wieder einholen zu können, welcher bereits die Seitenstraßen verlassen wollte. Etwas langsamer werdend, gehe ich dann neben Jake her. " Wo geht es jetzt lang?", frage ich neugierig. "Wir werden dem Fluss folgen, dann kommen wir unserem Ziel näher.", ist seine knappe Antwort. Also haben wir doch ein Ziel, grübele ich vor mich hin. "Was ist denn unser Ziel?", eröffne ich meine gedankliche Frage. "Färöer", antwortet er mir und ich nicke ihm knapp zu. Bis ich es realisiere und mein Kopf sich ruckartig wieder zu ihm drehte. Färöer, die Inselgruppe von der niemand bis her zurückkehrte. Die Heimat der Formwandler. Wenn es stimmte was Oma Eli gesagt hatte, dann waren wir gerade auf dem Weg zu der größten Legende des Königreiches. Leicht staunend und in Gedanken folge ich Jake zum Ende des Dorfes, an welchem der Fluss sich seinen Weg bannt. Der Anblick war wunderschön, wie die Sonne sich im Wasser spiegelte und so alles darum in einen wunderschönen Goldton legte. Lächelnd folgte ich Jake und so dem Fluss, welcher uns aus dem Dorf zu unendlich weiten Wiesen führte.

Die Sonne war nun fast komplett untergegangen und wir folgten noch immer dem Fluss, welcher jeden Meter breiter wurde. Ich bleibe ruckartig stehen, als ich etwas plätschern höre. In dem Moment in welchem ich Richtung Wasser schaue, erschrecke ich mich so sehr, dass ich zwei Schritte nach hinten springe. Denn im Wasser ist nichts anderes als ein Hippocampi. Meine Oma hatte mir vor einem Jahr von diesen Pferde ähnlichen Wesen erzählt, als Sage. Und direkt vor mir schwamm eines, ein Wesen zum Teil aus Fisch und Pferd. Ein Wesen, welches eigentlich zu Scheu vor Menschen war, dass es sich hierher trauen würde, in einen Fluss. Ein so wundervolles Wesen. Neugierig komme ich ihm etwas näher und beobachte seine in blau und grün schimmernden Schuppen und seine so neugierig wirkenden Augen. Als ich jedoch noch einen Schritt weiter gehe, taucht es ab und ich sehe nur noch die Schwanzflosse, welche in einer extremen Geschwindigkeit Richtung Meer verschwindet. Ich drehe mich wieder zu Jake, welcher ebenfalls stehen geblieben ist und seine leicht leuchtenden Augen sagten mir, dass auch er es gesehen hatte und genau so, wie ich fasziniert von diesem Tier war.

Schweigend laufen wir weiter, beide in unseren Gedanken vertieft. Ich war froh so einen ruhigen Begleiter zu haben.

734 Wörter ✔

The legends of tomorrowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt