Verantwortung

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Kapitel 60

Verantwortung

[mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht


Nervös knetete Hermione ihre Hände. William war wieder bei Bewusstsein und der Arzt bei ihm im Behandlungszimmer.

Wie hatte die Situation nur so eskalieren können. Draco lehnte mit verschränken Armen an der Wand und starrte düster vor sich hin. Sie hatte ihm versprochen das sie gehen würden, sobald klar war, dass William nichts geschehen war. Sie konnte ihm kaum einen Vorwurf machen. William hatte zuerst zugeschlagen und Draco sich nur verteidigt. Sie war fast sicher das Magie mit ihm Spiel gewesen war. Ihr Heilzauber hatte mehrere gebrochene Rippen gerichtet. Das war nichts, was ein Muggel mit Dracos Statur mit einem Schlag anrichten konnte.

Grimmig leckte Draco an seiner Unterlippe, die aufgeplatzt war. Hermione trat zu ihm und legte eine Hand auf seine verschränken Arme.

„Ich heile das, sobald wir hier weg sind", versprach sie und strich sanft über seine Verletzung. Draco schnaubte nur verächtlich und schnappte nach ihren Fingern. Er biss sanft in ihren Zeigefinger und zog sie in seine Arme. Hermione legte ihren Kopf an seine Brust und ließ zu, dass er die Arme hinter ihrem Rücken verschränkte und sein Gesicht in ihren Haaren vergrub.

„Ich hätte dich nicht bitten sollen das Halsband zu tragen. Ich dachte nicht, dass das so eskalieren könnte. Ich wusste nicht das Muggel sowas erkennen würden", sagte Draco und irgendwie klang er ungewohnt reuevoll.

„Es ist nicht deine Schuld. William ist ein Idiot und ich habe keine Ahnung, warum er auf dich losgegangen ist", erwiderte Hermione ärgerlich.

„Naja, wenn das Halsband in der Muggelwelt die gleiche Bedeutung hat, wie in der Zaubererwelt... Meinst du nicht er könnte denken, dass ich dich an Ketten im Kerker aufhänge und auspeitsche?", wollte Draco zynisch wissen und Hermione konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Das tust du nicht", widersprach sie und sah hoch in sein Gesicht. Irgendwie vermochte sie Dracos grinsen nicht zu deuten. Es war irgendwie seltsam und er rieb mit seiner Nase über ihre Wange, bevor er ihr leise ins Ohr wisperte.

„Und wenn ich es gerne tun würde? Würdest du es mich tun lassen?"

Hermione spürte, wie ihr eine leichte Gänsehaut über den Rücken kroch bei dem Gedanken er könnte es tun. Entfernt erinnerte sie sich an ein Trinkspiel, dass sie vor Monaten in dieser Zeitschleife gespielt hatten. Dabei war es in Dracos perversesten Fantasien auch um einen Kerker gegangen. Kurz fragte sie sich ob seine Fantasien noch immer die gleichen waren. Ihre war es wahrscheinlich nicht. Sie glaubte sich mittlerweile verdammt viel mehr perverse Dinge vorstellen zu können die Draco mit ihr tun könnte. Und sie konnte sich ziemlich gut vorstellen, dass er sie im Kerker ankettete.

„Die Peitsche wäre neu", erwiderte Hermione und Draco lachte leise. Seine Hand fuhr zu ihrem Hintern und umfasste ihre rechte Pobacke. Nur zu gut spürte sie ihre geschundene Haut unter ihrer Hose. Etwas verlegen senkte sie den Blick.

„Ich würde es dich tun lassen", antwortete sie und stellte fest, dass sie sich wünschte das er es tatsächlich tat. Es gab viele abgeschiedene Räume in den Kerkern von Hogwarts die nur selten jemand betrat.

„Wahrscheinlich habe ich die Schläge verdient, oder?", fragte Draco mit schiefem Grinsen. „Ich bin der perverse Kerl, der seine süße, kleine, schützenswerte Cousine schlägt."

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