Kapitel 119
Revier
Tätigkeits-, Aufgabenbereich, in dem jemand sich verantwortlich, zuständig oder ähnliches fühlt
Das Abendprogramm begann. Es gab essen und Musik wurde gespielt. Es war nicht sonderlich aufregend, auch wenn es spannend war, Hermione im Umfeld ihrer Familie zu beobachten. Draco spürte immer wieder Blicke auf sich ruhen und als sie verstreut um die Tanzfläche standen entdeckte er endlich denjenigen, der ihn beobachtete. Es war Hermiones ältester Onkel, Jacob. Der Einzige, der außer Hermiones Eltern noch wusste, dass er ein Zauberer war.
Draco musterte den Mann. Er hatte eine hochgewachsene Statur, breite Schultern. Ein sportlicher athletischer Mann Anfang fünfzig. Seine braunen schulterlangen Haare hatte er in einem kleinen Zopf zusammengebunden und sein Blick schien Draco durchbohren zu wollen. Er hatte nichts von der zuvorkommenden höflichen Art von Hermiones Vater, nein er wirkte durch und durch selbstbewusst, fast schon arrogant. Draco konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Er war der älteste Sohn einer reichen Familie. Wahrscheinlich hatte er jeden Grund selbstbewusst zu sein.
Draco beobachtete, wie er mit Hermiones Mutter sprach. Er legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter und irgendwas an der Geste störte Draco. Schließlich sahen sie beide in ihre Richtung, wo Draco bei Hermione und den Geschwistern stand. Ihre Blicke trafen sich und der Blick des Mannes war ziemlich nachdenklich.
Es verwunderte Draco nicht, dass er auf ihn zukam, sobald er sich etwas von Hermione entfernt hatte um seinen Teller nochmal am Buffet zu füllen. Geschickt fing Jacob ihn auf dem Rückweg ab und sie trafen an einem kleinen Stehtisch zusammen.
„Lord Malfoy, der Earl of Lacock", begrüßte ihn der Mann und Draco hob spöttisch eine Augenbraue.
„Draco reicht vollkommen, Mr Granger."
„Draco", sagte er und musterte ihn eingehend. „Ich muss gestehen, ich war neugierig auf dich. Den ersten wirklichen Zauberer den ich sehe."
„Wie ein besonders exotisches Tier in einem Zoo?", wollte Draco wissen und der Mundwinkel des Mannes zuckte nach oben.
„Siehst du dich als solches?"
„Nun hier gibt es keine Gitterstäbe", sagte Draco mit einer Geste über die Terrasse. „Also müssen wir wohl nicht erst klären wer von uns der Besucher und wer das Tier ist."
Das Grinsen wurde breiter. „Wenn du das sagst."
Dann verschwand der Gesichtsausdruck wieder.
„Barbara ist beunruhigt wegen deinem Aufenthalt hier", wechselte Jacob fließend das Thema. Draco zog vor, darauf nicht zu antworten, also fügte Jacob hinzu:
„Hermione hat davon erzählt, dass du zu Verbrechen gezwungen wirst. Das du mitten in diesen Kämpfen steckst, die eure Welt erschüttern. Es ist nicht gut, dass du mit Hermione zu tun hast."
Draco musterte den Mann einen Augenblick. Er wusste nicht, was Hermione ihrer Mutter erzählt hatte. Aber sie befanden sich in einer Zeitschleife. Also war es wohl bedeutungslos, was der Muggel über ihn wusste.
„Ja", sagte Draco schlicht.
Der Mann runzelte die Stirn.
„Und es ist dir egal?", wollte er wissen.
„Jacob, ich darf doch Jacob sagen", sagte Draco und blickte auf den kleineren Mann herab. „Ich bin nicht derjenige, der Hermiones Leben in Gefahr bringt. Sie hat Freunde auf Hogwarts, die von dem Dunklen Lord gejagt werden. Sie ist Teil der Widerstandsbewegung, des Phönixordens, der als eine Art Guerilla Widerstandsgruppe gegen den Dunklen Lord agiert. Sie braucht mich nicht, um sich in Gefahr zu bringen."
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Surreale Zeitschleife
Fanfiction[Erotik - Fanfiction] Gegen ihren Willen findet sich Hermione Granger in einer Zeitschleife wieder. Gezwungen immer und immer wieder die gleichen Tage zu durchleben, verliert sie sich in den Wirrungen zwischen Realität und Fiktion. Bis sie auf Draco...
