Der Vater meiner Kinder

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"Sara, kannst dich ja vorbereiten Schwiegermutter zu werden." Sagte meine Mutter lachend. Ich tat die Teller auf den Tisch und rief Nahir aus dem Zimmer. Er setzte sich mies gelaunt hin und fing an zu essen.
"Hat er dir zurück geschrieben?" Fragte meine Mutter und aß.
"Nein, aber er hat es erledigt." Gab ich kurz und knapp von mir. Die Kinder aßen fertig und liefen ins Zimmer.
"Er hat es erledigt?" Fragte meine Mutter und ich nickte.
"Du hast doch in der Bar gearbeitet, dort suchen sie eine Kellnerin." Sagte sie aus dem nichts.
"Er will nicht, dass ich arbeite." Sagte ich und räumte die Teller in die Spülmaschine.
"Er ist nicht da und benimmt sich also wie dein Mann..." sagte meine Mutter und nickte mit ihrem Kopf.
"Er zahlt mir Geld, damit ich auf die Kinder schaue..." sagte ich und plötzlich kam es mir die Sache auch komisch vor.
"Er will nicht, dass du arbeitest..." wiederholte meine Mutter nachdenkend.
"Er will es nicht weil, die dann Männer sehen und er es nicht will, weil er eifersüchtig wird, die Männer werden ihn schreiben und sagen, wie schön und sexy sie dich finden..." lächelte meine Mutter.
"Dieser Granit ist ja voll schlau.." ergänzte sie.
"Ja, sehr, er meldet sich nicht mal bei uns und kümmert sich null um seine Kinder, stattdessen ist er auf seine Karriere aus."
In mir stieg die Wut, er wollte also nicht, dass ich arbeite, ich bin doch kein Hund, dass ich mich von seinen Geld ernähren muss, ich kann selbst auch Geld verdient.
"Die Bar sucht wem?" Fragte ich leicht aggressiv und meine Mutter nickte.
"Ein Café auch, aber dort wird halt auch Alkohol serviert, ich kann in der Nacht auf die Kinder aufpassen."
Ein Café klang nicht schlecht, immerhin müsste ich auch was tun, als auf die Kinder aufzupassen. Ich beschloss mich gleich heute noch zu bewerben.

Der Vater meiner Kinder (2) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt