Chapter 67

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Langsam schreite ich durch die Gänge, mein Blick stetig über die Gemälde wandernd. Zenobio an meiner Seite. Ich bin an einem Landschaftsgemälde mit Ausblick auf einen magischen Wald gestartet, nun laufe ich an einem Portrait irgendeinen alten Typens vorbei. Ich weiß nicht wie lange ich schon unterwegs bin, doch vor meiner Zimmertür, war die Wache nicht aufzufinden und so musste ich mich mal wieder selbst auf den Weg machen. Ich bin jetzt zwar schon eine Weile unterwegs, aber immerhin verstehe ich langsam, dass Prinzip des Labyrinths. Jede Etage im Schloss, hat seine eigene Farbe, welche man an den Gemälderahmen erkennen kann, darüber hinaus werden die Farben Richtung Süden heller und Richtung Norden dunkler, wenn ich also von meinem Zimmer in den Thronsaal will, muss ich zwei Etage runter, zu den blauen Gängen und weiter Richtung Norden laufen. Mein einziges Problem, ist jetzt nur, dass ich nicht weiß, welche Farben die anderen Gänge haben, deshalb irre ich noch immer etwas verwirrt rum, jedoch diesmal mit ein wenig mehr Orientierung. Schließlich bleibe ich vor einer bekannten Tür stehen, sie führt in die Bibliothek. Gegenüber dieser Tür, ist praktischerweise ein Gemälde einiger Bücherregale mit einem Rahmen in der Farbe lila. Mir eine weitere Notiz machend, gehe ich eine Etage weiter hinunter. Nach einigen weiteren Versuchen, erreiche ich eine Art Wintergarten, welcher mich tatsächlich wenige Minuten später in die Gärten führt. Nach einigen wenige Schritten bleibe ich stehen und ziehe die frische Luft ein. Endlich aus den stickigen Gängen draußen Zusein, ist eine Erleichterung für mich. Durch die letzten Wochen hat sich mein Körper daran gewöhnt, draußen Zusein und die nun enge Umgebung ist unangenehm zu ertragen. Mein Blick wandert über einen riesigen Rosengarten, vorsichtig gehe ich durch diesen hindurch, um eine noch größere Wiese zu erreichen. Ich habe es tatsächlich noch geschafft Jake zu erwischen, denn dieser ist gerade dabei seine Pfeile wieder einzusammeln. Ein Lächeln bildet sich auf meinem Gesicht, als ich auf ihn zulaufe. "Hey Jake, kann ich auch mal schießen.", frage ich auf halben Weg und bekomme damit seine Aufmerksamkeit. Sein Blick legt sich auf mich, gibt mir aber mit einem Nicken zu verstehen, dass ich nicht unerwünscht bin. Er wirkt irgendwie kühler, als die letzten Wochen, doch dass hält mich nicht davon ab, ihm den Bogen aus den Händen zunehmen. Grinsend lege ich meine Arme um seinen Nacken, um mir einen Pfeil aus seinem Köcher zuschnappen. Ich will ihn gerade einlegen, da schaue ich noch einmal zu ihm. Jake steht noch immer, wie festgefroren auf einer Stelle und starrt mich mit einem undefinierbaren Blick an. Ich runzele die Stirn und lege meine Hand vorsichtig auf seine Wange, während ich spreche: "Alles gut"? Blinzelnd kommt er wieder zu sich, schüttelt meine Hand ab und grummelt ein: "Ja, alles bestens". Nachdenklich schaue ich noch einmal zu ihm auf, drehe mich dann aber zu der Zielscheibe und spanne meinen Bogen. All die Bemerkungen von Runa und Jake schießen durch meinen Kopf und lassen meinen Körper automatisch die richtige Haltung einnehmen. Die Luft entweicht meinen Lungen und der Pfeil schießt auf die Zielscheibe zu. Ein dumpfer Ton und ein schneller Blick verrät mir, dass ich ins Schwarze getroffen habe. " Sehr gut", ruft eine Stimme vom anderen Ende des Gartens her. Suchend schaue ich mich um, bis ich zwei Personen sehe. Ein Lächeln bildet sich auf meinem Gesicht, als ich Runa und Lian erkenne. Wieder vereint setzten wir uns auf einige der steinernen Bänke, welche überall verteilt stehen. Nachdenklich stütze ich meinen Kopf auf meine Hände und frage: "Werdet ihr das Angebot annehmen und noch eine Weile im Schloss bleiben"? Jake ist der erste der beginnt zusprechen: " Ich bin neben meinen Aufgaben als Kommandant auch Berater des Königs, somit wird es keine Probleme geben, wenn ich noch eine Weile bleibe, besonders da deine Krönung kurz bevorsteht. So wie ich gehört habe, geht es in drei Tagen los". Nickend stimme ich Jake zu, freue mich aber auch, ihn noch für eine Weile zusehen. Nun wandert mein Blick zu meinen anderen Freunden. Lian ist der nächste, welcher beginnt zureden: " Runa und ich hatten zunächst den Plan morgen abzureisen, doch wenn deine Krönung so nahe ist, bleiben wir auf jeden Fall noch bis dahin. Was danach kommt, lassen wir auf uns zukommen". Mein Blick wandert nun auch zu Runa, welche Lian nickend zustimmt. Ein Lächeln zeigt meine Freude und so reden wir noch einige Zeit miteinander. Dabei erfahre ich noch einiges über den Palast und deren viele Geheimgänge, welche ich auf jedenfalls erkunden will. Außerdem sprechen wir über meine bevorstehende Zeremonie, doch davon lenke ich schnell ab, denn von diesem Thema würde ich noch genug hören. So endet der erste Tag in einer angenehmen Atmosphäre, welche Dinge würden mich wohl noch die nächsten Tage erwarten?

793 Wörter ✔️

The legends of tomorrowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt