Kapitel 65
entschädigen
jemandem für einen Schaden einen angemessenen Ausgleich zukommen lassen, einen Ersatz geben
Schritte näherten sich und Draco ließ Hermione behutsam auf den Boden sinken. Schnell hob er das Buch auf und reinigte seine Hand mit einem Zauber, als auch schon eine Gestalt um die nächste Ecke bog.
Der Bibliothekar der Abteilung der Dunklen Künste war ein hochgewachsener hagerer Mann. Draco schätzte ihn auf Mitte Vierzig. Er hatte eine große Hakennase und dünnes mausbraunes Haar. Quinton Malone lächelte selten und Draco wusste genug über ihn, um zu wissen, dass er ein ungemütlicher Zeitgenosse sein konnte. Zum Glück kannte er ihn besser als Malone es wusste.
Malone musterte die Situation und sein Blick glitt von Dracos großer Gestalt zu dem zierlichen Mädchen, das zusammengesunken zu seinen Füßen kauerte.
„Mr Malfoy", sagte er gedehnt und Draco hielt dem Blick gelassen stand. „Wir schließen bald. Ich würde Sie bitten zusammenzupacken."
„Ich habe meine Recherche noch nicht beendet", teilte er ihm ruhig mit, doch Malone zuckte nicht mal mit der Wimper. Er musste es gewohnt sein sich mit dunklen Magiern herumzuschlagen, für die die Regeln Normalsterblicher nicht galten.
„Es gibt Regeln, Mr Malfoy. Auch für Sie", sagte er, als hätte er Dracos Gedanken gelesen und Draco konnte nicht umhin milde zu lächeln.
„Myonie, steh auf", befahl er ihr und sah zu ihr hinunter. Sie hob den Blick und er begegnete ihren verunsicherten, großen, braunen Augen. Sie sah wirklich unschuldig aus, wie sie dort zu seinen Füßen kniete.
„Jetzt", fügte er etwas strenger hinzu, als sie sich nicht bewegte.
„Ja, Sire", sagte sie und stand mit gesenktem Blick auf. Draco bemerkte, wie Malones Blick an Hermione haftete, jede ihrer Bewegungen in sich auf sog. Er musterte ihre langen hübschen Beine, die unter dem Umhang hervorblitzten, bis hinauf zu dem kurzen Rock ihres schwarzen Kleides. Draco bemerkte ziemlich gut das trockene Schlucken, als Malones Blick an dem Halsband um Hermiones Hals endete. Er überdachte die Bedeutung und Draco nahm sich die Zeit das Buch zurück ins Regal zu stellen und Malone Zeit zu geben seinen Plan B zu begutachten.
Draco hatte Malone das ein oder andere Mal in dieser Zeitschleife in einem schäbigen kleinen Etablissement in der Nokturngasse getroffen. Er verbrachte dort seinen Samstagabend, um sich zu betrinken und danach in dem Bordell zu vergnügen, dass sich die Treppe hinunter befand. Draco kannte ihn mittlerweile gut genug, um zu wissen, wie genau seine Vorlieben aussahen.
Draco legte Hermione eine Hand auf den Rücken und führte sie Richtung Melone. Als sie kurz vor ihm standen, blieben sie stehen und Draco gab dem Bibliothekar Zeit seinen Blick zu heben und sich der Situation bewusst zu werden.
Melone war etwas kleiner als er selbst und so musste er zu ihm hinaufsehen. Draco schenkte ihm ein spöttisches Lächeln, als er es endlich schaffte seinen starrenden Blick von dem Mädchen loszureißen und legte beide Hände auf Hermiones Schultern. Sie stand nun zwischen ihnen und Draco bemerkte nur zu genau Malones unbehaglichen Blick als ihm bewusst wurde, dass er gestarrt hatte und das Draco das Starren ziemlich genau aufgefallen war.
„Vielleicht können wir uns auch anders einig werden, was die Öffnungszeiten angeht", sagte Draco ruhig. „Ich denke Myonie wird Sie sicher für ein paar geleistete Überstunden entschädigen können."
Malone blinzelte, als wäre er nicht sicher, richtig gehört zu haben und Draco wandte sich an Hermione. Er fasste an ihr Kinn und drehte ihren Kopf, sodass sie ihn ansehen musste.
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Surreale Zeitschleife
Fanfiction[Erotik - Fanfiction] Gegen ihren Willen findet sich Hermione Granger in einer Zeitschleife wieder. Gezwungen immer und immer wieder die gleichen Tage zu durchleben, verliert sie sich in den Wirrungen zwischen Realität und Fiktion. Bis sie auf Draco...
