- 129-

157 14 3
                                        

Heute war Freitag, der 05. Januar. Seit 4 Tagen hatte ich meine beiden Männer nicht mehr gesehen, ihre Stimmen gehört oder sonst etwas.

Bei den beiden hatte der Alltag wieder angefangen und ich konnte nicht dabei sein. Ich wollte auch arbeiten gehen, ich wollte einfach mein normales Leben wieder zurück.

Ich hatte von den beiden die letzten Tage nicht viel gehört. Mein Handy war aus. Keiner wusste ja wie krank Leni ist und vielleicht mein Handy ortete.

Ich hatte mit seinen Eltern schon zu Abend gegessen und war nun in meinem Zimmer nach dem ich auch geduscht hatte.

"Melina.", ruft Adam mich plötzlich.

"Ja?", frage ich.

"Telefon für dich. Christian.", sagt er.

"Christian?", frage ich glücklich ins Telefon und gehe zurück in mein Zimmer.

"Na mein Schatz, wie gehts dir? Tut mir leid, dass ich mich heute erst melde und dann auch noch so spät aber es war die letzten Tage alles ein bisschen turbulent und Jakob wollte heute einfach nicht ins Bett.", sagt er.

"Mir geht's ganz okay. Vermisse euch beide sehr und möchte einfach nur den Alltag mit euch zurück. Einfach arbeiten gehen und den restlichen Tag mit euch verbringen.. Wie geht es dir?", frage ich.

"Geht so würde mir besser gehen, wenn du hier wärst.", sagt er.

"Gibt es etwas Neues?", frage ich.

"Ja.", sagt Christian.

"Was denn?", frage ich neugierig.

"Du kannst schon mal deine Tasche packen.", sagt er.

"Echt?", frage ich und bin den Tränen nah.

"Ja. Morgen Nachmittag geht dein Flug.", sagt er.

"Eh nicht..", sage ich.

"Doch. Habe dir die Unterlagen per Mail geschickt. Morgen Abend hole ich dich am Flughafen ab.", sagt er.

"Chris..", sage ich.

"Nicht weinen Babe. Ich liebe dich.", sagt er.

"I-Ich.. Ich liebe dich auch..", sage ich.

"Nicht weinen habe ich gesagt.", sagt er.

"Papa.", höre ich Jakob im Hintergrund.

"Jakob, du sollst doch schlafen.", sagt Christian.

"Bei dir schlafen?", fragt er.

"Ja okay.", sagt er zu Jakob. "Ich bin gleich wieder da, ich hole mal seine Sachen.", sagt Christian und legt das Telefon weg.

"Hallo?", fragt Jakob plötzlich ins Telefon.

"Na Baby.", sage ich.

"Melina wann kommst du wieder?", fragt er.

"Ganz bald.", sage ich.

"Ich freue mich schon.", sagt er.

"Ich mich auch.", sage ich.

"Jakob was machst du da?", fragt Christian lachend.

"Melina telefonieren.", sagt er.

"Jetzt komm. Ab ins Bett.", sagt er.

"Gute Nacht Jakob.", sage ich.

"Gute Nacht Melina.", sagt er.

"So da bin ich wieder.", meldet sich Christian.

"Du bist der aller, aller, aller, aller beste!", sage ich.

"Ich fühle mich geschmeichelt.", sagt er und lacht leicht.

"Habe ich schon erwähnt, dass ich dich liebe?", frage ich.

"Nein ich glaube nicht. Das kommt sehr plötzlich..", sagt er.

"Du bist so ein Idiot.", sage ich.

Dann ist ein Moment stillte.

"Ist wegen Leni alles geklärt?", frage ich.

"Ja. Es war kompliziert aber nun ist alles geklärt. Anne und ich waren bei der Polizei und die meinten aber die könnten so nichts machen, wohl sie ja ihre Auflagen nicht eingehalten hat aber zwei Tage später war die dumme Kuh dann hier.. Zum Glück war Anne da und hat die Polizei gerufen, die Leni hier dann vor Ort angetroffen hat..", sagt Christian.

"Was wollte sie?", frage ich.

"Ein Kind.. Sie meint wir drei also Jakob, Ich und Sie wären ja eine Familie und jetzt wo du endlich weg währst könnte sie ja bei uns einziehen und wir könnten noch ein Baby bekommen.", sagt er.

"Die ist so krank.. Wie kann man nur so krank sein..", sage ich.

"Ich weiß es nicht..", sagt er.

"Hauptsache sie ist weg..", sage ich.

"Ja und du kannst endlich wieder kommen. Ich freue mich schon so auf dich.", sagt er.

Wir telefonieren noch eine Weile vor wir schlafen gehen. Morgen Abend können wir endlich wieder zusammen in einem Bett schlafen. Endlich.

Two broken hearts - Kann daraus Liebe werden?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt