simpel

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Kapitel 23

simpel

so einfach, dass es keines besonderen geistigen Aufwands bedarf, nichts weiter erfordert, leicht zu bewältigen ist; unkompliziert


Draco vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Sie spürte seinen warmen Körper auf ihrem und sein Glied pochte noch immer in ihrem Körper.

Er hatte sie vermisst. Es klang so wunderschön aus seinem Mund und doch hinterließ es einen bitteren Nachgeschmack.

„Wenn du mich so vermisst hast, warum hast du dich dann mit den ganzen anderen Mädchen vergnügt?", wollte sie wissen.

Sie hörte sein Schnauben. Er wuchtete sich von ihr runter und legte sich neben sie aufs Bett. Stützte sich auf seiner Hand auf und beobachtete sie.

„Du wolltest Abstand. Also musste ich zu dem greifen, was da war. Ich würde keine von ihnen anrühren, wenn ich dich haben könnte."

Hermione biss sich auf die Unterlippe. War es nicht das, was sie hatte hören wollen. Sie hatte kein Recht darauf, dass er ihr irgendwie treu war. Sie waren kein Liebespaar. Trotzdem hatte es weh getan seinen Namen neben dem eines anderen Mädchens zu sehen. Es hatte sie rasend gemacht vor Eifersucht. Und jetzt sagte er so einfach, dass er nichts von dem gemacht hätte, wenn er sie gehabt hätte. War das so einfach? Es kam ihr zu simpel vor oder waren Männer so simpel.

„Ich will nicht, dass du andere Mädchen hast, wenn wir miteinander im Bett sind. Ich mag das nicht."

Ein Lächeln schlich sich auf Dracos Gesicht und sie wusste nicht so recht etwas damit anzufangen.

„Ich werde keines anrühren, solange ich dich haben kann. Ist das ein Deal?"

Sie sah ihn an und nickte dann. „Okay", stimmte sie zu.

Er wollte nur mit ihr spielen. Aber es war okay. Denn solange sie spielten, brauchte sie ihm nicht sagen, dass sie etwas für ihn empfand. Sie war sich schließlich selbst noch nicht sicher, was sie für ihn empfand. Es war simpel, solange er mit keinen anderen Mädchen spielte, war es okay. Sie wollte sein einziges Spielzeug sein. Die einzige Frau für ihn. Das war alles, was sie sicher wusste.

„Lass uns spielen, Draco", hauchte sie gegen seine Lippen und verwickelte ihn in einen gierigen Kuss. Er erwiderte ihn sofort und ehe sie es sich versah, lag sie wieder auf dem Rücken unter ihm.

„Mein wunderschönes süßes Schlammblut", wisperte er ihr ins Ohr und ihr Körper begann zu kribbeln. Wie konnte er mit so bösen Worten so viel in ihr auslösen. Sie verstand es nicht. Aber es war so.

Sie neckten sich, küssten sich und waren doch zu erschöpft, um gleich weiter zu machen. Irgendwann lagen sie einfach zusammen im Bett, unter die Decke gekuschelt. Draco griff nach ihrem Buch, dass sie gerade gelesen hatte.

„Gesetzestexte?", fragte er. „Du liest echt Gesetzestexte?"

„Es geht dich nichts an", fauchte sie verletzt über seinen belustigten Tonfall.

„Es gibt tatsächlich ziemlich witzige Gesetze in der Zaubererwelt", sagte er versöhnlich und musste bei dem Gedanken böse grinsen. „Wusstest du, dass man einen Muggel töten darf, wenn man es innerhalb von 24 Stunden macht, nachdem der Muggel sich ungerechtfertigt Zuritt zu einem Zauberergrundstück verschafft hat."

Hermione sah ihn fassungslos an.

„Das ist barbarisch. Aber mir ist sowieso schon aufgefallen, dass es ziemlich viele Anti-Muggel Gesetze gibt. So als wären Muggel keine Menschen."

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