Freiheit

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Kapitel 128

Freiheit

Zustand, in dem jemand frei von bestimmten persönlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen, unabhängig ist und sich in seinen Entscheidungen nicht eingeschränkt fühlt


Hermione blieb mit ihrer Mutter allein in dem Spielzimmer zurück und das erste Mal nahm sie sich einen Moment ihre Mutter wirklich anzusehen. Sie trug ein kurzes schwarzes Kleid, hohe Schuhe und ein schwarzes Lederhalsband mit einem D-Förmigen Ring. Hermione fragte sich unwillkürlich, ob sie sich ähnlich sahen. Ob sie irgendwann so aussehen würde wie ihre Mutter und es war ein seltsames Gefühl hier mit ihr zu sein. Mit den ganzen Sexspielzeugen und Fetischutensilien fühlte es sich nicht wie ein Ort an, an dem sie mit ihrer Mutter sein sollte. Das war eher ein Ort an dem Draco bei ihr war. Normalerweise fühlte sie sich an solchen Orten auch nicht so nüchtern. Sondern eher kribbelig und trunken vor Lust und Vorfreude. Für so ein Gespräch waren sie hier einfach deplatziert. Auch ihre Mutter sah sich einen Moment unbehaglich um, dann setzte sie sich auf den Stuhl auf dem Jacob gesessen hatte. Sie seufzte tief.

„Geht es dir gut?", wollte ihre Mutter besorgt wissen und Hermione fühlte sich irgendwie an eine andere Unterhaltung erinnert. Sie hatten sie vor vielen Zyklen in einem Krankenhaus geführt und Hermione stellte fest, dass es schon fast ein Jahr her war. Wenn nicht sogar länger.

„Körperlich? Gut. Emotional gerade ziemlich mitgenommen", antwortete sie und setzte sich auf einen Bock, musterte ihre Mutter.

„Wie geht es dir?", wollte sie wissen und ihre Mutter schnaubte. „Emotional mitgenommen trifft es wohl ziemlich gut."

„Er behandelt dich gut?", fragte ihre Mutter weiter. Irgendwie fühlte sich diese Unterhaltung ziemlich unbeholfen an, aber Hermione wusste nicht, was sie dagegen tun konnte.

„Um Draco brauchst du dir keine Sorgen machen. Ich fühle mich gut bei ihm und er würde niemals etwas tun, was mich in Gefahr bringt. Dazu bin ich ihm zu wichtig."

„Habt ihr ein Sicherheitswort?", fragte ihre Mutter weiter.

Hermione verdrehte genervt die Augen. „Ja, haben wir", seufzte sie ergeben. „Aber ich glaube im Zweifelsfall würde ich es sowieso nicht benutzen. Wäre die Situation so extrem, dass ich es benutzen müsste, wäre Draco immer vorsichtig genug, dass er es bereits vorher bemerken würde. Ich weiß nicht mal, ob ich daran denken würde. Ich denke man ist so gefangen, dass man sowas vergisst. Bis jetzt hat Draco es immer von sich aus gemerkt, wenn etwas nicht stimmt. Das schätze ich an ihm."

„Es wollte nicht mal zu Situationen kommen, an denen er etwas bemerken müsste", sagte ihre Mutter besorgt. Es entlockte Hermione nur ein verächtliches Schnauben.

„Solche Situationen gibt es immer. Es gibt immer ein erstes Mal, bei dem man die Reaktion nicht kennt. Geht es nicht auch darum, Grenzen auszutesten. Sag mir nicht, dass du das anders siehst, nur weil ich deine Tochter bin. Wir wissen beide, dass eine Grenze nichts ist, was sich vorher immer hart definieren lässt."

Ihre Mutter musterte sie einen Moment, dann seufzte sie nochmal tief. Sie lächelte sanft und es sah fast etwas geschlagen aus. „Ich habe das auch gemacht, in deinem Alter, Grenzen überschritten. Ich hätte nur nicht gedacht, dass du da nach mir schlägst."

„Mit Matthew", sagte Hermione und ihre Mutter seufzte. Es war ihr anzusehen, dass er wohl kein so gutes Thema war.

„Unter anderem", gab sie zu.

„Du warst mit ihm zusammen, als du Dad kennengelernt hast", fügte Hermione hinzu.

„Ja", sagte ihre Mutter und Hermione fühlte sich, als müsse sie ihr alles aus der Nase ziehen.

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