Kapitel 118
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sich über jemanden spöttisch oder ein wenig boshaft äußern
Der nächste Morgen begann alles andere als ruhig. Sie wurden viel zu spät von der Haushälterin geweckt. Das Frühstück verlief schweigsam und danach war nur noch Zeit, um sich umzuziehen, bevor sie schon ins Auto stiegen, um zur Geburtstagsfeier von Hermiones Großvater zu fahren. Die Feierlichkeiten fanden in einem Hotel in London statt. Sie würden dort auch übernachten und Draco behagte der Gedanke nicht die Nacht in der Stadt zu verbringen, wo sich überall Dementoren herumtrieben.
Es war zwar eine Familienfeier, aber eher im weitesten Sinn. Es waren auch viele Freunde, alte Geschäftspartner und andere Gäste geladen. Mehr als hundert Personen zählte der Gästekreis und ein Entertainer würde durch den Abend führen.
Im Auto weihte Hermione Draco in die Tarnung ein, die sie für den Rest der Familie hatte. Für ihre Familie besuchte Hermione eine Schule für Hochbegabte in Schottland. Ein Internat, in dem sie gefördert wurde. Ihre Probleme in ihrer Kindheit hatten ihre Eltern auf Unterforderung geschrieben. Draco sollte es recht sein.
Ein Internat für Hochbegabte hörte sich durchaus nach einem Ort an, an dem ein britischer Landadliger zur Schule ging. Es war die einzige Identität, die er in der Muggelwelt hatte. Er hatte wenig zu tun gehabt mit den Muggeln die den Muggelteil von Lacock Abby verwalteten. Es gab Angestellte, die sich mit ihnen herumschlugen und den ganzen Verwaltungsaufgaben des Staates nachkamen. Er kannte sie und wusste um die Bedeutung seines Titels und seines Erbes in der Muggelwelt. Mehr Gedanken hatte er nie daran verschwendet. Selbst das er darum wusste, hatte er mehr seinem Vater zu verdanken. Seine Mutter hatte immer versucht ihn von allem fernzuhalten, was mit Muggeln zu tun hatte.
Einen Moment fragte Draco sich wie sein Vater dazu stand. Welche Bedeutung hatte es für seinen Vater gehabt der Earl of Lacock zu sein. Er wusste es nicht. Aber er glaubte, dass Lucius Malfoy deutlich mehr darüber wusste als sein Großvater geahnt hatte.
Sie waren welche der ersten Gäste, die ankamen. Zuerst bezogen sie ihre Zimmer und machten mit Hermiones Eltern aus, sich oben auf der Dachterrasse zu treffen, wo die Feier stattfand. Draco trat ans Fenster ihres Zimmers und blickte auf die Stadt runter. Direkt in der näheren Umgebung war wenig Nebel zu sehen, doch drüben auf der anderen Seite der Themse glaubte er Dunst aufsteigen zu sehen.
„Alles okay?", fragte Hermione und trat neben ihn. Sie trug ein elegantes dunkelgrünes Abendkleid. Ihre Haare waren nach oben gesteckt und einzelne Strähnen betonten ihren hübschen zierlichen Hals. Er hatte genau gesehen, wie sie etwas mit Magie nachgeholfen hatte, um ihre Locken zu zähmen.
Zufrieden legte er den Arm um sie und zog sie etwas an sich. Blickte mit ihr zusammen über die Stadt.
„Mir sind zu viele Dementoren in London, um mich hier wohl zu fühlen", gestand er und deutete auf das andere Flussufer.
„Ich habe meinen Eltern immer gesagt sie sollen London meiden. Aber sie nehmen es nicht wirklich ernst. Sie haben auch Großvater nicht umstimmen können die Feier zu verlegen", seufzte Hermione resigniert.
„Sie sehen die Gefahr nicht. Muggel sehen keine Dementoren", sagte Draco und irgendwie erschien ihm der Gedanke ungerecht, dass Muggel nicht mal sehen konnten, was sie zu töten vermochte.
„Harry hat uns beigebracht, wie wir einen Patronus beschwören können, aber ich habe es noch nie versucht, wenn tatsächlich Dementoren in der Nähe sind", sagte Hermione und zupfte etwas an seinem Einstecktuch herum. Sie wirkte ungewöhnlich nervös. „Ich kann dich also beschützen sollten sie hier auftauchen", fügte sie hinzu und lächelte unsicher.
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Surreale Zeitschleife
Fanfic[Erotik - Fanfiction] Gegen ihren Willen findet sich Hermione Granger in einer Zeitschleife wieder. Gezwungen immer und immer wieder die gleichen Tage zu durchleben, verliert sie sich in den Wirrungen zwischen Realität und Fiktion. Bis sie auf Draco...
