Das erste, was Kevin bemerkte, als er wieder das Bewusstsein erlangte, war ein dumpfes Brummen in seinem Kopf, gefolgt von einem leichten metallischen Nachgeschmack auf seiner Zunge. Er atmete tief durch, während er die Augen öffnete und direkt vor sich Feyths Schnauze entdeckte. Das Drachenmädchen quiekte gleichermaßen überrascht und erfreut, als sie ihrerseits bemerkte, dass er aufgewacht war und er musste ihren Kopf hastig mit der linken Hand festhalten, ehe sie ihn abschlecken konnte. „Entschuldige meine Kleine, aber es würde dir nicht bekommen, mich abzuschlecken." merkte er beruhigend an, wobei er sich gleichzeitig leicht benommen an die Schläfe fasste.
*Onkel Kevin! Ich bin so froh, dass es dir gut geht! Sebastian hat dir wirklich heftig gegen den Kopf geschlagen!* rief Feyth daraufhin aufgeregt aus und rutschte hinunter in Pestouns Schoß, als dieser seinen Oberkörper aufrichtete. „Das habe ich gemerkt Feyth. Keine Sorge, der Schlag war nur halb so wild, mir fehlt nichts." erwiderte er fürsorglich lächelnd, ehe er die linke Hand unter den kleinen Drachen schob und danach schwerfällig aufstand. Dabei bemerkte er, wie ihm Alanna hilfsbereit unter die Arme griff, wofür er ihr ein dankbares Nicken schenkte. „Vielen Dank Alanna. Sagt, wie lange war ich bewusstlos?" wollte er dann von ihr wissen. Die Elfe hatte ein ernstes, aber gleichzeitig nervöses Gesicht aufgesetzt, als sie antwortete: „Vielleicht ein paar Minuten, es ist schwer das einzuschätzen. Wir haben Schreie von draußen gehört, aber ich habe es ohne meine Waffe nicht gewagt die Tür mit Magie zu öffnen. Ich habe mich darauf beschränkt die armen Dorfbewohner zu beruhigen, während Feyth hier über euch gewacht hat. Was ist nur in euren Bruder gefahren, dass er euch bewusstlos geschlagen hat?"
Kevin legte ihr beruhigend die freie rechte Hand auf die Schulter und erklärte dann in seiner typisch langsamen Art: „Sebastian hat eine geistige Erkrankung, die ihn mitunter sehr impulsiv werden lässt. So wie ich ihn kenne, hat er wohl die Lage so eingeschätzt, dass ich ihn eher aufhalten, als unterstützen würde. Wäre nicht das erste Mal. Aber er hat euch doch hoffentlich nichts getan, oder?" „Nein, nicht wirklich, er ist praktisch direkt aufgebrochen, nachdem er euch niedergeschlagen hat." entgegnete Alanna, woraufhin Pestoun erleichtert durchatmete.
Dann blickte er sich kurz im nur spärlich beleuchteten Lagerraum um, wo er die versammelten Dorfbewohner in einer der hinteren Ecken zusammengedrängt auf dem Boden hocken sah. Eltern hielten ihre weinenden Kinder in den Armen und Freunde hatten sich gegenseitig die Arme um die Schultern gelegt, um einander beizustehen. Diese armen Leute hatten in den letzten Tagen so viel durchgemacht, so viel Leid erfahren, ohne auch nur einen Funken Schuld daran zu haben. Als hätte das Schicksal ihnen eine besonders sadistische Welle an Ereignissen zukommen lassen. Er war nur froh, dass Sebastian nicht auf die Idee gekommen war, jeden einzelnen von ihnen umzubringen, damit sie nicht als Geiseln fungieren konnten für den Fall einer Gefangennahme.
Er horchte jedoch auf und wandte den Blick wieder hinunter zu Feyth, die auf seinem Arm saß und ihm vorsichtig in den Daumen gebissen hatte. Nicht wirklich stark, nur deutlich genug, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. *Onkel Sebastian meinte, ich solle dir sagen, dass er die Türe für zwei Tage verriegelt und den dazugehörigen Mechanismus zerstört hat.* erzählte sie ihm immer noch aufgeregt und der Titan schenkte ihr ein sanftes Lächeln, während er ihr dankbar über den Kopf streichelte. „Danke, meine Kleine. Das sieht ihm ähnlich. Alanna? Ihr sagtet, ihr könntet die Tür mit Magie öffnen?" meinte er und richtete dabei das Wort an die Elfe, die ihn einen Moment leicht überrumpelt ansah, dann aber zustimmend nickte. „Ich denke ja, zusammen mit Nirlath's Hilfe, sollte ich es schaffen. Zumindest bin ich gewillt es zu versuchen." Nun war es an Kevin kurz nachdenklich die Stirn zu runzeln. „Verzeiht, aber wer ist Nirlath?" Die Elfe schien sichtlich nervös bei seiner Frage zu werden, was sich auch dementsprechend in ihrer ausweichenden Antwort wiederspiegelte. „Nirlath ist – meine Seelenschwester. Ich – ich werde es euch bei Gelegenheit genauer erklären." Er wollte sie nicht in Verlegenheit bringen und ihm genügte die Antwort ohnehin fürs erste, weswegen er leicht den Kopf neigte und freundlich meinte: „In Ordnung. Dann macht euch bitte bereit die Türe zu öffnen, aber erst wenn ich es sage. Ihr sagtet, ihr hättet Schreie von draußen gehört?" Alanna nickte bestätigend. „Ja, kurz nachdem Sebastian die Tür schloss." „Ich verstehe."
Daraufhin begann Kevin in seinem Sanitätsbeutel, der am Gürtel um seine Hüfte hing, herumzuwühlen. Feyth bemerkte, was er tat und sprang geschwind auf seine Schultern, wodurch sein anderer Arm frei wurde und ihm die Suche erleichterte. Er konnte Alanna nicht ohne Schutz in den Gang gehen lassen. Sebastian hatte mit Sicherheit angefangen seinen Giftcocktail zu versprühen und da er nicht wusste, wie viel Zeit genau seitdem vergangen war, wollte er auf Nummer sicher gehen. Die Gifte zersetzen sich zwar recht schnell an der Luft, aber das Risiko, dass die Konzentration noch zu hoch war, bestand natürlich. Glücklicherweise hatten Emily und Alina schon seit geraumer Zeit eine Schutzimpfung dagegen entwickelt, die jemanden zumindest für einige Stunden immun gegenüber diesem tödlichen Aerosol machte.
Das kleine Drachenmädchen schien jedoch zu ahnen, was genau er vorhatte und erklärte gleichzeitig ängstlich, aber dennoch ernst: *Ich werde mitkommen! Ich will helfen!* Kevin hielt kurz inne, um den Kopf zu Feyth hinüber zudrehen. Er sah ihrem leicht zitternden Körper deutlich an, dass sie Angst hatte, doch ihre Augen verstrahlten eine gewisse Bestimmtheit. Rasch überlegte er kurz, wobei sein Blick wieder auf die Elfe fiel, die sich bereits zur Tür gestellt und die linke Hand auf das Metall gelegt hatte. Er wusste innerlich, wie viel es Feyth bedeutete, sie zu begleiten, anstatt hier in Sicherheit zurückgelassen zu werden. Andererseits wollte er sie auf keinen Fall in Gefahr bringen.
Allerdings sprang ihm eine Idee in den Kopf, die er für ausreichend gut befand.
Der Titan räusperte sich laut hörbar und fragte dann Alanna, als diese sich zu ihm hinwandte: „Könntet ihr die junge Feyth mit einem Schutzzauber belegen? Ich möchte sie nur ungern hier allein mit den Dorfbewohnern zurücklassen." Die Elfe sah ihn kurz überrascht an, ehe sie bejahend nickte. „Natürlich. Gebt mir nur einen Augenblick." erwiderte sie und trat wieder hinüber zu ihnen, wo Feyth ihr dankbar über die Wange schleckte. *Danke!* fiepte sie erfreut. In weiser Voraussicht hob Kevin schnell die Hand und hinderte so den kleinen Drachen daran, bei ihm das Gleiche zu tun. Das Drachenmädchen warf ihm daraufhin einen verdutzten Blick zu, dem er mit einem wissenden Schmunzeln begegnete. Dann deutete er kurz auf seine grüne Wange und erklärte ruhig: „Meine Haut ist übersät mit unzähligen kleinen Dornen, die mit Gift benetzt sind, Feyth." *Oh!* entgegnete Feyth verblüfft und begann ihn auf ein Neues genauer zu mustern.
Zufrieden wurde Pestouns Gesicht wieder etwas ernster, als er erneut begann in seinem Beutel herumzuwühlen. Neben sich konnte er Alanna einige Sätze in einer ihm unbekannten Sprache singreden hören, doch er konzentrierte sich vielmehr darauf das kleine Notfall-Köfferchen zu finden, nachdem er suchte. Schließlich kam es unter einem Stapel Bandagen zum Vorschein. Die Hülle bestand aus einem dünnen, aber robustem Metall, das weiß lackiert war und auf die Oberseite war vor einem gelben, dreieckigen Hintergrund das Biohazard-Symbol aufgeklebt. Rasch angelte er es heraus und öffnete es. Darin befanden sich, eingespannt in einer schützenden Schaumstoffauskleidung, sechs kleine Spritzen, die bereits mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt waren. Vorsichtig nahm er zwei heraus, ehe er das Kästchen wieder verschloss und zurück in den Beutel gleiten ließ. Inzwischen hatte die Elfe wohl ihre Schutzzauber um Feyth fertiggewoben, denn sie blickte ihn nun gemeinsam mit dem kleinen Drachenmädchen fragend an.
Erklärend hielt er die beiden Spritzen vor sich in die Höhe.
„Mein Bruder hat die Angewohnheit einen tödlichen Giftcocktail auszuatmen, wenn er in den Kampf zieht. Diese Gifte zerfallen zwar eigentlich rasch wieder an der Luft, aber da ich nicht genau weiß, wie viel Zeit vergangen ist, will ich kein Risiko eingehen, da schon eine kleine Menge reichen würde, um euch beide zu töten. Das hier ist ein Gegenmittel, das euch für ein paar Stunden immun gegen diesen Cocktail macht. Bitte macht kurz euren Nacken frei, Alanna." weihte er sie mit seiner typisch langsamen Art ein. Alannas Augen verengten sich skeptisch, doch sie tat, worum er sie bat und hob ihr Haar leicht beiseite, wodurch sie ihren geschmeidigen Hals entblößte. „Es wird nur kurz stechen." merkte Kevin warnend an, zog ein kleines Desinfektionstuch aus der handlichen Vorratspackung an seinem Gürtel und wischte damit sorgfältig über die Stelle, an der er ihr die Spritze geben wollte. Im Anschluss entfernte er die Schutzhülle um die Kanüle und setzte die Spritze zielgenau an. Für gewöhnlich hätte er den Oberarm dafür bevorzugt, aber der Hals war leichter zu erreichen im Moment. Einen kurzen Stich und eine Injektion später war alles vorbei, sodass er sich nun Feyth zuwandte, die ihn unschlüssig ansah.
Die Elfe hatte überrascht gekeucht, als die Kanüle ihre Haut durchstoßen hatte, aber es war wirklich nichts weiter als ein etwas kräftigeres Zwicken. Davon schien das kleine Drachenmädchen allerdings nicht überzeugt zu sein, als er etwas umständlich eine ihrer Schuppen am Hals anhob und die ledrige Haut darunter vorsichtig mit einem frischen Desinfektionstuch abwischte. Dennoch schien sie sich zu zwingen stillzuhalten, auch wenn sie hörbar ängstlich fragte: *Wird es sehr weh tun?* Beruhigend tätschelte er ihr die Stirn. „Nein, es wird nur kurz zwicken meine Kleine. Aber wenn du willst werde ich dich ablenken, dann spürst du gar nichts davon." erwiderte er freundlich woraufhin sie ihm zuzwinkerte. Kevin nickte verstehend und bat Alanna daraufhin die angehobene Schuppe festzuhalten, ehe er die Schutzhülle der Kanüle löste und suchte sich sorgsam die richtige Stelle zum Einstich. Zum Glück hatte er durch Shads Behandlung bereits einige Erfahrung in Sachen Drachenanatomie gesammelt, wodurch ihm das nicht sonderlich schwerfiel. Dann setzte er die Kanüle an ihre Haut an und stupste ihr ohne Vorwarnung gegen die Schnauze, während er gleichzeitig die Spritze hineindrückte.
So abgelenkt bemerkte das Drachenmädchen die eindringende Kanüle überhaupt nicht, sondern schnaubte lediglich überrascht. „Und das war es schon, Feyth. Siehst du, war doch nur halb so schlimm." merkte er lächelnd an und schob die nun leeren Spritzen in einen für medizinischen Abfall vorgesehenen Beutel an seiner linken Hüfte. *Es kribbelt noch ein bisschen.* erwiderte das Drachenmädchen und kratzte sich instinktiv mit ihrer linken Vorderpfote an der Einstichstelle an ihrem Hals. „Das ist normal und geht auch wieder vorbei. Aber verstecke dich ab jetzt bitte auf meinem Rücken, mit maximal deinem Kopf über meiner Schulter. Ich will Alannas Schutzzauber nicht unbedingt austesten wollen, wenn es sich vermeiden lässt. Und du musst mir versprechen, dass wenn ich sage, du sollst wegrennen, dass du wegrennst und dich versteckst, ohne mit mir darüber zu diskutieren. Das was uns hier jetzt bevorsteht ist bitterer Ernst, meine Kleine." entgegnete Pestoun und wurde dabei etwas ernster und eindringlicher, als er es sonst war. Doch nur so konnte er ihr vermitteln, wie gefährlich die Situation war, die ihnen bevorstand. Feyth zögerte sichtlich und blickte mit ihren waldgrünen Augen tief in seine eigenen grasgrünen. Schließlich blinzelte sie jedoch zustimmend und kletterte rasch von seinen Schultern hinunter auf seinen Rücken, wobei sie ihren Kopf über seine rechte Schulter gelegt hielt und so stark sie konnte auf die Schulterplatte drückte, um sich klein zu machen. *Ich verspreche es, Onkel Kevin.* schwor sie ernst, doch ihre Stimme zitterte dabei vor ängstlicher Anspannung. Beruhigend tätschelte er ihr zärtlich die Stirn, ehe er seinen Helm von der Hüfte nahm und aufsetzte, wo er sich zischend versiegelte.
Gleichzeitig langte er nach hinten auf seinen Rücken, wo er, nach einer kurzen Repositionierung seitens Feyths, seine altbewährte Maschinenkanone aus der magnetischen Verankerung löste. Fast schon wie durch einen Automatismus, lud und entsicherte er die schwere Waffe binnen weniger Sekunden, bevor er hinüber zu Alanna blickte und sie für einen Moment musterte. Die Elfe sah ihn ihrerseits gleichermaßen entschlossen und aufbruchsbereit an. Er wollte sie allerdings nicht ohne Waffe mitkommen lassen. Klar, sie konnte Magie wirken, doch wer sagte, dass ihre Feinde das nicht auch konnten? Kevin überlegte ihr kurz einen simplen Crashkurs mit seiner Pistole zu geben, entschied sich einen Augenblick später jedoch dagegen und zog stattdessen das griffbereite Kampfmesser aus der Scheide. Für einen Titanen mochte es bloß ein großes Messer sein, doch für einen normalen Menschen, beziehungsweise in ihrem Fall eine Elfe, war es schon fast ein Kurzschwert. „Ich denke ihr wisst, wie man mit solch einer Waffe umgeht?" fragte er vorsichtshalber nach, als er ihr das Messer reichte. Alanna nahm die Klinge vorsichtig entgegen und betrachtete sie rasch, ehe sie erwiderte: „Natürlich, Kevin-Vodhr. Habt vielen Dank." Damit führte sie rasch einige schnelle Übungsschläge aus, um wohl ein Gefühl für die Waffe zu bekommen, während Pestoun zufrieden nickte. „Gut, dann macht euch bereit die Tür zu öffnen." setzte er wieder in seiner ruhigen Art hinterher, ehe er sich zu den Dorfbewohnern hin umdrehte und kurz einige Worte mit ihrem inoffiziellem Vorsteher, einem braungebrannten und recht robust aussehendem Mann namens Linhart, wechselte.
Er wies sie an, sich weiterhin hier im Raum versteckt zu halten und unter keinen Umständen die Türe zu öffnen, nachdem er mit Alanna gegangen war. Zudem versprach er ihm wiederzukommen und sechsmal laut an der Tür zu klopfen, wenn die Gefahr vorbei sein sollte. Linhart verstand den eindringlichen Unterton, der sich dabei in Pestouns charismatische Stimme geschlichen hatte und nickte zustimmend.
Anschließend trat Kevin mit Feyth auf dem Rücken zurück zu Alanna, die nun wieder die linke Hand auf die massive Stahltür gelegt hatte und das Messer in der rechten festhielt. „In Ordnung, öffnet sie." bat er in einem freundlichen Ton, woraufhin die Elfe bestätigend nickte, die Augen schloss und anfing leise in derselben fremden Sprache wie zuvor zu singen. Der Sanitäter fand das Lied, wenn er es als solches bezeichnen konnte, überaus schön, genauso wie der grünliche Schimmer, der von ihrer Hand auszugehen schien, doch noch ehe er genauer hinhören und sehen konnte, erklang das ihm bekannte mechanische Werkeln des Öffnungsmechanismus. Einen Moment später zischte es kurz laut und ließ sie wissen, dass die Tür entsiegelt war. Respektvoll legte er Alanna ermutigend die Hand auf die Schulter. „Gut gemacht. Nun tretet zurück und bleibt hinter mir, während wir das Schiff durchsuchen." Die Elfe schenkte ihm ein dankbares Lächeln. „Danke, ich werde euch folgen, mein Freund." Mit diesen Worten trat sie zurück von der Tür und nahm dabei das Kampfmesser wieder in die linke Hand, wohingegen Kevin seine MK durchlud und sich anschickte die massive Stahltür aufzudrücken. Dabei konnte er deutlich hören, wie sich Feyths Krallen vor Anspannung noch fester in seinen Anzug drückten und dabei ein leises metallisches Knirschen erzeugten.
Dann öffnete er sie endlich.
Der Gang vor ihnen war grell durch die charakteristischen Lampen erleuchtet und es gab zunächst nichts, das nach einer Gefahr aussah. Per Handzeichen bedeutete er der Elfe ihm in den Gang zu folgen und schloss danach die Tür wieder hinter ihnen. Zwar versiegelte sie nicht mehr komplett, da Sebastian offensichtlich den dazugehörigen Mechanismus zerstört hatte, wie Pestoun mit einem Blick zur Seite feststellte, doch sie würde dicht genug halten, um eine große Luftzirkulation durch die Schlitze zu verhindern. Und das musste sie auch. Denn schon begann die Biohazard-Anzeige in seinem HUD aufzublinken und wies ihn auf eine tödliche Konzentration an verschiedenen Gift-Aerosolen in der Luft hin. Zwar erkannte er schnell, dass die Werte weit unter Bastians normaler Konzentration lagen, was darauf hinwies, wie viele Minuten vergangen waren, aber er sah sich in seiner Vorsicht bestätigt. Hätte er Alanna und Feyth ohne die Schutzimpfung mitgehen lassen, dann würden sie gerade eine noch tödliche Dosis an Toxinen einatmen.
Zum Glück berechnete er rasch im Kopf, dass sich die Gifte in den nächsten fünf Minuten größtenteils zersetzen würden und somit keine ernsthafte Bedrohung für die Dorfbewohner darstellen. Allerdings verriet ihm seine Rechnung auch, dass knapp 25 Minuten seit Bastians Aufbruch vergangen sein konnten, da er seine Gift-Aerosole sohin gehend modifiziert hatte, dass sie knapp eine halbe Stunde in tödlicher Dosis in der Luft vorhanden waren und danach „nur noch" zu schweren Lähmungen und anderen paralysierenden Effekten führten. Er würde eine mobile Entgiftungseinheit einmal quer durch diesen Gang und alle anderen Gänge der Venator ziehen müssen, in denen sich sein Bruder aufgehalten hatte, aber das konnte fürs erste warten.
Seine Priorität lag nun erst einmal dabei sicherzustellen, dass es Professor Greenes gut ging und einen Funkspruch an die anderen Titanen im Albatross abzugeben. Er hatte den Wissenschaftler, der sich in der Nacht hatte Schlafen gelegt im ganzen Trubel völlig auf seinem Quartier vergessen. Und da er sich recht sicher, war, dass den anderen im unteren Hangar nichts geschehen konnte, solange die Schwarze Rose nicht plötzlich anfing ihre Technologie auf Anhieb zu verstehen, konnte er es sich erlauben, zuerst nach Karl zu sehen. Immerhin lag der Aufzug auf ihrem Weg, sodass er in dieser Hinsicht mit einem kurzen Check sichergehen konnte, nur der Funkspruch würde etwas komplizierter werden, da der HAX-Suit nicht darauf ausgelegt war, ohne Satellit längere Strecken mit seinem Funkgerät zu überbrücken.
Kevin wurde jedoch aus seinen Gedanken gerissen, als Feyth praktisch neben seinem Ohr ein ängstliches Fiepen ausstieß und Alanna ihm an den Oberarm tippte. „Kevin-Vodhr! Seht, dort hinten im Gang!" bemerkte sie ernst, woraufhin der Titan vom leeren Nährflüssigkeitsbehälter aufsah, in die Richtung, in die die Elfe zeigte. Sofort erkannte er, was die beiden aufgeschreckt hatte. Dort, in einigen Metern Entfernung lagen drei verkrampft aussehende Leichen in schwarze Gewänder gehüllt. Rasch trat er mit der Elfe an seiner Seite hinüber zu ihnen und ging kurz in die Hocke, um die Toten zu untersuchen. Die Münder waren weit aufgerissen, genauso wie die Augen, was ihnen einen verstörenden Anblick verlieh. Noch dazu hatten sie die Hände wie in Panik um den eigenen Hals gelegt, als hätte sie jemand gewürgt. Kevin verzog missmutig die Mundwinkel, als er sich wieder erhob und Feyth beistehend den Hals tätschelte, da der kleine Drache sichtlich verstört von dem Anblick war. „Alles ruhig, ganz ruhig Feyth." flüsterte ihr beruhigend zu, ehe er sich an Alanna wandte, die ebenfalls schockiert die Leichen betrachtete. „Jetzt wisst ihr, weshalb ich euch die Schutzimpfung gab. Mein Bruder ist leider erbarmungslos in solchen Sachen. Lasst uns weitergehen." bemerkte er ernst an, worauf die Elfe nach einem kurzen Moment zustimmend nickte und den Blick von den toten Männern abwandte. Dann eilten sie weiter durch den Gang, wobei Pestoun einen kurzen Blick auf das Funkfenster in seinem HUD warf.
Insgesamt wurden ihm lediglich zwei Kontakte in Reichweite angezeigt, Sebastian und Alex. Er versuchte natürlich sofort Bastian anzufunken, doch wie er es schon hatte kommen sehen, blieb sein Funkruf ohne Antwort. Es überraschte ihn nicht wirklich, immerhin wusste er genau, wie sein Bruder tickte. Daher öffnete er einen weiteren Funkkanal zu Alex, der ihn zum Glück nach einigen Augenblicken beantwortete.
„Alex? Kevin hier. Gut, dass wenigstens du antwortest. Wo bist du gerade?" meinte er erleichtert, während er zusammen mit Alanna gerade auf die erste Abbiegung zulief und ihm die rußigen Brandflecken an den Wänden der Ecke auffielen. „Ich bin mit Tinira immer noch auf meinem Quartier Kevin. Wir haben gerade eine kleine Gruppe schwarzer Gestalten außer Gefecht gesetzt, die hier durch den Gang gerannt sind. Was ist los? Werden wir etwa angegriffen? Und wo sind die anderen?" kam es knurrend von Nurton zurück, wobei seine Stimme noch etwas tiefer klang, als früher. „Ja, werden wir. Entschuldige, dass ich dir nicht früher Bescheid gegeben habe, aber Bastian hat mich bewusstlos geschlagen und im Lagerraum mit den Dorfbewohnern eingesperrt. Du weißt ja wie er ist. Sei auf jeden Fall auf der Hut, wenn du die junge Tinira noch bei dir hast. Er ist voll in seinem Element, wenn du verstehst was ich meine. Falls ihr ihn seht, bleibt weg von ihm, solange ich Tinira keine Schutzimpfung geben kann. Am besten wartet ihr dort bei deinem Quartier, ich komme mit Feyth und Alanna zu euch, dann erkläre ich dir schnell alles." entgegnete Pestoun ruhig und verzog erneut missmutig das Gesicht, als er um die Ecke trat und die rauchenden Überreste von zwei verkohlten Leichnamen entdeckte.
„Bei den Ahnen! Als hätte sie ein Drache verbrannt." merkte Alanna murmelnd an, während sie neben den Überresten in die Knie ging, um sie zu untersuchen.
Unterdessen antwortete Alex gleichzeitig: „Bastian? Oh verdammt. Ich verstehe, ja wir bleiben hier und warten auf euch. Bitte beeil dich, ich habe keine Lust ihn hier auftauchen zu sehen, wenn er eine seiner Phasen hat." Dabei konnte Kevin deutlich die Sorge aus seiner Stimme heraushören, weswegen er seinem Bruder versicherte: „Wir werden in ein paar Minuten da sein, keine Sorge. Verbarrikadiert euch doch zu Not in deinem Zimmer." „Äh – nun – was das angeht. Da gibt es ein kleines Problem. Steven hat die Tür herausgerissen, um Platz für Tinira zu machen." kam es daraufhin zögerlich von Nurton zurück und ließ seinen Bruder kurz verblüfft dastehen. Zu sehr überraschte es Kevin jedoch auch wieder nicht zu hören, dass Steven Alex' Tür herausgerissen hatte. Es war schließlich Steven, von dem hier die Rede war. So seufzte er leise und meinte ruhig: „Dann halte einfach Ausschau nach Sebastian. Er wird ohnehin eher wieder nach draußen oder in Richtung der Gefangenen auf den mittleren Ebenen unterwegs sein. Wir sind gleich bei euch." „Verstanden, danke. Bis gleich." antwortete Alex hörbar erleichtert und beendete den Funkkontakt wieder, nachdem sich Pestoun ebenfalls verabschiedet hatte.
„Alex und Tinira geht es gut. Eine Gruppe der Angreifer hat sie wohl gefunden, aber sie konnten sie niederschlagen. Habt ihr etwas gefunden, das uns weiterhilft Alanna?" teilte er dann der Elfe mit, die gerade damit beschäftigt war, wohl eine Art Dolch vom verkohlten Gürtel einer der Leichen zu nehmen. „Das freut mich zu hören, Kevin-Vodhr. Aber nein, leider sind sie zu sehr verbrannt, als dass ich erkennen könnte, um wen es sich dabei handelt. Nur ihr Dolch ist in jedem Fall elfischer Machart, was mir zumindest sagt, dass sie zur Schattenwache gehören müssen, eine der Söldnergruppierungen, die von der Schwarzen Rose angeheuert wurden. Das bedeutet, wir müssen äußerst vorsichtig sein. Sie haben auch Mitglieder meines Volks in ihren Reihen, die selbstverständlich Magie beherrschen." antwortete sie, während sie aus der Hocke aufstand und ihm den blanken, feingeschmiedeten und verzierten Dolch zeigte. Er war deutlich schmaler und kleiner als sein Kampfmesser, besaß dafür aber eine recht ausgeprägte Krümmung, fast so wie ein Miniatursäbel.
„Es sind also auch Elfen unter ihnen? Das ist äußerst wichtig zu wissen, danke Alanna." erwiderte Kevin mit einem Nicken und bedeutete Alanna ihm wieder zu folgen. *So viele Tote – ich weiß sie sind böse, aber – *konnte er Feyth in seinem Kopf flüstern hören, wobei sie sichtlich erschüttert klang. Mitfühlend legte er ihr kurz sacht die Hand auf die Schnauze, bevor er ruhig entgegnete: „Ja, ich weiß was du meinst, meine Kleine. Ich weiß." Dann raffte sich der Sanitäter auf und stieg über die verbrannten Leichen hinweg, ehe er einige Meter weiter schon die nächsten Toten sah. Und es würde wohl nicht bei ihnen bleiben.
Angespannt besah Alex seine blutverschmierten, krallenbewehrten Pranken.
Er schmeckte Blut auf seiner Zunge. Die schwarzgekleideten Angreifer hatten keine Chance gegen ihn und Tinira gehabt, obwohl sie die beiden relativ überrascht hatten. Er war mit dem zitronengelben Drachenmädchen gerade gemeinsam aus der Dusche getreten, als sie sie angegriffen hatten. Ihre Schwerter waren jedoch praktisch wirkungslos an seinem neuen Schuppenkleid abgeglitten und im Gegenzug hatte er mit einem einzigen Hieb einer der Gestalten den Kopf von den Schultern gerissen. Daraufhin hatte ihn wohl kurz der Kampfrausch gepackt, denn erinnerte sich nur noch bruchstückhaft daran, wie er den zweiten Mann mit seinen Kiefern zerfetzt und eine weitere Frau mit den Pranken zerfleischt hatte. Aber auch Tinira war nicht untätig geblieben und hatte die letzten beiden Angreifer, eine Frau und einen Mann mit ihren mächtigen Kiefern zerteilt. Es war ein ziemliches Blutbad vor seinem Quartier und überall auf dem Boden und sogar an den Wänden klebten Blut und Gedärme. Einige der abgetrennten Gliedmaßen waren sogar bis zu seinem Bett hin geflogen oder gerollt, doch Nurton machte sich gerade nicht wirklich Gedanken darüber, diese Sauerei wegzuräumen.
Vielmehr sah er wieder von seinen Händen auf und blickte rechts und links in den Gang, seine Sinne bis aufs äußerste gereizt. Es war komisch, die meisten Farben deutlich stechender und kräftiger als zuvor wahrzunehmen, was wohl an seinen nun himmelblauen Drachenaugen lag, doch er versuchte das alles in den Hintergrund zu drängen. Für ihn zählte es gerade nur Ausschau nach Sebastian zu halten. Wenn er Kevin richtig verstanden hatte, war sein Bruder wieder einmal auf einem seiner wortwörtlichen „Schlacht-Züge" und sollte er hier auftauchen, musste er Tinira so schnell es ging ins Bad sperren. Zwar wusste er, dass Bastians Kopf anders tickte und er das Drachenmädchen wohl auf Grund ihrer Schuppenfarbe, einem hellen Gelb, seiner Lieblingsfarbe, in die „Mag-ich"-Schublade gesteckt hatte, aber das Risiko, dass er sie ausversehen töten könnte, war Alex viel zu hoch.
Er drehte rasch den Kopf zu Tinira um, die praktisch neben ihm stand und ebenfalls die Schnauze hin und her schwenkte, um Ausschau nach weiteren Feinden zu halten, während sie die Luft immer wieder mit ihrer Zunge kostete. Die gemeinsame Dusche mit ihr, war wohl das peinlichste, oder schamerfüllteste, was er bis jetzt in seinem Leben durchstanden hatte, was einiges auszusagen hatte.
Zwar waren seine – Geschlechtsteile – schon seit der Krokodilsmutation nach innen in einen Genitalschlitz gewandert, der nach außen hin kaum sichtbar war, doch das hatte das neugierige Drachenmädchen nicht daran gehindert ihn von oben bis unten, sowohl vorn als auch hinten genauestens zu mustern und jeden Quadratzentimeter mit ihrer Zunge abzuschlecken. Ihre Ausrede war gewesen, dass sie ihm hatte helfen wollen, sein altes Schuppenkleid loszuwerden, wofür er überaus dankbar war, doch innerlich wusste er den eigentlichen Grund nur zu gut. Zu seiner Bestätigung hatte sie immer wieder ihre Schnauze liebevoll an seinen Körper gedrückt und gerieben, begleitet von einem verliebten Gurren und Summen. Auch an Stellen, von denen er sie mit einer hastigen Handbewegung und hochrotem Kopf weggedrückt hatte.
Zudem hatte Nurton stumpf aufgeschrien, als sie ihm zärtlich in den Schwanz gebissen hatte.
Dieser war ohnehin das größte Rätsel für ihn bisher.
Er fühlte sich ähnlich an wie ein Bein oder Arm, der aus seinem unteren Rücken hervor wuchs. Alex konnte ihn zwar bewusst bewegen, aber das erforderte ein großes Maß an Konzentration, denn beim ersten Versuch hatte er ihn zu fest gepeitscht, beinahe das Gleichgewicht verloren und das Waschbecken zertrümmert. Dabei hatte er jedoch nicht wirklich Schmerzen empfunden, obwohl der Schwanz mit voller Wucht gegen massiven Stahl geschlagen war. Scheinbar war er derart muskelbepackt, dass diese sämtliche Wucht eines solchen Aufpralls abfingen. Auch war ihm aufgefallen, dass Drachen wohl sehr viel unter Artgenossen mit ihrem Schwanz ausdrückten, denn er hatte es während der Dusche immer wieder bemerkt, wie Tinira ihren eigenen Schwanz zärtlich um den seinen gewunden hatte.
Er schloss für einen kurzen Moment die Augen, als sich ihre Blicke eher zufällig trafen und sie ihm ein liebevolles Gurren zukommen ließ. Nurton atmete tief durch und verdrängte sämtliche Gedanken an diese Dusche, während ihm erneut die Schamesröte ins Gesicht schoss, was zum Glück jedoch durch sein Schuppenkleid verborgen blieb. Stattdessen versuchte er sich abzulenken, indem er nachdenklich mit seinen Krallen über die Schuppen auf seiner Brust fuhr und dann einen Blick auf den schmalen Schnitt, den einer der Angreifer auf Tiniras Schulter hinterlassen hatte, warf.
Seine Drachenschuppen waren wohl um einiges härter, als normal, sonst wären die Schwerter nicht regelrecht an ihm abgeprallt. Scheinbar hatten die Naniten die an sich schon dicken Drachenschuppen noch mit etwas verstärkt, anders konnte er sich dieses Phänomen nicht erklären.
Alex wurde jedoch aus seinen Gedanken gerissen, als das Drachenmädchen verliebt in seinem Kopf schwärmte: *Du siehst wirklich furchterregend schön aus.* Gleichzeitig schleckte sie ihm zärtlich über die linke Wange, was die Hand des Titanen unwillkürlich emporschnellen ließ, wo er sie auf ebenjene Stelle hielt. „Äh – danke." antwortete er peinlich berührt und fuhr sich durch das nun hellgraue, borstige Haar. Was folgte waren einige sehr verlegene Minuten für den Soldaten, da sie ihm alle möglichen Komplimente machte, zum Beispiel wie sehr sie seinen kräftigen Schwanz mochte, wie sie fand, dass ihm die hellblauen Augen sehr gut standen und dass ihn seine dicken Hörner äußerst imposant erscheinen ließen.
Erst das laute Fußgetrappel neben ihnen aus dem Gang erlöste ihn aus dieser für ihn sehr schwierigen Lage.
Sofort drehten sie sich beide nach rechts, von woher sie Kevin, Feyth und Alanna herbeieilen sahen. Das grüne Drachenmädchen saß dabei auf dem Rücken seines Bruders und hatte den Kopf auf seine rechte Schulter gepresst, während die Elfe hinter ihm herlief. Es versetzte ihm einen kleinen Stich, als er Feyth plötzlich angsterfüllt quieken hörte, sobald sie die zerfetzen Leichen bemerkte und hastig den Kopf abwandte. Auch Alanna setzte ein missmutiges und gleichzeitig erschrockenes Gesicht auf, auch wenn sie ihre Abscheu über das Gemetzel ansonsten für sich behielt. Pestouns Miene konnte Alex zwar nicht sehen, doch er kannte seinen Bruder nur zu gut, um zu wissen, wie sehr er solche exzessive Gewalt verabscheute. Daher trat er rasch mit Tinira im Schlepptau ein paar Schritte vor, um das Blutbad hinter sich zu verbergen. Wenige Augenblicke später kam die kleine Gruppe vor ihnen zum Stehen, woraufhin Kevin ihm einen langen, schweigenden Blick durch den gesichtslosen Helm hindurch zuwarf.
Schließlich meinte der Sanitäter in seiner gewohnt charismatischen, ruhigen Stimme: „Du siehst – anders aus, Alex. Aber ich denke eine Erklärung reicht mir auch noch später. Und auch dir hallo junge Tinira. Ich gaube, wir hatten noch nicht das Vergnügen. Mein Name ist Kevin Pestoun, ich bin Alex' Bruder." *Seid gegrüßt Bruder von Eisenkiefer!* entgegnete das zitronengelbe Drachenmädchen respektvoll und neigte dabei grüßend den Kopf.
„Das ist etwas komplizierter, ja. Die Kurzfassung: Ich habe etwas Drachen-DNA abbekommen." erwiderte Nurton und warf Feyth einen entschuldigenden Blick zu, als sie sich wieder traute die Augen zu öffnen. Dankbar nahm er auch das Feuchttuch entgegen, das ihm Kevin rasch aus einem seiner zahlreichen Beutel organisiert hatte. „Ich verstehe, das erklärt zumindest die Hörner und den Schwanz. Ich frage aber nicht, warum du nackt bist, in Ordnung? Wie dem auch sei, offensichtlich habt ihr eure Gegner ohne Probleme außer Gefecht setzen können." bemerkte Pestoun mit einem Blick hinter Alex, während dieser sich hastig die blutverschmierten Pranken und Mund abwischte. „Äh – nun, sie haben uns überrascht, als wir aus der Dusche kamen und seitdem bin ich nicht auf die Idee gekommen nach einer Hose zu suchen. Falls mir überhaupt noch eine von meinen alten passt." erklärte er verlegen, woraufhin sein Bruder fragend den Kopf schräghielt.
„Wir?" fragte er skeptisch, doch noch ehe Nurton etwas sagen konnte, fügte er offensichtlich amüsiert hinzu: „Nein, sag nichts, das ist deine Sache."
Dann wurde sein Ton schlagartig wieder ernst. „Aber genug jetzt davon, lass mich dir rasch erklären, wie die Lage aussieht."
Damit erklärte er Alex und Tinira rasch, dass offenbar die Schwarze Rose einen Angriff auf die Venator gestartet hatte, dabei aber von Sebastian recht früh bemerkt worden. Er fuhr fort, indem er erzählte, dass sie Bastian bisher nicht gefunden hatten, Amanda und die anderen jedoch wohl im unteren Hangar in Sicherheit waren, da der Fahrstuhl unten bei ihnen und somit unzugängliche für etwaige Feinde war. Zudem hatte sein Bruder sichergestellt, dass Professor Greenes sicher auf seinem Quartier. Während der kurzen Zusammenfassung schien sich auch Feyth wieder etwas aufzuraffen und schenkte ihm ein zuneigungsvolles Zwinkern, was den Stich von zuvor wie wegfegte. Als nächsten Schritt beschlossen sie kurz bei den Räumen mit den Gefangenen vorbeizuschauen, um zu sehen, ob Sebastian vielleicht zu ihnen gegangen war.
Nach einem kurzen Check von Tiniras leichter Schnittwunde, die Kevin schnell notdürftig desinfizierte und mit einem aufsprühbarem Verband abdeckte, und der darauf folgenden Schutzimpfung gegen Sontals Giftcocktail, zogen sie gemeinsam los, wobei Alex die Vorhut und Tinira die Nachhut bildete.
Kevin, Feyth und Alanna gingen zwischen ihnen.
Es dauerte einige Minuten, in denen sie durch die ausgeleuchteten Gänge der Venator eilten, bis sie die Arrestzellen erreichten. Doch keine Spur von ihrem Bruder. Niemand hatte sich an den Displays der Türmechanismen zu schaffen gemacht und auch sonst gab es keinerlei Hinweise auf Bastian. „Das ist merkwürdig und völlig untypisch für ihn. Er hätte es sich niemals entgehen lassen, einen Vorwand zu haben, sie zu töten." bemerkte Pestoun nachdenklich. Alex konnte nur unschlüssig mit den Schultern zucken. „Vielleicht ist gerade noch mit ein paar der Angreifer beschäftigt, oder ist ihnen nach draußen gefolgt, als sie flohen." versuchte er sich an einer Erklärung, die zumindest in seinen Augen etwas Sinn ergab. Kevin nickte zustimmend. „Das wird es wohl sein, ja. Am besten wir gehen zurück in Richtung Hangar und sehen rasch nach Amanda und den Kindern. Sie ist sicher zu Tode verängstigt, nachdem ich sie allein mit ihnen dort unten gelassen habe. Ich hoffe Trestol tut sein Bestes, um sie zu beruhigen."
Skeptisch hob Nurton eine Augenbraue an, als er seinen Bruder anblickte. „Du hast Amanda alleine dort unten gelassen?" „Jein. Trestol und Mimiath sind bei ihr und da ich so schnell wie möglich die Dorfbewohner in Sicherheit bringen musste, dachte ich, dass ein Drache und Reiter als Verteidigung wohl ausreichend sein sollten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass einer der Angreifer überhaupt den Aufzug benutzen kann." erklärte sich der Sanitäter ruhig. „Ah, ach so meintest du das. Gut, jetzt ergibt das Sinn." meinte Alex verstehend und nickte zufrieden. Er war sich sicher, dass Mimiath und Trestol natürlich ausreichend dafür waren, Amanda und die Kinder zu verteidigen. Dennoch beschlossen sie einstimmig Kevins Idee zu folgen, womit sie sich auf den Weg zurück in Richtung Hangar machten, was erneut ein paar Minuten dauerte.
Alex' Misstrauen wuchs jedoch von Minute zu Minute, als sie auf dem gesamten Weg kein einziges Anzeichen von Sebastian entdeckten, weder eine Luftverunreinigung durch seine Gifte, noch irgendwelche Brandspuren seines Flammenwerfers, den er sonst so gern benutzte.
Schließlich kamen sie jedoch im Hangar an, wo sie zusammen hinüber zum Fahrstuhl traten, wobei sie suchend umherblickten, um auf der Hut zu bleiben. Allerdings stimmte etwas nicht, wie Kevin sehr schnell feststellte. „Der Aufzug. Er ist hier oben. Das letzte Mal, als ich ihn gesehen habe, war er immer noch am unteren Hangar, wo ich ihn hingeschickt hatte." bemerkte er ernst und legte die Maschinenkanone an. Sämtliche Alarmglocken fingen an in Nurtons Kopf Alarm zu schlagen, während sich sein gesamter Körper anspannte. Jemand musste mit dem Aufzug gefahren sein! Neben ihm fing auch Tinira an zu knurren und nahm eine Angriffsstellung ein, genauso wie Alanna, die Kevins Kampfmesser noch fester packte und die Augen verengte. Pestoun trat hinüber zum Schaltpult und begann mit seinen Fingern stumm von drei herunter zuzählen. Bei null betätigte er den Knopf und hob gleichzeitig wieder die Waffe empor, als die schwere Fahrstuhltür vor ihnen aufglitt.
Auf den ersten Blick schien die Kammer leer zu sein, doch als sie näher traten, stieß Feyth ein schrilles Quieken aus und selbst Alex entwich ein leiser Fluch.
In einer der Ecken lag ein ganzer Haufen an Leichen, allesamt mit der gleichen schwarzen Bekleidung, die Augen vor Panik weitaufgerissen, genauso wie die Münder. Sie waren wahllos aufeinander geworfen worden, wohl einfach nur um Platz zu schaffen. Nurton kannte diese Art von Leichen, er hatte schon hunderte Tote mit exakt demselben Gesichtsausdruck gesehen. Dies war zweifellos das Werk seines Bruders. „Oh verdammt. Alle schnell in den Aufzug! Wir haben keine Zeit zu verlieren, wenn Sebastian nach unten gefahren ist!" rief Kevin als erstes geistesgegenwärtig und scheuchte sie allesamt ins Innere, bevor er den Knopf für die Fahrt nach unten betätigte. Nurton konnte Feyth neben sich würgen hören und wünschte dem kleinen Drachenmädchen helfen zu können. Zum Glück war Pestoun zur Stelle und begann leise und beruhigend auf sie einzureden, während er sie vorsichtig streichelte. Auch Tinira schien den Anblick eines Leichenbergs nichts abgewinnen zu können und hatte angefangen drohend zu knurren.
Aber Alex' Gedanken begannen zu rasen.
Was hatten diese Kerle überhaupt hier im Aufzug zu suchen gehabt?
Sebastian mochte sie zwar getötet haben, doch er bezweifelte stark, dass er sich die Zeit nehmen würde, den Aufzug nach oben zu rufen, seine Opfer hinein zu stapeln und danach ohne etwas zu verschwinden.
Was genau war dann hier vorgefallen?
Kevin bestätigte seinen Gedankengang, indem er ihm erklärend zumurmelte: „Mein Anzug registriert keinerlei Gifte in der Luft. Diese Kerle müssen also schon länger als 20 Minuten tot sein, da die separate Luftumwälzung des Aufzugs hier solange braucht, um einmal die komplette Luft zu reinigen. Ich weiß nicht was hier vor sich geht, mach dich auf das Schlimmste gefasst." Er nickte seinem Bruder grimmig zu und entblößte dabei seine neuen, rasiermesserscharfen Reißzähne.
Mit einem Ruck kam der Aufzug zum Stehen und abermals glitt die große Tür vor ihnen auf. Das erste was Nurton auffiel, war der Geruch von frischem Blut, der ihm in die Nase stieg. Die Quelle lag in Form von zerfetzten Leichenteilen direkt zu ihren Füßen, doch sie alle achteten nicht wirklich auf die Blutlache vor ihnen, sondern hatten alle die Köpfe in Richtung Amanda, und den jungen Drachen samt Reitern gedreht. Und auch sie wurden von den anderen angestarrt, die ihr Kommen natürlich gehört hatten.
„Kevin! Kevin!" schrie Amanda aus Leibeskräften und winkte ihn wie wild zu sich herüber. Erst jetzt bemerkte er das klaffende Einschussloch in Ileakris rechter Schulter, auf das ein verzweifelt wirkender Keno ein Stofftuch drückte und irgendwelche Formeln vor sich hinquasselte, die er aus dieser Distanz unmöglich hören konnte. Die junge Saskia saß weinen an der Flanke ihres Drachens Forlon, der behütend seinen Kopf in ihren Schoß gelegt hatte, während der Urgaljunge Mel'khrat dabei war Keno zu helfen, die blutende Wunde zu stillen, wohingegen sein Drache Lerod vor der ganzen Gruppe stand und sie drohend, mit gefletschten Zähnen anknurrte. Shad hingegen lag hilflos in der Repulsortrage und konnte nichts tun, außer ebenso wütend zu knurren. Die junge Ileakri hingegen hatte die Schnauze zu einer schmerzverzerrten Grimasse verzogen und winselte leise, wobei sie sich dennoch zwang ein Auge offen zu halten. Aber nirgends war eine Spur von Mimiath, Trestol oder Sebastian zu sehen.
„Oh verfluchter Mist!" stieß Kevin neben Alex aus, sicherte das MK und steckte es zurück auf den Rücken, wobei er gleichzeitig im vollen Sprint auf das Nest aus Matratzen zuhielt, dicht gefolgt von Alanna.
Nurton und Tinira folgten ihnen auf dem Fuße.
„Kevin, Gott sei Dank bist du da! Schnell! Du musst ihr helfen!" rief Mrs. Forke ihnen zu und schien dabei nur knapp vor einer Panikattacke zu stehen. „Ruhig, ganz ruhig, Amanda, wir sind ja da. Feyth, bitte versuch mir zu helfen, sie zu beruhigen. Was ist geschehen Amanda?" erwiderte Pestoun so beruhigend er nur konnte und wandte sich dabei kurz an Feyth, die hilfsbereit fiepte und dann hinüber auf Amandas Schoß sprang, die den kleinen Drachen fast schon reflexartig umarmte. Gleichzeitig drängte er Keno und Mel'khrat mit sanfter Gewalt beiseite, sodass er und Alanna nun besser die Wunde betrachten konnten.
Alex erkannte sofort, dass es sich um das Einschussloch aus einer ihrer Pistolen handeln musste, für alles andere war die Wunde zu klein und zu einem Pfeil passte sie schon gleich gar nicht.
Sein Bruder kam wohl zur selben Erkenntnis, angelte hastig eine feine Pinzette aus seinen Erste-Hilfe Utensilien und griff mit dieser zielgerichtet in die knapp handballengroße Wunde. Schon nach wenigen Augenblicken beförderte er aufgepilzte Projektil zu Tage, ehe er sich an die Elfe wandte und ernst fragte: „Könnt ihr die Wunde nun schließen?" Ohne zu zögern nickte Alanna, womit Kevin beiseite rückte, um die Elfe besser arbeiten zu lassen. Diese hielt nun ihre linke Hand knapp über die nun stärker blutende Wunde, schloss die Augen und begann zu singen, was wohl nur eine Form von Magie sein konnte, da Nurton schon im nächsten Moment bemerkte, wie die Blutung schwächer wurde und sich die Wundränder begannen wie von Zauberhand zu schließen.
Währenddessen hatte Feyth sich eng an Amanda gekuschelt und schleckte ihr liebevoll über die Wange, was Micheals Frau sichtlich half herunterzukommen, als er zusammen mit Kevin vor ihr in die Hocke ging. Ihre Augen starrten Alex wie gebannt an und erst, als sein Bruder ihre linke Hand ergriff und ruhig meinte: „Ileakris Wunde wird versorgt, du brauchst dir darum keine Gedanken mehr zu machen Amanda. Atme tief durch, es sind alle in Sicherheit. Was genau ist passiert?"
Ihr Blick wanderte hinüber zu Pestoun.
„Oh Kevin, es ist schrecklich!" begann sie schluchzend zu erzählen. „Ich – ich weiß es nicht, es ging alles so plötzlich. Trestol – er – er ging nach oben, um nach etwas zu schauen – dann kam er zurück mit einer Gruppe von Leuten – allesamt in schwarzer Kleidung. Dieser – dieser Kerl, ein alter Mann – ein Elf wie Alanna – er hat angefangen uns zu drohen – dann ging alles so schnell und mit einem Mal war Sebastian da. Er – er hat die meisten der Banditen getötet – so viel Blut – und – und wollte auch den Anführer töten, der Saskia als Geisel hatte. Sein Schuss ist abgeprallt und hat Ileakri getroffen, direkt neben meinem Kopf ist er eingeschlagen! Danach weiß ich nicht, was mit ihm passiert ist – ich war abgelenkt durch den Schuss auf Ileakri und – und als ich wiederaufsah, sah ich, wie Mimiath ihn mit dem Schwanz erwischt hat."
Alex' Herz gefror in diesem Moment zu Eis, genauso wie sein restlicher Körper.
Kevin hingegen blieb ruhig und streichelte behutsam über Amandas Hand. „Es ist alles in Ordnung, du machst das gut. Ganz langsam. Was geschah dann?" „Dann – dann hat Trestol ihn mit dem Schwert bedroht – es ihm durch den Bauch gerammt. Ich – ich habe nicht gehört was sie gesagt haben, aber dann ist Sebastian aufgesprungen und hat Trestol am Hals gepackt. Er – er hat irgendwas mit ihm gemacht – Mimiath hat ihn wütend angeknurrt. Bastian hat angefangen mit dem alten Elf zu – zu verhandeln und – und der behauptete, sie hätten einen eurer Brüder getötet – Lyath hätte ihn gefressen. Dann – dann hat Bastian angefangen zu lachen – er sagte er hätte Trestol mit einer tödlichen Krankheit infiziert. Er wollte, dass sie uns in Ruhe lassen und stattdessen ihn mitnehmen. Großer Gott, sie haben Sebastian mitgenommen, Kevin! Sie sind kurz bevor ihr kamt aufgebrochen!"
Eine unbändige Wut begann in Nurton aufzukochen. Sämtliche Muskeln spannten sich bis zum bersten an und er ballte die Hände so stark zu Fäusten, dass seine Krallen durch die verstärkten Drachenschuppen drangen und blaues Blut von seinen Knöcheln tropfte. Seine Kiefer pressten sich so sehr aufeinander, dass es laut zu knirschen begann, ohne dass er sie bewegte.
Mimiath hatte sie betrogen?
Ausgenutzt?
Belogen?
Verraten?
Etwas zersprang in seinem Innern, während sich ein Eiszapfen durch sein Herz bohrte.
Ein ohrenbetäubendes, wütendes Brüllen drang aus seiner Kehle und ohne auf irgendjemanden oder irgendetwas zu hören rannte er zurück zum Aufzug. Er hämmerte so stark auf das Eingabefeld, dass es fast zerbrach, während er auf der Fahrt nach oben in blinder Wut auf die stählerne Wand der Kammer einschlug, wodurch er mit seinen Scharfen Krallen tiefe Kratzer im Metall hinterließ.
Sobald die Türen wieder aufglitten sprintete er in Richtung Ausstieg, nahm dabei vier Stufen auf einmal pro Schritt und war binnen Sekunden oben auf dem Deck der Venator. Mit vor Wut geradezu schäumendem Maul blickte er wild umher und entdeckte drei große Schiffe, die in einiger Entfernung vor der Küste im Wasser lagen.
Und dort, hoch am Himmel, noch ein paar hundert Meter von den Schiffen entfernt konnte er die schneeweiße Mimiath erkennen, wie sie flügelschlagend auf sie zuhielt. Er stieß ein weiteres tobendes Brüllen aus, das über Meilen hinweg noch zu hören war und sah voller Zorn, wie sie ihren Kopf zu ihm umschwenkte. Auf ihrem Rücken befanden sich sechs Gestalten, doch er hatte nur Augen für sie und seine Wut kochte vollends über, als sie schon nach einem kurzen Moment wieder den Blick von ihm abwandte.
Als wäre er nicht mehr, als ein uninteressanter Felsbrocken.
Wie besessen sprintete er nach vorn und sprang im hohen Bogen von Bord. Der folgende Sturz war so tief, dass es etliche Sekunden dauerte, bis er krachend im Sand aufprallte. Schmerzen schossen ihm durch die Beine und den gesamten unteren Körper, während der Sand um ihn herum aufspritzte wie Wasser, doch in diesem Zustand befeuerten sie nur seinen Zorn noch weiter.
Er sah auf und bemerkte ein kleines Beiboot, dass von mehreren dieser schwarzgekleideten Bastarden bemannt war und gerade ins Wasser geschoben wurde. Ohne auch nur eine Millisekunde zu zögern sprang er wie ein wildes Tier in ihre Richtung, das Maul und die Augen weit aufgerissen, belgeitet von einem wutentbranntem Brüllen.
Die Männer hatten keine Chance.
Sie waren das einzige in etlichen Meilen um sie herum, auf das sich Alex' Zorn entladen konnte.
Mit bloßen Krallen und seinen mächtigen Kiefern zerfleischte er sie in Sekunden.
Dem einen riss er einen Arm und ein Bein aus, einem anderen trennte er mit einem einzigen Biss den halben Torso ab, während er seinem Kameraden die Pranke in den Magen rammte, zupackte und bei lebendigem Leib entdarmte.
Alles um ihn herum verwandelte sich in einen blutigen Nebel aus panischen Schreien, zerfetzten Gliedmaßen und umherfliegenden Eingeweiden. Auch das Boot selbst zerbarst einfach unter seinen gewaltigen Tritten und Schlägen.
Dann war alles vorbei.
Blut floss in regelrechten Bächen über seine schneeweißen Schuppen, zerfetzte Muskeln und Knochensplitter hingen zwischen seinen blutüberzogenen Zähnen, als er besiegt auf die Knie fiel, den Blick stur auf Mimiath gerichtet, die mittlerweile auf einem der Schiffe gelandet war.
Er war geschlagen, sein Herz zerbrochen.
Kein Ton kam mehr über seine Lippen, als dicke Tränen begannen sich in seinen Augen zu sammeln.
DU LIEST GERADE
[Eragon Fan-Fiction] Der Titan und die Drachenreiter
FanfictionDer Soldat John Miller findet sich nach einem schrecklichem Unfall an den Ufern eines ihm unbekannten Landes wieder. Schon sehr bald wird ihm bewusst, dass er sich nicht mehr in seiner eigenen Welt befindet. So also macht er sich auf den Weg, die Dr...
![[Eragon Fan-Fiction] Der Titan und die Drachenreiter](https://img.wattpad.com/cover/57579266-64-k536634.jpg)