Kapitel 125
Wiedergutmachung
Entschädigung für ein begangenes Unrecht
Hermione setzte sich in ihrem Bett auf und fühlte sich einen Moment wie gelähmt. Noch immer sah sie das Gesicht ihrer Mutter vor sich. Entsetzt, beschämt, ertappt. Hermione hatte keine Ahnung, woher Draco es wusste. Wahrscheinlich durch Legilimentik, aber es war eindeutig. Ihre Mutter betrug ihren Vater mit dessen Bruder. Zischend stieß Hermione die Luft aus und ließ sich zurück in die Kissen sinken.
Sie wusste einfach nicht, was sie denken sollte. Sie hatte immer gedacht, dass ihre Eltern eine harmonische Beziehung führten. Jetzt stellte sich plötzlich heraus, dass das alles eine Lüge war und sie wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte. Niedergeschlagen stand sie auf und ging in Bad.
Vielleicht sollte sie darüber entsetzt sein, dass ihre Mutter ausgerechnet eine Affäre mit ihrem Onkel hatte. Aber so sehr schockte sie das gar nicht. Es war mehr die Tatsache, dass sie überhaupt untreu war.
Hermione war noch immer in Gedanken versunken, als sie am Raum der Wünsche ankam. Die Tür war angelehnt. Draco war wohl schon da. Er lag auf dem Ravenclaw Bett wie meistens, wenn sie sich freitagmorgens trafen.
„Hi, meine Süße", sagte er und streckte die Hand nach ihr aus. Hermione setzte sich zu ihm und kroch in seine Arme.
„Morgen", murmelte sie und vergrub ihre Nase in Dracos Shirt. Sie liebte diesen Geruch. Sie liebte seine starken Arme, die sie hielten und hier bei ihm war es garnichtmehr so schrecklich, dass ihre Familie dabei war auseinanderzubrechen. Die Risse waren schon immer da gewesen. Sie hatte sie nur nie gesehen.
„Ich hätte dir das mit deiner Mutter sensibler beibringen müssen", sagte Draco reuevoll und rieb seine Nase an ihrem Haar. „Es war nur einfach keine Zeit und ich musste Jacobs Reaktion sehen."
„Es ist nicht deine Schuld. Weißt du wie lange das schon läuft?", wollte sie wissen.
„Nein. Ich habe lediglich mit Legilimentik einen Gedanken aufgefangen und gut geraten."
„William hat Vorrang, oder?", seufzte Hermione und fühlte sich nicht wohl mit dem Gedanken.
„Es ist kein Verbrechen deine Mutter damit zu konfrontieren", wandte Draco ein.
Hermione nickte und rieb ihren Kopf an Dracos Brust, schnappte nach seinen Lippen. Er fing sie ein und senkte seinen Mund auf ihren. Küsste sie so unendlich sanft. Beschützend hielt er sie in seinen Armen.
Draco hatte sich verändert nach der Sache mit seinem Onkel und seinem Bruder. Es war nichts, was sie greifen konnte. Aber es war, als hätte es ihn auf eine Art selbstbewusster werden lassen, die er vorher nicht gewesen war. Sie erinnerte sich an ihr Gespräch letzten Zyklus und das sie nach Dumbledore suchen wollten.
„Wir wollten nach dem Buch suchen, um Dumbledore zu finden", wandte Hermione ein.
„Erstmal versuchen wir deinen Cousin zu retten. Einen einfachen Weg, der es uns ermöglicht in der linearen Zeit einen Verlauf in Gang zu setzen an dessen Ende er nicht stirbt. Die Zeit muss sein."
Hermione nickte dankbar.
Keine Stunde später saßen sie in dem kleinen Café gegenüber des Krankenhauses in dem Hermiones Mutter arbeitete. Draco hatte schon befürchtet sie würden es nicht finden, da er absolut keine Ahnung mehr gehabt hatte, wo genau sie hinmussten. Doch Hermione hatte den Weg ohne Umwege gefunden. Jetzt waren sie viel zu früh und Draco ärgerte sich darüber, dass sie nicht noch etwas im Bett geblieben waren.
DU LIEST GERADE
Surreale Zeitschleife
Fanfiction[Erotik - Fanfiction] Gegen ihren Willen findet sich Hermione Granger in einer Zeitschleife wieder. Gezwungen immer und immer wieder die gleichen Tage zu durchleben, verliert sie sich in den Wirrungen zwischen Realität und Fiktion. Bis sie auf Draco...
