Kapitel 76
schätzen
(von etwas) viel halten, (auf etwas) besonderen Wert legen; sehr mögen
Nervös öffnete Hermione den Drehverschluss der Destille und achtete penibel genau darauf, dass nicht mehr als drei Tropfen in die kleine Phiole fielen. Erleichtert stellte sie die Phiole neben den Kessel und sah auf die Uhr an der gegenüberliegenden Wand. Sie war fast zwei Stunden schneller, als wenn sie nach Mallorca apparieren musste. Das war ein deutlicher Fortschritt.
Angespannt sah sie sich um. Sie stand an einem kleinen Labortisch in Fred und Georges Wohnung direkt über ihrem Ladengeschäft in der Winkelgasse. In der Wohnung sah es aus, als wäre das reinste Chaos ausgebrochen. Überall lag dreckiges Geschirr, halb fertig entwickelte Scherzartikel versteckten sich zwischen Packungen von Bertie Botts Bohnen und Butterbierflaschen. Am liebsten hätte Hermione angefangen aufzuräumen. Aber es wäre vergebene Liebesmüh und im schlimmsten Fall würde sie irgendeinen Scherzartikel aktivieren und hier würde das reinste Chaos ausbrechen. Nur zu gut erinnerte sie sich an ihr grauenvolles Veilchen in den letzten Ferien.
Ungeduldig trat Hermione aus der Wohnung und ging ein Stockwerk tiefer. Während der Schulzeit war der Laden nicht ganz so gut besucht, wie während der Ferien. Aber auch jetzt noch drängen sich Kinder mit ihren Eltern durch die Regalreihen. Fred schien sie entdeckt zu haben, denn er kam die Treppe zu ihr hoch.
„Glaubst du wirklich, dass Malfoy hier auftaucht?", wollte er wissen, während er neben sie trat.
„Draco wird kommen. Außer sie erwischen ihn, dann hat er Gift dabei, um sich umzubringen, bevor sie ihn zu lange foltern können", sagte Hermione und beobachtete eine Mutter dabei, wie sie ihrem Sohn das Glas mit den essbaren Dunklen Malen aus der Hand nahm.
„Ich kann es immer noch nicht fassen, dass das alles, was du erzählt hast real ist. Ich meine das mit der Zeitschleife ist schon ziemlich viel. Aber das Malfoy versucht Du-weißt-schon-wen auszuspionieren kann ich mir einfach nicht vorstellen."
„Er tut es aber. Wenn er so schnell wie letztes Mal ist dürfte er innerhalb der nächsten halben Stunde hier sein."
„In der Gestalt von Bellatrix Lestrange", fügte Fred zweifelnd hinzu. Hermione verdrehte genervt die Augen. Sie hatte Fred und George während sie die Brauvorbereitung getroffen hatte die Situation erklärt. Sie waren bereit zu helfen. Aber Fred war mehr als nur zweifelnd.
„Wie willst du ihn von der echten Bellatrix unterscheiden?", fragte Fred weiter.
„Du bemerkst den Unterschied, glaub mir."
Fred wollte etwas erwidern, doch in den Moment läutete eine Glocke. Sofort hechtete Hermione die Treppe zum Lieferanteneingang hinunter der auf der Rückseite des Ladengeschäfts lag.
Hermione riss die Tür auf und vor ihr stand eine in einen schwarzen Umhang gehüllte Gestalt.
„Ich glaube ich bin diesmal unentdeckt geblieben", hörte Hermione die Stimme von Bellatrix Lestrange und winkte ihm schnell hereinzukommen. Ohne auf Fred zu achten bedeutete sie Draco ihr zu folgen.
„Der Trank ist fertig. Schnell", sagte sie und eilte mit Draco zusammen die Treppe in den ersten Stock hinauf. Hermione schüttelte das Destillat in den Kessel und Draco ließ den Dolch hineingleiten.
„Die Weasleys helfen uns?", fragte er angespannt und streifte die Kapuze zurück. Bellatrix langes schwarzes Haar ergoss sich über seine Schultern.
„Ja, auch wenn Fred mir bis eben nicht glauben konnte, dass du wirklich auftauchst."
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Surreale Zeitschleife
Fanfiction[Erotik - Fanfiction] Gegen ihren Willen findet sich Hermione Granger in einer Zeitschleife wieder. Gezwungen immer und immer wieder die gleichen Tage zu durchleben, verliert sie sich in den Wirrungen zwischen Realität und Fiktion. Bis sie auf Draco...
