Ausflug in höhere Gefilde

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Die starke Beschleunigung hielt noch knapp über eine Minute lang weiter an, ehe der Druck allmählich schwächer wurde und schließlich vollkommen verebbte. John hatte genug Flüge in seinem Leben absolviert, um zu wissen, dass dies das Zeichen für das Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit war. Und so wie er Julia und ihren Ehrgeiz kannte, hatte sie den Albatross ans Maximum getrieben, was Aidan wenige Momente später bestätigte. „Maximale Reisegeschwindigkeit von 1.097 Kilometer pro Stunde erreicht. Flughöhe bei 3.543 Fuß. Berechnete Ankunftszeit bis zum ersten Etappenziel: 21 Minuten plusminus drei Minuten, Captain." merkte die KI analytisch an, woraufhin Robert laut seufzte und er Julia leicht missmutig fragte: „War das wirklich nötig Julia?"

„Was beschwerst du dich denn? Der Kleinen scheint's gefallen zu haben, wenn ich das Jauchzen richtig gehört habe und auch Alanna wirkt eher baff, als verstört." gluckste Julia amüsiert und betätigte einen weiteren Hebel, während sie den Steuerknüppel wieder nach vorn gleiten ließ, um den Transporter nicht noch weiter steigen zu lassen. Miller blickte hinüber auf Feyth und bemerkte, dass der kleine Drache sich aufgeregt in Emilys Händen wand und begeistert fiepte. Dabei starrte sie gleichzeitig fasziniert durch die gläserne rechte Seite des Cockpits, wo teilweise tiefhängende Wolken an ihnen vorbeihuschten. *Wir sind so schnell! Viel schneller als ich oder Vater! Ich bin noch nie so schnell an Wolken vorbeigehuscht!* meinte sie begeistert in Johns Geist, der daraufhin breit lächeln musste. Auch Alanna schien Stearns Worten nicht zu widersprechen und starrte ebenfalls mit großen Augen hinaus, wobei sie sogar unbewusst eine Hand an die dicke Cockpitscheibe hielt. „Das ist unglaublich." konnte er sie leise murmeln hören. „Nicht wahr? Ich kann gar nicht darauf warten Schimmerschuppe's Blick heute Mittag zu sehen." bemerkte Julia daraufhin kichernd und schaute kurz hinüber zu Robert, als dieser den Gurt von seinem Sitz löste und aufstand, um hinüber zu Emily und Feyth zu treten, wo er neben seiner Frau in die Hocke ging, dem kleinen Drachenmädchen sanft über den Kopf kraulte und dann zusammen mit ihr hinausblickte.

Der Colonel fand es äußerst rührend, wie sein Sohn das kleine Drachenmädchen behandelte, als wäre sie seine eigene Tochter, beziehungsweise kleine Schwester. Genauso Emily, die die Kleine liebevoll in den Armen hielt und zärtlich über den Hals und Flanken streichelte, während sie sie gleichzeitig mit dem zweiten Paar Hände sicher festhielt.

John wurde jedoch direkt wieder von Stearn abgelenkt, die Alanna neugierig wissen wollte: „Wie hoch seid ihr jemals mit eurem Drachen geflogen, Alanna?" Die Elfe blickte leicht verdutzt hinüber zu der Pilotin und antwortete nicht sofort, wohl da sie selbst kurz darüber nachdenken musste, oder aber Nirlath zu Rate zog. „Nun, ich weiß es nicht genau, Julia, aber wir haben auf jeden Fall mehrere Male die Spitze des Drachenbergs überflogen. Leider weiß ich nicht, wie hoch genau er ist, aber die Reiter-Festung liegt auf ungefähr 13.000 Fuß und der Berg ist noch um einiges höher. Nirlath behauptet strikt, dass wir mehrmals über 20.000 Fuß hoch waren. " antwortete die Elfe schließlich und musste kurz selbst über ihre eigene Aussage schmunzeln, ehe sie etwas ernster hinzufügte: „Aber ich weiß von Meister Eragon, dass er und Schimmerschuppe schon viel höher geflogen sind, über einen heftigen Gewittersturm hinweg. Es war dort oben so kalt und die Luft so dünn, dass er mehrere komplizierte Zauber wirken musste, damit sie nicht erfroren oder erstickten. Aber die Aussicht, behauptet Schimmerschuppe, war das atemberaubendste, das sie je vor sich hatte."

Julia stutzte daraufhin leicht, offensichtlich beeindruckt. „Über einen Gewittersturm hinweg? Das wären im schlimmsten Fall über 65.000 Fuß! Woah, okay, das ist höher als ich gedacht habe. Das ist sogar 13.000 Fuß höher als die normale Reisehöhe für den Albatross hier." bemerkte sie staunend. Miller dachte ebenfalls kurz verblüfft darüber nach, erinnerte sich aber dann daran, dass das wirklich in den Büchern geschehen war. Eragon und Saphira waren damals so hoch geflogen, dass sie sogar die Krümmung des Planeten hatten beobachten können.

Ehe er Alanna jedoch darauf ansprechen konnte, setzte Julia ein erwartungsvolles Grinsen auf, ehe sie die Elfe freundlich fragte: „Wollt ihr die Welt auch einmal von so weit oben sehen? Ich weiß nicht, wie lange ihr nicht mehr mit eurem Drachen geflogen seid, aber wenn ihr wollt bringe ich uns noch höher, als Eragon es war." Eine Mischung aus Vorfreude aber auch leichter Skepsis legte sich auf Alanna's Gesicht. „Das könntet ihr? Aber wie wollt ihr uns vor der Kälte und der dünnen Luft schützen? Ich traue mir nicht zu den Zauber von Meister Eragon anzuwenden, da wirklich sehr kompliziert ist und ich ihn nicht bisher nie sonderlich geübt habe." „Oh das lasst nur meine Sorge sein, wir haben ja schließlich unsere eigene Magie hier, genannt: Technologie. Also Robert pflanz deinen Allerwertesten wieder auf den Sitz, du kannst gleich mit Feyth zusammen die Wolken von oben anschauen." erwiderte die Pilotin kichernd, woraufhin Robert ihr einen nicht zu definierenden Blick zuwarf, dann allerdings leise seufzte und sich nach einem letzten kurzen Kraulen über Feyth's Stirn zurück auf seinen Platz an der Waffenkonsole setzte.

„Wie hoch willst du gehen?" hakte er anschließend nach und Millers Blick wurde ernst, als Stearn den rechten Zeigefinger bis zur Decke durchstreckte. „98.000, zumindest mal kurz. Nur um den beiden mal die Aussicht von dort oben zu zeigen." erklärte sie und betätigte einen zu ihrer rechten, worauf kurz ein leises Zischen durch den hinteren Teil des Cockpits ertönte und ein tiefes Summen im Hintergrund begann. Er kannte das Geräusch nur zu gut. Julia hatte das Cockpit nach außen hin hermetisch versiegelt, die interne Luftzirkulation angeworfen und die Heizung aktiviert, was bitter nötig war, wenn sie wirklich auf knapp 30 Kilometer Höhe gehen wollte.

Allerdings war der Colonel nicht ganz überzeugt von der Idee und warf misstrauisch ein: „Bist du dir sicher, Julia? Bedenke, dass ich, Alanna und Feyth keinerlei Anzug tragen." Seine Tochter winkte jedoch beruhigend ab. „Das ist schon in Ordnung Dad, mach dir keine Sorgen. Du weißt ich würde es nicht tun, wenn es wirklich riskant wäre. Das Cockpit ist hermetisch versiegelt und der Druck wird konstant gehalten, genauso wie die Temperatur. Ich will ja auch nicht lange dort oben bleiben, sondern Feyth und Alanna nur einen kleinen Leckerbissen für die Augen geben." versicherte sie ihm bestimmt und nach einigen Momenten nickte der alte Soldat schließlich zustimmend. „Also gut, aber bitte sanft. Wir brauchen hier nicht unbedingt das Erlebnis wie im richtigen Einsatz." ermahnte er Julia allerdings streng, woraufhin die Pilotin ernst nickte. „Okay, keine wilden Manöver mehr, geht klar Dad."

*Fliegen wir wirklich noch höher? Über die Wolken?* fragte Feyth dann plötzlich aufgeregt und als John hinüber zu ihr sah, bemerkte er, dass sie ihn mit ihren großen, grünen Augen freudig anblickte. Er setzte ein fröhliches Schmunzeln auf, als er erwiderte: „Ohja und noch viel höher." *Ohh!* hörte er sie daraufhin aufgeregt rufen, ehe sie schnell wieder mit dem Kopf nach rechts schwenkte, um weiter die vorbeizischenden Wolken zu beobachten. „Sie ist wirklich zu goldig." flüsterte Emily kichernd und klickte dabei leise mit den Mandibeln, während sie dem kleinen Drachenmädchen zart über den Hals streichelte, wofür sie ein genießerisches Schnurren als Antwort bekam. Es war wirklich herzerwärmend für Miller seine Tochter so glücklich zu sehen und schmunzelnd vermutete er, dass sie die kleine Feyth schon jetzt als ihre kleine Tochter adoptiert hatte. Zumindest unbewusst, oder auch bewusst, denn er bemerkte, dass ihr drittes Paar Hände damit beschäftigt war liebevoll den Schwanz des kleinen Drachens zu streicheln.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Julia über das Intercom Steven und Alex Bescheid gab. „Versiegelt eure Anzüge Jungs, wir gehen kurz rauf auf maximale Höhe." meinte sie und betätigte zwei weitere Hebel und Knöpfe, von denen der Colonel nicht genau wusste was sie taten.
„Roger!" kam es fast einstimmig von den beiden zurück, was Stearn dazu veranlasste zufrieden zu nicken.

„Gut, dann wollen wir mal. Leite Steigflug ein." Mit diesen Worten drückte sie einen weiteren Knopf direkt neben dem Steuerhebel, bevor sie diesen wieder zu sich zog.
Allerdings bedeutete Steigflug nicht gleich Steigflug beim Albatross.

Bei einem normalen Flugzeug stellte der Pilot das Flugzeug in einen mehr oder minder starken Winkel mit der Schnauze nach oben, um sich vom Auftrieb steigen zu lassen. Doch der Albatross erzeugte mit seinen Stummelflügeln praktisch keinen Auftrieb. Dafür hatte er seine vier um fast 180 Grad schwenkbaren Triebwerke, mit deren Hilfe er senkrecht Starten und theoretisch auch senkrecht Aufsteigen konnte. Zudem besaß er durch sie eine relativ gute Manövrierbarkeit für ein Flugzeug seiner Größenordnung, auch wenn er durch seine schiere Masse immer noch ein halber fliegender Ziegelstein war. Seine enorme Gipfelhöhe verdankte er dem sehr speziellen Antrieb, da andere Unterschall-Flugzeuge mit ihrem Tragflächenauftrieb schnell an ihre physikalischen Grenzen gerieten, die meist weit unter 55.000 Fuß lagen.

Und nun hatte Julia die Triebwerke auf einen recht steilen Steigflug eingestellt, wobei sie den Übergang versuchte so sanft wie möglich zu gestalten. John konnte auf den Instrumenten sehen, wie ihre Geschwindigkeit stark abnahm, dafür aber ihre Höhe schnell zunahm. Fast schon behutsam stieß der Albatross in die dichte Wolkendecke vor und außer dem aufgeregten Fiepen von Feyth war neben dem Summen der Lebenserhaltungssysteme und der Triebwerke fast nichts zu hören. Schließlich pendelte sich ihre Geschwindigkeit nach einigen Minuten bei knapp 210 Kilometern pro Stunde ein und wie aufs Stichwort erklärte Aidan analytisch: „Steigrate bei circa 2.952 Fuß pro Minute. Erreiche Gipfelhöhe von 98.425 Fuß in T minus 26 Minuten, plusminus 20 Sekunden. Erreiche Etappenziel mit momentaner Geschwindigkeit in T minus 82 Minuten, plusminus fünf Minuten."

„Fantastisch. Dann heißt es jetzt wohl die Aussicht zu genießen. Wir sollten eigentlich jeden Moment durch die Wolkendecke stoßen." entgegnete Stearn zufrieden und tatsächlich, nur wenige Augenblicke später verschwand der verschleiernde Wolkenvorhang ums Cockpit herum und strahlendes Sonnenlicht durchflutete die gesamte Kabine. Allerdings wurde es sofort stark durch das spezielle Panzerglas abgeschwächt, sodass der Pilot und auch die restliche Besatzung nicht geblendet wurden. Es war im Prinzip der gleiche Effekt wie in ihren Augen, doch es war für John jedes Mal aufs neue faszinierend zu beobachten, wie das Glas mit einem Schlag eine deutliche Nuance dunkler wurde. Er konnte Feyth neben sich aufgeregt quieken hören und auch Alanna's Blick strahlte förmlich vor Freude. Miller konnte selbst nur ahnen, wie viel es der Drachenreiterin bedeutete nach all der Zeit wieder über den Wolken unterwegs zu sein. „Es ist jedes Mal aufs Neue ein atemberaubender Anblick." bemerkte Robert schmunzelnd, während er selbst hinunter auf die dicke, graue Wolkendecke sah, die sich nun wie ein Boden unter ihnen auf etliche Dutzend Kilometer erstreckte. „Das mag ich so am Höhenflug, man hat praktisch nie schlechtes Wetter." stimmte Julia lachend zu und sah ebenfalls kurz hinaus, ehe sie den Blick wieder auf die Instrumente legte.

„Es ist so lange her, seit ich diesen Anblick das letzte Mal erleben durfte. Danke, vielen Dank, Julia." flüsterte die Elfe wenige Momente später ehrfürchtig, was sowohl John, als auch Stearn ein warmes Lächeln bescherte, wobei es sich bei der Pilotin doch eher um ein Grinsen handelte. „Gern geschehen. Aber sagt mal, wie ist es eigentlich auf einem Drachen zu fliegen? Ich stelle mir das sehr – intensiv – vor." erwiderte Julia dann neugierig und nun war es an Alanna gedankenverloren zu Schmunzeln. „Das ist wirklich schwer zu beschreiben. Du kannst die starken Muskeln unter dir arbeiten spüren, jedes Mal wenn der Drache seine gewaltigen Schwingen einsetzt. Du spürst den Wind, der dir kräftig ins Gesicht schlägt, die Kräfte der Natur höchstselbst, wenn er sich in eine Kurve legt. Es ist ein Gefühl von Freiheit und gleichzeitig blindem Vertrauen in einander. Es ist das schönste und atemberaubendste Gefühl, dass ich jemals in meinem Leben hatte, abgesehen von dem Tag, an dem Nirlath bei mir schlüpfte natürlich." erklärte sie schließlich, offensichtlich in alten Erinnerungen schwelgend und John bemerkte ein wenig amüsiert, dass seine Tochter sowohl fasziniert, als auch leicht neidisch dreinblickte.

Er selbst musste unwillkürlich hinüber zu Feyth blicken, die gerade gemeinsam mit Emily dabei war die Wolkendecke unter ihnen zu beobachten. Er erinnerte sich an den Flug mit ihr, als sie seinen Geist in ihren eigenen gezogen hatte und musste der Elfe recht geben. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl mit einem Drachen zu fliegen. Es überraschte ihn auch nicht sonderlich, als das Gespräch zwischen der Pilotin und der Drachenreiterin schnell abdriftete und sie sich eifrig über bestimmte Flugmanöver und andere Flug-verbundene Dinge unterhielten. Robert, der zunächst neugierig mithörte, schaltete sich schon bald selbst mit in das Gespräch ein und auch Feyth gesellte sich nach einigen Minuten zu ihnen, wo er sie stolz einige Flugmanöver beschreiben hörte, für die Stearn sie beeindruckt lobte.

So vergingen etliche Minuten, während John und Emily den anderen gespannt dabei zuhörten, wie sie von waghalsigen Flugmanövern wie dreifachen Loopings mit anschließend fünfeinhalbfacher Schraube, bis hin zu Überkopfflügen erzählten. Dabei fiel Miller recht schnell auf, dass Alanna und Feyth zwar selbst einige äußerst beeindruckende Manöver auf dem Konto hatten, aber sie beide weit, weit hinter Julia zurücklagen, wenn es um wahnwitzige Manöver ging und er selbst war gottfroh, dass sie hier im Albatross und nicht in einem von ihren Kampfjets saßen.

Schließlich wurde Stearn von einer blinkenden Warnleuchte an ihrer Armatur und Aidan aus dem Gespräch gerissen, als die KI bestimmt sagte: „Erreiche nun maximale Gipfelhöhe, Captain!" Sofort betätigte Julia den gleichen Knopf wie zu Beginn des Steigflugs, schob den Steuerhebel wieder zurück in seine Ausgangsposition und zog den Geschwindigkeitsregler ein gutes Stück zurück, wodurch der Albatross nun eine stabile Flughöhe hielt. Erneut blickte der Colonel an ihr vorbei auf den Höhenmesser.

98.104 Fuß, knapp 30 Kilometer über dem Boden.

Sein Blick huschte hinunter zwischen seine Füße und seine Augen wurden weit, als er durch den Glasboden des Cockpits hindurch starrte. Was von unten noch wie eine einzige geschlossene Wolkendecke ausgesehen hatte, entpuppte sich nun als relativ kleiner Teppich, der nur einen winzigen Teil der einsehbaren Landmasse unter ihnen bedeckte. Er konnte etlicher solcher kleinen Wolkenteppiche erkennen die verteilt über das ganze Land verstreut waren. In den Lücken konnte er mehrere große Flüsse und auch Seen erkennen die ihm fast wie kleine Rinnsale, auf Grund ihrer enormen Höhe, vorkamen. Aber trotz seiner verbesserten Drachenaugen war es unmöglich für John genaue Details am Boden zu erkennen, selbst Siedlungen, von denen er von der Karte her wusste, dass sie an den zahlreichen großen Gewässern lagen, waren praktisch unmöglich von hier oben auszumachen. Das einzige, was halbwegs gut zu sehen war, war der Unterschied der einzelnen Vegetationszonen. Von den hellgrünen Graslandschaften der Flussebenen, bis hin zu den dunkelgrünen Wäldern, die sich weiter im Osten erhoben. Der Anblick war schlicht und ergreifend atemberaubend schön und der Colonel bemerkte sogar tatsächlich eine leichte Krümmung am Horizont, wenn er genau darauf achtete.

„Bei meinen Ahnen!" hörte er Alanna wenige Sekunden später hauchen und als er wieder aufblickte sah er, wie sie mit dem Gesicht praktisch an der Cockpitscheibe klebte und große Augen machte. Auch Feyth schienen die Äuglein vor Staunen fast aus dem Kopf springen zu wollen. Das kleine Drachenmädchen hatte ihr Maul leicht vor Erstaunen geöffnet, brachte aber keinen Ton heraus, da sie offensichtlich zu überwältigt von der Aussicht war. „Wahnsinn, oder?" bemerkte Julia lächelnd und grinste dann, als sie, im Gegensatz zu allen anderen nach oben, anstatt nach unten sah. Einen Moment später wandte sie sich zu ihrem Vater um und deutete grinsend mit dem rechten Zeigefinger nach oben. „Ich glaube, das da oben ist genauso spannend." Miller folgte ihrem Finger und seine Augen wurden weit, als er zur gläsernen Decke hinausblickte.

Er hatte ganz vergessen, was genau es bedeutete sich in 30 Kilometern Höhe aufzuhalten!

Über ihnen erstreckte sich der schwarze Raum des Weltalls, mit der Sonne als grelle, große Scheibe im Hintergrund. Doch das war noch längst nicht alles! Abertausende kleine Sterne erfüllten sein gesamtes Sichtfeld und sie alle lagen verstreut in dieser schwarzen Unendlichkeit. Durch seine Drachenaugen leuchteten sie alle in den unterschiedlichsten Farben, manche eher gelblich hell, wie ihre Schwester die Sonne, andere wiederum schimmerten schwach bläulich und insbesondere die roten sprangen im geradezu stechend ins Auge. Aber die Aussicht vor ihm war ihm wahrsten Sinne des Wortes unendlich. Er hätte Stunden, oder gar Tagelang hinauf blicken können und hätte doch längst nicht alle Sterne entdeckt.

Fasziniert stupste er Emily an, die bisher zusammen mit Feyth die Landschaft und Wolken unter ihnen beobachtet hatte. Die Feldärztin blickte zu ihm auf, woraufhin er die gleiche Geste wie zuvor Julia machte und wie er vor ihr, sah Smith nach oben. Sie begann aufgeregt mit Mandibeln zu klicken, als sie mit ihren sechs Augen den Sternenhimmel über ihnen erblickte und ohne zu zögern teilte sie dem kleinen Drachenmädchen in ihrem Schoß ihr Erlebnis mit. Sofort schoss Feyth's Blick ebenfalls nach oben und ein ersticktes Fiepen entrann ihrer Kehle, als auch sie mit der Schönheit des unendlichen, klaren Sternenhimmels konfrontiert wurde. Er konnte ihre Aufregung und Ungläubigkeit in seinem Geist spüren, während sie gleichzeitig ein lautes *Ohhhhh!* ausstieß.

Anscheinend war er jedoch nicht der einzige, der diesen Ausruf hörte, da sich auch Robert und Alanna zum kleinen Drachen umdrehten, wohingegen Julia weiter auf ihre Instrumente achtete, damit sie nichts überraschte. Holsted musste unwillkürlich schmunzeln, als er erkannte, weshalb Feyth so entzückt war und John bemerkte, wie sich auch Alanna's Augen vor Verblüffung weiteten. „Der Sternenhimmel! Und das mitten am Tage! So – so klar habe ich ihn noch nie gesehen!" rief sie ungläubig aus und starrte gebannt nach oben. „Das glaube ich gern, schließlich ist man nicht jeden Tag in solchen Höhen unterwegs." merkte Miller amüsiert an, stimmte ihr in ihrem Staunen aber durchaus zu. Selbst er hatte in all seinen Jahren nur wenige solcher Aussichten erleben dürfen.

Stearn ließ sie alle noch einige Minuten lang vor sich hin staunen, ehe sie mit einer relativ ernsten Stimme meinte: „Okay, so schön die Aussicht auch sein mag, ich muss uns jetzt mal langsam wieder runterbringen. Sonst wird es unter Umständen gleich etwas ruppiger." Sie wartete auch nicht lange auf eine Antwort, sondern leitete sofort einen recht steilen Sinkflug ein, woraufhin die Geschwindigkeitsanzeige begann rasch anzusteigen, wohingegen die Höhe wieder stark abnahm. Die Beschleunigung war fast genauso stark, wenn nicht sogar stärker, als bei ihrem Start und presste sie alle zurück in ihre Sitze. Abermals jauchzte Feyth freudig, während John Emily diesmal leise fluchen hörte.

Allerdings verebbte die Beschleunigung diesmal fast genauso schnell wieder, mit einem kleinen, aber heftigen Ruck am Ende, als Julia die Schnauze des Albatross erneut nach oben zog, um über den Wolken zu bleiben. Kurze Zeit später normalisierten sich die Kräfte wieder, als sie nun auf einer stabilen Höhe blieben, die laut Höhenmesser 11.205 Fuß betrug. Auch ihre Geschwindigkeit hatte Stearn leicht gedrosselt, was jedoch bedeutete, dass sie immer noch mit 950 Kilometer pro Stunde, der normalen Reisegeschwindigkeit des Transporters, unterwegs waren. Scheinbar war die Pilotin aber leicht vom Kurs abgekommen, da Aidan in seiner typisch analytischen Stimme sagte: „Ich empfehle ihnen eine Kurskorrektur um 8° nach Westen, um direkt zum ersten Etappenziel zu gelangen, Captain." „Danke Aidan. Wie lange, bis wir den See erreichen?" erwiderte Julia nickend, während sie den Kurs mit einer sanften Bewegung des Steuerhebels anpasste. „Ankunft am Etappenziel in T minus zehn Minuten, plusminus 30 Sekunden." antwortete die KI und Stearn nickte abermals, ehe sie sich grinsend an Alanna wandte, die noch vollkommen Baff von dem Erlebnis zu sein schien.

„Und? Wie fandet ihr unseren kleinen Ausflug nach oben?" wollte sie wissen und die Elfe brauchte einige Momente, bevor sie kurz den Kopf schüttelte und dann beeindruckt entgegnete: „Es war ein unglaubliches Erlebnis, Julia! Meister Eragon hatte also tatsächlich recht. Die Sterne am Firmament sahen wirklich so aus, als wären sie zum Greifen nahe! Vielen, vielen Dank für diese wunderbaren Erinnerungen!" „Keine Ursache, wie ihr ja schon sicherlich bemerkt habt, fliege ich für mein Leben gern." erwiderte Julia lächelnd. *Das war toll! Tante Julia ist wirklich ein unglaublich guter Flieger! Ich wünschte nur ich wäre schon so groß wie Tinira, damit ich sie auf meinem Rücken mitnehmen könnte.* quiekte Feyth immer noch halb aufgedreht in Millers Geist und überraschte ihn damit, dass sie mit einem Satz von Emily zu ihm herübersprang. Er warf einen kurz Blick hinüber auf seine Tochter, die fröhlich lächelte und ganz offensichtlich von dem kleinen Drachen überredet worden war, sie loszulassen. Er musste selbst schmunzeln und streichelte seinem kleinen Schützling zärtlich über den Kopf, den sie innig an seine Brust drückte. „Ich bin mir sicher, dass ihr das sehr gefallen würde und wer weiß, vielleicht bekommst du ja noch in nächster Zeit einen kleinen Wachstumsschub." murmelte er fröhlich, woraufhin sie leise zirpte. *Das wäre schön, aber ich glaube nicht, dass das passiert.* brummte sie leicht missmutig, aber quietschte gleich wieder glücklich, als er begann ihr den Bauch zu kraulen.

Insgeheim beschloss der Titan fest, mit Micheals Frau Amanda und Alina darüber zu reden, ob sie nicht etwas wegen Feyth's Kleinwüchsigkeit unternehmen konnten.

So verflogen also die nächsten zehn Minuten im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug, während er mit Feyth zusammen die Wolken beobachtete und sie jeweils immer dem anderen irgendwelche Formen oder Tiere zeigten, die sie in den Wolken gesehen zu haben glaubten. Schließlich ließ Julia den Albatross weiter nach unten durch die Wolkendecke hindurch sinken und drosselte die Geschwindigkeit, als sie in der Ferne den See entdeckten, der ihr erstes Etappenziel darstellte. „Das sollte es sein, wenn mich meine Kartenleserkünste nicht im Stich lassen, oder Aidan?" fragte die Pilotin die KI, welche daraufhin kurz grün aufleuchtete. „Dies ist korrekt, Captain. Wir liegen exakt im Zeitplan." „Ausgezeichnet. Dann bin ich ja schon mal gespannt, was Schimmerschuppe mir heute Abend fangen will." erwiderte sie grinsend und betätigte den Knopf für das Intercom.

„Steven? Wie wär's mit einer kleinen Abkühlung?"
„Untersteh dich! Ich hasse es mit dem Jugger unter Wasser zu laufen!" kam es prompt aus dem Lautsprecher von Steven zurück, woraufhin Stearn lauthals lachte und das Intercom wieder abschaltete.

„Schade für ihn, dass ich den Schalter für seine Verankerungen hier im Cockpit habe. Was meinst du Rob? Sollen wir ihn eine Runde schwimmen lassen?" bemerkte sie dann grinsend und wandte sich kurz an Robert der ebenfalls ein breites Lächeln aufgezogen hatte. „Ich denke, das ist nur fair." antwortete er nickend und John seufzte aufgebend.

Es war schon immer ein ständiges hin und her zwischen Julia und Steven gewesen, wobei ihre Streiche im Durchschnitt deutlich harmloser waren, als die von Coule. Und ihn mitten im See abzuwerfen, war wohl so ziemlich das harmloseste, was sie in dieser Situation mit ihm anstellen konnte, weswegen er sich da heraushielt. „Haltet ihr das wirklich für eine gute Idee? Ich meine, wird es nicht wieder Streit geben?" hinterfragte stattdessen Alanna zaghaft, worauf Julia mit einer abwinkende Handbewegung antwortete. „Der kann das schon ab, keine Sorge." entgegnete die Pilotin abwiegelnd, was die Elfe langsam nickend zur Kenntnis nahm.

Der See kam nun immer näher, sodass der Colonel ihn etwas genauer einsehen konnte. Er war wirklich nicht sonderlich groß, vielleicht 300 Meter lang und knapp 100 Meter breit in einer länglichen, halbmondartigen Form. Ein relativ kleiner Fluss war offensichtlich sein Zu- und Ablauf und ein kleines Mischwäldchen umgab ihn mit etwas Abstand, was ihn leicht von der Außenwelt abschottete. Ein perfekter halbversteckter Lagerplatz für eine Gruppe bestehend aus Titan, Drachen und Drachenreitern.

Wie prophezeit flog Julia jedoch nicht direkt das Ufer an, sondern setzte den Kurs mittig über den See hinweg und als sie ungefähr über der Mitte des Gewässers waren betätigte sie den Schalter für die Verankerungen des Juggernauts und warf damit ihren Bruder wie eine Bombe in den See. Miller hätte schwören können genau in diesem Moment ein lautes, aber durch Metall gedämpftes, Fluchen zu hören. Stearn konnte nicht anders, als kurz schadenfroh zu lachen, ehe sie mit dem Albatross eine große Kurve flog, die Landestelzen ausfuhr und ihn dann sanft im Gras des Ufers aufsetzen ließ. Miller sah, wie sie anschließend zwei weitere Hebel umlegte, woraufhin ein leises Zischen ertönte und das Cockpit somit nicht mehr versiegelt war. Als letztes, brachte sie die Triebwerke in Ruhestellung, öffnete die Laderampe und schaltete sämtliche Systeme aus, ehe sie ihn ganz abschaltete.

„So, da wären wir. Aber mich wundert es irgendwie, dass Eragon uns noch nicht kontaktiert hat." bemerkte sie zufrieden und löste ihren Gurt, während John und die anderen es ihr gleichtaten, wobei der Colonel kurz Alanna zur Hand gehen musste, der deswegen leicht beschämt die Wangen zartrosa anliefen. Gleichzeitig antwortete der Colonel seiner Tochter: „Nun, vermutlich will er nicht penetrant wirken. Außerdem musst du im Kopf behalten, dass er in anderen Maßstäben denkt. Er uns seine Gruppen haben zum jetzigen Zeitpunkt gerade einmal einen Bruchteil der Etappe zurückgelegt und du weißt ja selbst, dass er nicht glaubt, wie schnell der Albatross ist. Er glaubt wahrscheinlich wir wären nur knapp vor ihm." „Ganz davon abgesehen, dass er eventuell den Schülern direkt etwas beibringen will in der Praxis, vielleicht ein besonderes Flugmanöver, oder worauf sie bei langen Reisen achten müssen, die verschiedenen Windarten, und so weiter." fügte Robert hinzu und Julia nickte zustimmend. „Vermutlich."

Dann drehten sie sich allesamt zum Übergang zum Truppenabteil, wo Alex plötzlich auftauchte. „Hast du Steven etwa in den See geworfen?" wollte der goldbraungepanzerte Titan amüsiert wissen und war der Stimme nach zu urteilen kurz vor einem Lachanfall. „Ja, das hat sie." antwortete ihm Emily mit fröhlich klickenden Mandibeln, woraufhin ihr Bruder wirklich los prustete und lauthals lachend in Richtung Laderampe zurückstapfte.

„Woher weiß euer Bruder davon? Hättet ihr es nicht zuvor angekündigt, hätte ich es nicht einmal gemerkt, dass ihr Steven über dem See abgeworfen habt." fragte Alanna leicht skeptisch und noch bevor Miller ihr antworten konnte, deutete Robert lächelnd auf seinen Helm, der ihm an der Hüfte hing, ehe er erwiderte: „Vermutlich hat er über unsere Funkverbindung geflucht und Alex hatte als einziger von uns die ganze Zeit seinen Helm über auf." „Ah, ich verstehe, wie als würde Nirlath in meinem Geiste fluchen. Nur ich würde es hören." meinte sie nachhakend und der Pilot nickte zustimmend. „So ungefähr, ja." Danach traten sie alle nacheinander ins Truppenabteil, wobei Feyth wieder einmal auf Johns Schulter kletterte, sich um seinen Hals legte und sanft zu schnurren anfing, wodurch er die Vibration ihrer Flanken an seinem Nacken spüren konnte. Er streichelte ihr zärtlich über den Kopf, den sie flach auf seine Brust gelegt hatte und ging mit den anderen zusammen zur Laderampe, inklusive Aidan, der nun knapp neben Julias Kopf herschwebte, hinüber, blieb jedoch stehen und drehte sich um, als er aus dem Augenwinkel bemerkte, dass Holsted ihnen nicht sofort folgte.

Stattdessen war Robert zu einem der größeren Spinde hinübergetreten und hatte ihn geöffnet, wodurch ein großer, gepackter Rucksack zum Vorschein kam, den er geschwind heraushob. Miller warf ihm einen fragenden Blick zu, als der Pilot sich mit dem Rucksack in Händen wieder zu ihnen umdrehte. Holsted lächelte wissend und erklärte rasch: „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass uns Amanda ohne Proviant hat aufbrechen lassen, oder?" Miller konnte nicht anders, als zu kurz zu lachen und belustigt den Kopf zu schütteln. „Sie ist echt eine gute Seele." bemerkte er schmunzelnd und Robert nickte zustimmend, während er Feyth zärtlich über den Kopf kraulte, als diese neugierig ihre Schnauze zu ihm ausstreckte und die Luft mit ihrer Zunge kostete. Irgendwas im Rucksack schien offensichtlich ihre Aufmerksamkeit erregt zu haben, denn sie richtete sich weiter auf und John bemerkte, wie ihr Schwanz aufgeregt hin und her schwang.

*Was genau ist in dem Rucksack? Es riecht gut!* bemerkte sie schließlich, als die beiden Titanen gerade die Laderampe hinuntergingen und ins noch taunasse Gras des Ufers traten. „Och, dies und das meine Kleine." antwortete Robert glucksend, während er und John hinüber zu den anderen liefen, die bereits direkt am Ufer standen und sich einen Platz zum rasten ausgesucht hatten. Dort wo sie standen lagen einige kleine und größere Findlinge, die sich ideal als Sitzplatz anboten. Auf zweien von ihnen saßen Emily und Alanna und blickte hinaus auf das stille, leicht grünlich anmutende Gewässer, wohingegen Alex und Julia gemeinsam mit Aidan daneben standen, aber ebenfalls genauestens die Wasseroberfläche im Blick behielten.

Der See hatte irgendwie eine beruhigende Aura. John konnte vereinzelt Vogelzwitschern von dem sie umgebenden Wäldchen hören und hin und wieder platschte es leise im Wasser, was wohl unweigerlich von den Fischen kommen musste, die in dem Gewässer lebten. Allerdings wurde diese Ruhe äußerst rüde unterbrochen, als auf der auf der gegenüberliegenden Seeseite plötzlich der obere Abschnitt des Juggernauts aus dem grünen Wasser auftauchte, worauf der Rest des Assault-Mech's sogleich folgte. Einige matschige Wasserpflanzen hatten sich auf seiner Hülle verfangen und verliehen ihm das Aussehen eines billigen Horrorfilm-Monsters. Alle bis auf Alanna mussten unweigerlich von dem Anblick her lachen, selbst Feyth keckerte amüsiert. „Ja, ja, lacht ihr nur. Glaub mir, das wird dir noch in den Arsch beißen Julia!" rief Coule ihnen vom anderen Ufer her missmutig zu, wobei er jedoch auch gleichzeitig einen Tick hämisch klang, ganz so, als würde er bereits seine Rache planen. Dann begann er um den See herumzulaufen, um zu ihnen zu gelangen.

Währenddessen setzten sich die anderen nun zu Alanna und Emily und bildeten einen ungefähren Halbkreis. Anschließend stellte Robert den großen Rucksack vor sich ab und begann ihn zu öffnen, woraufhin das grüne Drachenmädchen wie ein Blitz von Johns Schulter sprang, sich mit den Vorderpranken am robusten Stoff des Sacks abstützte und neugierig hineinblickte. Miller musste unwillkürlich schmunzeln, als er seinen Sohn dabei beobachtete, wie er spielerisch ihren Kopf sanft beiseite drängte und dann zunächst eine große Tüte hervorzog, von der ein süßer Geruch aus ging, den der Colonel schon seit Jahren nicht mehr vernommen hatte und doch war er so vertraulich, dass er ihn ohne Probleme erkannte.

Amanda stammte aus einer Familie, deren Vorfahren schon seit Jahrhunderten dem Bäckerhandwerk nachgingen und auch sie selbst hatte in der Backstube ihres Vaters dieses Handwerk gelernt, obwohl sie später dem Pfad eines Biologen einschlug. Und das in dieser schlichten Papiertüte war eines der uralten National-Gebäcke ihrer schwedischen Landsleute, das sie Kanelbullar nannten.
Unglaublich leckere Zimtschnecken.

„Oh, die hatte ich ja ganz vergessen! Amandas Spezialität!" bemerkte der Pilot gespielt überrascht, zog grinsend eine der goldbraun gebackenen Zimtschnecken aus der Tüte und hielt sie vor Feyth's Schnauze, die große Augen machte und aufgeregt fiepte. *Ja! Genau das habe ich in der Luft geschmeckt!* rief sie aufgeregt und Holsted konnte gerade noch so seine gepanzerten Finger wegziehen, bevor das kleine Drachenmädchen gierig nach dem Gebäck schnappte. Ein starkes Glücksgefühl breitete sich kurz darauf von ihrem Geist aus in Johns Verstand aus und er konnte sie genießerisch summen hören, während sie die Zimtschnecke, so gut es mit ihren scharfen Zähnchen ging, zerkaute. *Das ist das Leckerste, das ich jemals gegessen habe! Was ist das, wie heißt es?* schwärmte sie kurz darauf und blickte bettelnd auf zu Holsted, der ihr lachend eine weitere Zimtschnecke reichte. „Im Grunde sind es einfache Zimtschnecken, aber Amanda nennt sie Kanelbullar, was so viel ich weiß auch einfach nur das schwedische Wort für Zimtschnecken ist." erklärte er freundlich und ging dann kurz im Kreis herum, um jedem eines der kleinen Gebäckstücke zu geben, außer Alex, der davon absah in Feyth's Anwesenheit seinen Helm abzunehmen. *Kanel – Bullar. Kanelbullar? Ein lustiges Wort für etwas, dass so gut schmeckt!* wiederholte das Drachenmädchen, während sie laut schmatzend ihre zweite Zimtschnecke verspeiste und mit wedelndem Schwanz hinter dem Piloten her trottete, nur um schließlich eine weitere Schnecke aus seiner Hand zu stibitzen, als er sich neben Emily hinsetzte.

Erwartungsvoll biss John währenddessen in seine eigene Zimtschnecke und musste unwillkürlich genießerisch die Augen schließen. Es war Jahre her, seit er das letzte Mal Amandas Backkünste gekostet hatte, doch sie war keinen Deut schlechter geworden seitdem. Es schmeckte immer noch himmlisch süß, mit einer feinen Zimtnote und dem typischen Geschmack einer süßen Hefespeise. Allerdings wurde leicht von sich selbst überrascht, als er bemerkte, wie seine mutierten Schneidezähne den gebackenen Teig wie warme Butter durchtrennten und er nicht einmal einen Hauch an Widerstand spürte, was ihn leicht beängstigte. Würde er damit ausversehen auf seine Zunge beißen, wäre sie ohne Zweifel ab. Aber er ließ sich dadurch nicht davon ablenken diesen Leckerbissen zu genießen. Auch Alanna schien hin und weg von dem Geschmack zu sein, denn sie bat Robert, Micheal's Frau ihr Kompliment auszusprechen, worauf der Titan mit einem bestimmten Nicken antwortete.

Wenige Minuten später erreichte Steven ihren Rastplatz, wobei er den nach wie vor mit Wasserpflanzen überhangenen Juggernaut neben dem Albatross abstellte und sich in seinem schwarzen Unteranzug zu ihnen gesellte. Dabei warf er Julia ein sarkastisches Grinsen zu. Im Laufe der folgenden Stunden kramte Robert noch einige weitere Leckerbissen aus dem großen Rucksack hervor, wie zum Beispiel herzhaft belegte Brote, oder aber auch selbst eingedosten Köttbullar, auf den sich Coule ohne zu zögern stürzte. Allerdings kam auch eine große Plastikbox mit allerhand Obst und Gemüse zum Vorschein, über die Feyth sich gleich hermachte und damit Robert, Emily, Julia, Alex und Steven komplett mit dem Kommentar überraschte, dass sie kein Fleisch essen könne, weil ihr davon schlecht würde. Ansonsten verbrachten sie die Zeit damit, dass John seinen Kindern erzählte, wie er Feyth kennengelernt hatte und was überhaupt genau passiert war, nachdem er hier in Nidhan angekommen war. Insbesondere Coule und Julia machten große Augen, als er ihnen von den Kämpfen gegen Tymdek und Dun'var berichtete.

Danach verliefen sich die Gespräche etwas ineinander, sodass zum Beispiel Robert eher ernst mit Alanna über ihre Vergangenheit bei der schwarzen Rose sprach, wohingegen Julia, Steven und Alex über die Kämpfe mit den Drachen diskutierten und Emily zusammen mit John Feyth zusahen, die sich fröhlich quiekend in die Lüfter erhoben hatte und ihnen nun kleine Kunststücke zeigte, die jedes Mal von den beiden mit Applaus begleitete wurden. Zudem bestand das kleine Drachenmädchen darauf, dass er sie wieder im Geiste begleitete in ihrem Flug. Eine Bitte, der er ohne Widerworte folgte. Sie flog etliche Male mit ihm zusammen über den See und den kleinen Wald hinweg und nutzte gleichzeitig die Gelegenheit mit ihm zu reden.

Sie erzählte ihm, wie sehr sie Emily mochte und wie nett sie es fand, wie Robert sie behandelte, als würde er sie schon ewig kennen. Er konnte es von ihr aus spüren, dass sie dieses Gefühl, das Gefühl umsorgt und geliebt zu werden, niemals wieder aufgeben wollte und der alte Soldat versicherte ihr liebevoll, dass das auch nie eintreten würde. Schließlich wurde er jedoch zurück in seinen eigenen Körper geworfen, als er unweigerlich zusammenzuckte, sobald sie urplötzlich mit einem Sturzflug in das grüne, kalte Wasser des Sees eintauchte. Feyth fragte ihn daraufhin neckisch, ob er sich vor dem Wasser fürchte und ob er nicht mit ihr eine Runde schwimmen wollte, aber er musste lachend ablehnen und ihr erklären, dass er wegen seiner speziellen Knochen nicht mehr schwimmen konnte, sondern im Wasser wie ein Anker untergehen würde, was den kleinen Drachen scheinbar sehr zu amüsieren schien. Sie drehte einige Runden im kühlen Nass, ehe sie wieder an Land sprang und sich direkt neben Emily und ihm schüttelte, sodass die beiden einige kalte Spritzer abbekamen. Das ließ die Feldärztin nicht auf sich sitzen, packte das Drachenmädchen sanft und begann sie mit vieren ihrer sechs Hände zu kitzeln, während die anderen beiden sie festhielten.

Am frühen Mittag meldete sich schließlich auch Eragon bei ihnen und bestätigte Roberts Vermutung von vorhin. Der Drachenreiter teilte ihnen mit, dass sie wohl am späten Mittag eintreffen würden und dass Julia einen bleibenden Eindruck bei ihnen allen hinterlassen hatte, als sie heute Morgen so stürmisch gestartet war. Und so kam es dann auch.

In der späten Mittagsstunde, als Steven gerade damit beschäftigt war mit Feyth fangen zu spielen, rief Julia schelmisch grinsend aus: „Da kommen sie!" Dabei deutete sie mit dem Arm nach oben in den Himmel, wo die Wolken mittlerweile leicht aufgelockert waren und sogar einige Sonnenstrahlen durchließen. Instinktiv folgte John ihrem Arm mit seinem Blick und sah sie sofort dank seiner Drachenaugen.

Anführer der Gruppe war selbstverständlich Saphira mit ihrem saphirblauen Schuppenkleid. Links und rechts von ihr, leicht nach hinten versetzt, flogen Dun'var und Galgianth hinter denen Forlon, Lerod und Tinira folgten, wobei sie auch noch einmal leicht nach außen versetzt hin flogen, sodass die gesamte Formation im groben einem großen V glich. Es war eine Formation die er schon so selbst oft genug von Kampfjets gesehen hatte und wenn er sich recht entsann, nutzten sogar einige Vögel die gleiche Formation. Othreni nahm hierbei die gespiegelte Position von Tinira auf der gegenüberliegenden Seite ein und Dorn bildete mit einem deutlichen Abstand zu seinen Vordermännern den Schluss, wohl um sicher zu gehen, dass niemand ausversehen zurückgelassen oder ein Problem übersehen wurde. Sie waren keine zehn Klicks mehr entfernt und flogen bei weitem nicht so hoch, wie Julia es getan hatte. Er sah, wie Saphira an der Spitze des Trosses kurz ihr Maul weit aufriss und dann wieder schloss, aber erst eine knappe halbe Minute später konnte er ihr lautes Willkommensgebrüll hören.

„Das ist echt raffiniert in der Formation zu fliegen, überrascht mich wirklich ein bisschen. Ich hätte bei Drachen eher die ‚Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Chaos-Formation' erwartet, aber das kommt effizientem Fliegen doch schon verdammt nah." kommentierte Stearn leicht fasziniert. „Ihr solltet einmal einen richtigen Donner von wilden Drachen erleben Julia, da würdet ihr wohl recht haben mit eurer Chaos-Formation." erwiderte Alanna glucksend, was Robert und Steven kurz auflachen ließ. Es dauerte nur noch etwas über fünf Minuten, in denen die gigantischen Flugechsen immer tiefer und dadurch immer größer wurden, bis der 'Donner' wie die Elfe den Schwarm an Drachen genannt hatte, vor ihnen zur Landung aufsetzte, was bei den größeren unter ihnen durchaus kleine Beben verursachte. Die Reiter brauchten noch einige weitere Momente, ehe sie sicher von den Rücken ihrer Gefährten geklettert waren, wobei Miller bemerkte, dass Keno wohl auf Othreni's Rücken mit Liriàrth zusammen geflogen war.

Dann trat als allererstes Saphira näher an sie heran und senkte ihr mächtiges Haupt direkt vor Julia ab, bevor sie ihr fast schon schmollend eine dicke Rauchfahne ins Gesicht blies. *Ihr habt mich wirklich geschlagen, Adlerauge. Wenn euer Flug ebenso rasant wie euer Start war, ist es nur klar, dass ich von Beginn an nicht den Hauch einer Chance hatte.* gestand die blaue Drachendame ihre Niederlage grummelnd ein und ein breites Grinsen stahl sich in das Gesicht der Pilotin. „Ich sagte euch doch, dass das für mich kein Problem ist. Nun, was also werdet – " begann sie zu erwidern, ehe sie abrupt von Steven unterbrochen wurde, der mit einem belegten Brot im Mund zu ihnen herüber geeilt kam.

„Wart – mphf-warte!" brachte er laut zwischen zwei Bissen heraus, während er das Brot schnell hinunterwürgte und dabei warnend den Zeigefinger emporstreckte. Hinter ihm folgten Robert, Emily, Alex und Alanna in Begleitung von Aidan der wieder über Holsted's Kopf schwebte und Feyth sprang freudig vor ihnen her. Sowohl Julia als auch Schimmerschuppe sahen Coule leicht verwirrt an und die Drachendame fragte skeptisch: *Was ist Donnerfaust?*

Der Sergeant schluckte noch zweimal schwer und atmete dann kurz erleichtert durch, ehe er sich räusperte und antwortete: „Also so ganz stimmt das nicht, was ihr beide da behauptet. Ich – ich war der erste am – und im – See! Nicht Julia hier."

„Was?" entfleuchte es der Pilotin halbfluchend, während Saphira's Augen sich überrascht weiteten.

*Ist das wahr Adlerauge?* wollte sie dann wissen und noch ehe Stearn etwas erwidern konnte erklärte Robert schmunzelnd: „Ja, Schimmerschuppe, er war der erste von uns, der hier war, wenn man es ganz genau nimmt." „Ha! Und jetzt? Wer von euch beiden will mir heute Abend mein Essen jagen?" rief Steven schadenfreudig aus und klatschte sich erwartungsvoll in die Hände.

Emily und Alex begannen wiehernd zu lachen, wobei Smith's Lachen mit lautem Klicken ihrer Mandibeln begleitet wurde und auch John konnte nicht anders, als leise zu kichern, wohingegen Julias Kopf hochrot anlief und sie sich fest auf die Unterlippe biss. Selbst Eragon und Murtagh, die gerade erst zu ihnen getreten waren, erahnten wohl, dass Coule erneut zugeschlagen hatte und grinsten ebenfalls breit. Mit vor Wut verzogenem Gesicht hob Stearn zitternd die rechte Hand und presste knurrend zwischen den Zähnen hervor: „Entschuldigt ihr mich kurz?" Dann setzte sie sich in einem Rutsch den Helm auf den Kopf und Miller wusste genau, dass die Pilotin gerade sehr froh über das schalldichte Innere des Atlas war. Ohne weiteres Wort stürmte sie in Richtung See davon und kickte dabei einen in ihrem Weg liegenden faustgroßen Stein so hart beiseite, dass er wie ein Geschoss davonflog und fast die gesamte Breite des Gewässers überquerte ehe er klatschend ins Wasser prallte.

Steven hatte seine Vorhersage wahr gemacht, in einer Art und Weise, wie nur es zu tun vermochte.

Was folgte waren die üblichen Begrüßungen und beeindruckenden Komplimente von sowohl Eragon als auch Murtagh bezüglich der Fluggeschwindigkeit des Albatross'. Allerdings musste der Colonel dem Großmeister auch zustimmen, als dieser die Titanen leicht für ihren mehr als nur stürmischen Aufbruch rügte, der scheinbar insbesondere die Jungdrachen und Schüler kurz verängstigt hatte. Gerade als sie von ihnen sprachen blickte John hinüber zu den jüngeren Drachen und bemerkte, dass Tinira und die anderen beiden zumindest leicht außer Atem wirkten, im Gegensatz zu den älteren wie Dun'var , dessen Miene nach zu urteilen er wohl noch viel länger hätte fliegen können, während er sich mit Steven über das eben Geschehene unterhielt, sehr zu Belustigung des mitternachtsblauen Giganten. Tinira gesellte sich wieder zu Alex, der etwas nervös wirkte, als das junge Drachenmädchen abermals begann zärtlich an seiner linken Hand zu knabbern.

Währenddessen sprach Keno aufgeregt mit John darüber, wie er den Start des Transporters erlebt hatte, vor allem wie laut es gewesen war und wie es ihm einige Kiessplitter ins Gesicht gespritzt hatte. Nichtsdestotrotz wirkte er eher fasziniert, als verstört, ganz im Gegensatz Liriàrth, die dem Albatross einen äußerst skeptischen Seitenblick zuwarf. Saskia und Mel'khrat dagegen standen etwas eingeschüchtert und ratlos neben ihren Drachen, denen die ganze Sache wohl auch eher ungeheuer war, was sich jedoch etwas legte, als Gerlinde zu ihnen trat und sie hinüber zu Miller und den anderen geleitete, die sich mittlerweile wieder bei den Findlingen eingefunden hatten.

„Ich muss gestehen, in Sachen Geschwindigkeit ist eure Maschine einem Drachen weitaus überlegen und auch das was Alanna gerade erzählt hat, unglaublich. Selbst ich und Saphira haben es nicht noch einmal gewagt so hoch zu fliegen." merkte Eragon schließlich beeindruckt an und wurde dabei von einem zustimmenden Brummen seitens Saphira unterstützt. „Ah ja, wenn es um reine Kraft geht habt ihr damit wohl recht, Eragon, aber in Sachen Eleganz ist unser alter Vogel hier wohl eher so elegant wie ein fliegender Ziegelstein. Keine Frage, dass Drachen weitaus majestätischer in der Luft aussehen." erwiderte Robert nickend, woraufhin Schimmerschuppes Brust deutlich vor Stolz etwas anschwoll. „Dem kann ich nur zustimmen." entgegnete John ebenfalls nickend und erntete dafür ein freundliches Schmunzeln des Großmeisters. Dieser raffte sich jedoch wenige Augenblicke später auf und erklärte etwas ernster: „Aber bitte entschuldigt mich nun erst einmal meine Freunde. Selbst auf einer Reise gilt es immer noch als unsere Pflicht die Schüler zu unterrichten. Zumindest ihre täglichen Körperübungen und Schwertkampftraining sollten sie absolvieren."

„Natürlich, nur zu. Ich war selbst einige Jahre lang Ausbilder in der Armee, gezwungener Maßen." antwortete der Colonel verstehend, woraufhin der Großmeister leicht den Kopf neigte und dann gemeinsam mit Saphira, Keno und Liriàrth hinüber zu Gerlinde und den anderen beiden Schülern trat, die schon auf sie warteten. In der Zwischenzeit hatten sich die Drachen allesamt verteilt auf der Wieseneben dem Albatross niedergelassen, bis auf Dun'var, der mit Steven etwas abseits gegangen war und offensichtlich ein inniges Gespräch mit dem Sergeant führte.

Feyth hatte sich indes wieder auf Johns Schulter niedergelassen, wohl weil es ihr etwas mulmig unter den anderen Drachen gewesen war. Ein paar Momente später beobachteten sie gespannt wie Eragon mit Gerlinde und den Schülern irgendwelche Körperübungen durchführte, die wie eine Mischung aus, Tanz, Yoga und Dehnübungen aussahen. Eine eher ungewöhnliche Methode seinen Körper zu trainieren, aber Miller wusste aus langjähriger Erfahrung, wie anstrengend solche Übungen sein konnten.

Er wurde jedoch etwas überrumpelt, als Emily neben ihm höflich fragte: „Weshalb macht ihr nicht bei diesen Übungen mit, Murtagh?"

Er hatte völlig vergessen, dass der rotgerüstete Reiter noch bei ihnen stand!

„Oh, den Rimgar? Ich halte nichts von diesem elfischen Firlefanz. Ich bleibe bei meinem harten, ehrlichen Übungen anstatt irgendwelche komischen Positionen einzunehmen und zu halten. Aber wo wir gerade dabei wären, hättet ihr Lust auf einen kleinen Übungskampf? Mich würde es wirklich interessieren, wie ein Titan sich mit Schwert behauptet." antwortete Murtagh lachend und hob stattdessen selbst fragend eine Augenbraue. „Oh ich glaube, ich passe, aber wie wäre es mit dir Schatz? Du bist doch immer derjenige, der mit Shixin trainiert." erwiderte Smith und stupste spielerisch ihren Ehemann an, der seufzend mit den Augen rollte.

„Du meinst ich spiele wohl eher Sandsack für ihn, ja. Naja, aber warum nicht, ein kleiner Übungskampf wird schon nicht schaden. Aber ich warne euch vor Murtagh: Haltet eure Schutzzauber bereit! Selbst wenn ich meine Rüstung deaktiviere werden meine Hiebe immer noch genügend Wucht haben euch ohne Probleme die Knochen zu brechen, sollten sie treffen! Ah und: Habt ihr vielleicht ein zweites Schwert? Ich habe meines natürlich nicht dabei." meinte der hünenhafte Pilot dann jedoch und erhielt zur Antwort ein erwartungsvolles Lächeln vom rotgerüsteten Drachenreiter.

„Natürlich, ich reise immer mit zwei Schwertern. Wartet kurz, ich hole es aus dem Sattel."

[Eragon Fan-Fiction] Der Titan und die DrachenreiterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt