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Es waren schon ein paar Wochen vergangen. Christian lag neben mir und schien schon zu schlafen. Es war schön ihm dabei zuzusehen, er sah so ruhig und friedlich aus aber auf der anderen Seite auch so verletzlich. Verletzlich war ein gutes Stichwort, wenn ich ihn nicht verletzen wollte sollte ich jetzt gehen. Ich weiß er wird mich dafür hassen, dass ich gehe aber es ist besser so. Vorsichtig und leise stand ich auf und zog mich an vor ich sein Haus verließ.

Am Sonntag versuchte er mich weiß Gott wie oft anzurufen oder schickte mir Nachrichten aber ich ignorierte sie. Ich war am Montag schon vor ihm im Büro. Als er kam sah er mich an. In seinem Blick lag so viel, er war sauer aber auch verletzt. "Können wir reden?", fragt er. "Nein.", sage ich. "Na gut.", sagt er nickend und setzt sich auf seinen Platz. In der Mittagspause setze ich mich wieder oben auf mein Dach, wann war ich das letzte mal hier gewesen? "Melina!", sagt Christian wütend verstummt aber als er sieht, dass ich weine. "Was ist los.. rede doch mit mir..", sagt er. "Nein..", sage ich. "Ich weiß gerade nicht ob ich wütend auf dich sein soll oder besorgt.", sagt er. "Sei wütend.", sage ich leise. "Gut.. Wieso bist du wieder abgehauen? Es verletzt mich, wenn du immer abhaust, wenn wir miteinander geschlafen habe. Was ist es? Bin ich zu schlecht? Ist er zu klein? Befriedige ich dich nicht genug? Geht es dir nur um den Sex? Was ist es!?", bombardiert er mich mit fragen. "Bist du fertig? Gut!", sage ich, stehe auf und gehe wieder runter ins Büro.

"Der Auftrag für Livingrooms, ist der schon fertig?", fragt die Chefin. "Ja Moment.", sage ich und nehme die Unterlagen die Christian mir geben hat. "Danke ich schaue mir das mal an.", sagt sie und verschwindet wieder in ihrem Büro. Christian setzt sich gegenüber von mir uns würdigt mich keinen Blickes.

"Melina? Das ist ja fabelhaft. Also da muss ich sie mehr als loben, Livingrooms wird sich freuen wenn die so ein klasse Projekt erhalten. Ich lasse mir noch was für sie einfallen.", redet sie darauf los. "Aber..-", sage ich. "Nein, nichts aber. Sie werden natürlich mit zu dem Termin kommen und das mit mir zusammen präsentieren.", sagt sie und geht wieder. Christian funkelt mich böse an. Es war seine Arbeit, es war sein Lob und nicht meins aber sie hatte mich ja nicht aussprechen lassen.

Als Feierabend ist flüchte ich nur noch aus dem Büro. "Klasse gemacht. Großes Kino. Jetzt verstehe ich das auch alles.", meldet sich Christian hinter mir zu Wort. Vor mir steht mein Bruder der mich fragend ansieht als mir die ersten Tränen über die Wangen laufen. "Du hast mich nur gebraucht, damit ich die Arbeit für dich machen und als das Projekt fertig war hast du mich einfach weggeworfen wie so ein Stück Müll und dich mit fremden Federn geschmückt. Aber wenigstens habe ich jetzt dein wahres Ich, nachdem ich so lange gesucht habe, gefunden.", sagt er. "Fahr mal einen Gang runter.", sagt mein Bruder in dessen Armen in mittlerweile liege. "Ich weiß nicht wer die Frau aus dem Park war aber die gibt es anscheinend nicht. Mir ist es egal, wenn du mein Herz rausreißt drauf rum trampelst und mit dem Auto drüber fährst aber ich habe einen kleinen Sohn, für den bin ich verantwortlich und ich kann es nicht mehr mit ansehen wie er jedesmal mit Tränen vor mir steht wenn du wieder nicht kommst oder morgens nicht mehr zu Frühstück da bist, der kleine hat dich unglaublich gern und das ist mein Fehler, ich weiß noch genau wie du im Café über Kinder geredet hast, das war dein wahres Ich und das mag keine Kinder, ich hätte dich niemals Zeit mit meinem Kind verbringe lassen dürfen. Für Jakob ziehe ich hier und jetzt den Schlussstrich, wir sind nur noch Arbeitskollegen und auch keine Arbeitskollegen die zusammen die Mittagspause verbringe. Schönes Leben noch, Melina.", sagt er und verschwindet.

Mein Bruder nimmt mich mit zu sich nach Hause. Dort machen wir es uns zusammen mit einer Flasche Vodka auf dem Sofa gemütlich. Am nächsten Tag bin ich noch zu besoffen um auf die Arbeit zu gehen also lasse ich mich krankschreiben. Mein Bruder hatte nicht gefragt was das war er wusste wenn ich es ihm erzählen wollte würde ich es einfach tun. Ich war Dienstag und Mittwoch krankgeschrieben, Donnerstag und Freitag hatte Christian frei. Ich erklärte der Chefin alles und sie verstand es zum Glück auch, trotzdem wollte sie, dass ich mit zu dem Termin kam wollte aber mit Christian nochmal reden.

Die Woche drauf hatte ich endlich Urlaub. Am Dienstag war ich bei meinem Bruder und seiner schwangeren Frau. "Aua du kleiner Racker.", beschwerte sie sich als wir Kaffee tranken. Verwundert schaute ich die beiden an. "Unser Baby tritt jetzt.", sagt mein Bruder stolz. "Darf ich auch mal?", frage ich und sie nickt. Ich fühlte wie das kleine Baby wieder zu trat. Danach erzählte ich meinem Bruder alles wegen Christian und Jakob und er bestärkte mich in meinem Vorhaben.

Two broken hearts - Kann daraus Liebe werden?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt