hirnrissig

534 17 0
                                    

Kapitel 140

hirnrissig

in einer ärgerlichen Weise töricht


Draco hielt das glühende Eisen ins Feuer und bemerkte, wie es langsam Temperatur annahm.

Er war noch immer nicht begeistert von der Idee. Nein, er war gar nicht begeistert von der Idee. Er hielt sie im Besten Sinne für absolut hirnrissig. Aber Hermione hatte ihn überzeugt. Mit guten logischen Argumenten und er konnte sich guten logischen Argumenten nicht entziehen, wenn es um Sieg und Niederlage in diesem Krieg ging. Trotzdem widerstrebte alles in ihm, diesen Plan durchzuziehen. Er hatte einfach ein verdammt mieses Gefühl dabei.

Hermione hatte Recht, dass sie nach Hinweisen zu den anderen Horkruxen suchen mussten, bevor sie in die Realität zurückkehrten und er stimmte ihr dabei zu. Die Horkruxe zu kennen würde ihnen enorm helfen. Leider hatte sie einen Plan ersonnen, der ihm gar nicht gefiel. Dieser Plan beinhaltete sie und Lord Voldemort in einem Raum. Jeder Plan, der diese Konstellation enthielt, war vollkommen hirnrissig.

Leider war Hermione stur und leider hatte sie verdammt gute Argumente. Es gab ein Argument, dass er nicht auseinandernehmen konnte und als sie es das erste Mal vorgebracht hatte, hatte er sie für Größenwahnsinnig gehalten, dass er es mit den letzten Tunnelspielen übertrieben hatte und sie jetzt irgendwie verrückt war. Aber leider sah er die Logik dahinter und es frustrierte ihn.

Denn der Einzige, der wusste wo die Horkruxe waren, war Voldemort und in einer Zeitschleife gab es die Möglichkeit ihn schlicht und ergreifend zu fragen. Natürlich war es verrückt und bescheuert und würde ganz sicher einen grausamen fürchterlichen Tod nach sich ziehen. Trotzdem war es eine Tatsache, dass es der schnellste einfachste und erfolgversprechendste Weg war. In solchen Momenten hasste er Hermiones Logik. Frustriert seufzte Draco auf und wendete das Eisen im Feuer.

Blieben noch ein paar Punkte offen und sie hatten den ganzen letzten Zyklus darüber debattiert. Einer davon war, das Hermione zwar eine passable Okklumens war, aber für ihre Scharade würden sie etwas mehr brauchen als ihre ungetesteten Okklumentikfähigkeiten die nur dazu da waren ein Geheimnis zu verbergen und nicht um zu lügen. Dieser Umstand gab Draco die Möglichkeit etwas zu tun, das ihn schon die ganze Zeit in den Fingern juckte und von dem er gedacht hatte, dass es dennoch niemals geschehen würde, dass er sich zu viel Zeit gelassen hatte diesen Wunsch zu äußern. Aber wie es der Zufall so wollte, konnte er jetzt das Unangenehme mit dem Angenehmen verbinden.

„Der Trank ist fertig", riss ihn Hermione aus den Gedanken und er sah auf. „Es fehlt nur noch dein Blut."

Draco nickte und begutachtete das glühende Eisen.

„Das ist deine letzte Chance für einen Rückzieher. Wir können das alles auch abblasen und auf unser Glück vertrauen."

„Nein", erwiderte Hermione energisch. „Wir haben es durchgesprochen und es ist die Beste, Sicherste und Glaubhafteste Geschichte, die uns eingefallen ist. Außerdem will ich es. Zwei Tage Draco. Zwei Tage werden wir uns so nah sein, wie danach wahrscheinlich niemals wieder und ich will das unbedingt. Ich will dein sein."

Draco schluckte und spürte, wie seine Kehle etwas trocken wurde. Er schob das Eisen zurück ins Feuer und wandte sich Hermione zu. Sie war vollkommen nackt und er sah, wie ihre Brustwarzen steif hervorstanden. Er mochte diesen Anblick und er hatte niemals erwartet, dass ihm der Anblick einer schönen, nackten Frau jemals so vertraut, fast schon normal vorkommen würde.

„Gut", sagte Draco zur Bekräftigung und stand auf. Er ließ das Eisen im Feuer liegen und trat zu Hermione an den Kessel. Kurz zögerte er, als er nach dem scharfen Silberdolch griff.

Surreale ZeitschleifeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt